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Der Salzburger Flughafen liegt mitten im Siedlungsgebiet. Anrainer fordern seit langem massive Beschränkungen.
Salzburg - In dem seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Bayern und Salzburg um die Flugrouten des Salzburger Flughafens wird der Ton zunehmend rauer. Mit einer für Samstag angekündigten Großdemonstration im bayerischen Freilassing will der "Verband zum Schutze der Bevölkerung des Rupertiwinkels" und der "Bund Naturschutz" Druck auf Land und Stadt Salzburg machen.
Der als Stadtflughafen konzipierte Airport verstehe sich längst als Großflughafen innerhalb Österreichs, der "zunehmend ganz Europa bedient" , argumentieren die Bayern: So gebe es Pauschalangebote für deutsche Urlauber aus Hamburg, die in Kärnten ihre Ferien verbringen.
Der scheibchenweise Ausbau der Anlagen finde ohne Umweltverträglichkeitsprüfung statt, im Zuge derer die Interessen der Bewohner von Freilassing, Saaldorf-Surheim und Ainring berücksichtigt werden könnten. 90 Prozent der Gesundheitsgefährdung durch Lärm, Emissionen und Feinstaub müsse die Bevölkerung im Norden des Flughafens tragen - also auch die bayerischen Anwohner, heißt es im Demo-Aufruf.
Die Bayern fordern zuallererst einmal die Kündigung jenes Staatsvertrags mit Österreich, der die Geschäftsgrundlage für die Flüge über Deutschland darstelle. Im Zuge neuer Verhandlungen müssten dann die Betriebszeiten eingeschränkt werden. Demnach soll an Wochenenden überhaupt nur mehr zwischen 9 und 20 Uhr geflogen werden. Derzeit sind Starts und Landungen zwischen 6 und 23 Uhr erlaubt. Zudem dürfe die Mindestüberflughöhe beim Abflug nur mehr 750 Meter betragen.
Vonseiten der Flughafengesellschaft reagiert man auf die Attacken betont ruhig. Man hoffe auf eine Fortsetzung des sachlichen Dialogs mit den Anrainern, heißt es in einer Erklärung. Zudem hätten sich die Linien- und Charter-Flugbewegungen im Zeitraum von 2005 bis 2011 ohnehin um rund 20 Prozent reduziert.
Zwar würden 88 Prozent der landenden Maschinen über Deutschland einfliegen, aber 90 Prozent der Starts würden über österreichischem Staatsgebiet erfolgen, sagt Flughafensprecher Alexander Klaus im Standard-Gespräch,
Der Airport hat aber nicht nur mit den bayerischen Nachbarn Probleme. Laut ORF-Salzburg werden beim Salzburger Anrainerschutzverband Klagen gegen einzelne Flugrouten überlegt. Als Anwalt sei Wolfram Proksch engagiert worden, der schon die Anrainer des Flughafens Wien-Schwechat vertritt.
Das Flughafenmanagement gibt sich gelassen: "Wir wissen nicht, gegen wen und was geklagt werden sollte." (Thomas Neuhold, DER STANDARD, 20.11.2012)
Der hohe Anteil nichtösterreichischer Staatsbürger in den heimischen Gefängnissen ist evident. Aber was sind die Hintergründe?
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Die Tatsache, dass der deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer seinen Wahlkreis gleich über der Grenze hat, könnte erklären, warum die bayerischen Fluglärmgegner momentan Aufwind verspüren. Der Flughafen sitzt dabei in der Zwickmühle: Alle Anflüge von Süden
bringen die Salzburger Fluglärmgegner in Harnisch - dass eine prominente Fluglärmgegnerin nicht allzuweit von der südlichen Pistenschwelle entfernt wohnt, hilft wahrscheinlich auch nicht. Fakt ist: der Flughafen kann auch nur im Rahmen des Möglichen Belastungen verschieben. Jede Entlastung für Freilassing ist nahezu zwangsläufig eine Belastung für andere Anrainer.
nachdem ich im Sommer mal nachmittags im Gastgarten vom Zollhäusl in Freilassing essen war (liegt genau unter der Anflugschneise für die 16 bzw. im Abflugbereich), kann ich besser verstehen, dass man als Rupertiwinkler den Lärm (der doch teilw. massiv ist) nicht hinnehmen möchte.
Was ich aber nicht verstehe: aufgrund der Proteste wurde von der Austrocontrol der Südanflug über die Tauern eingeführt - der Endanflug erfolgt über dünn besiedeltes Gebiet - der Norden wird entlastet.
Trotzdem gibt es wieder massiven Widerstand gegen diese entlastende Route. Was wollen die Gegner (wie der ASA) eigentlich?
Flughafen schließen? Die Leute im Erdinger Moos würden sich bedankn, hauptsache ein paar Hofratswitwen in Salzburg haben ihre Ruhe.
Mag auch ein paar rote Stricherl: Aber ich finde auch, Leute die sich billigste Grundstücke unter den Nagel reißen, WEIL es eben Flughafennähe ist, und danach fordern, der Flughafen möge doch wegen Lärms geschlossen werden sind einfach nur Heuchler und Opportunisten, die man ignorieren sollte.
Von Salzburg nur nach Wien zu fliegen ist wohl reinster Wahnwitz. Und wenn bald die Züge nach Wien weiter nach Schwechat fahren haben die Zubringerflüge auch keinen Sinn mehr.
Charterflüge von Hamburg nach Salzburg für einen Kärntenurlaub kann doch nur ein Witz sein. Für was gibt es denn einen Flughafen in Klagenfurt. Und überhaupt das ginge mit Nachtreisezüge ebenso.
Ich weiss dass die Engländer gerne Salzburg für den Katschbergbereich verwenden. Naja, von Salzburg zum Katschberg ist es nicht viel weiter als von Klagenfurt. Und London ist für einen Zug ein bischen weit weg.
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