Zwei Deosteine im Dauertest: Drei Jahre Steinzeit

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  • Das Klassiker-Deo (l.) hielt vier Monate, die Deo-Steine je nach Größe ein bzw. zwei Jahre.
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    foto: matthias cremer

    Das Klassiker-Deo (l.) hielt vier Monate, die Deo-Steine je nach Größe ein bzw. zwei Jahre.

Geruchsschutz mit Kristallen funktioniert tatsächlich und man spart bei der Verpackung

Manche Dinge brauchen halt manchmal etwas länger. Das mit dem Deo-Stein testen zum Beispiel, das war ein Projekt über die Jahre hinweg.

Zunächst einmal hatte der oberösterreichische Hersteller versprochen, der Stein vertreibe verlässlich Achselgerüche und reiche bis zu einem Jahr aus. Ich nahm ihn, verwendete ihn schön brav wie geraten - feucht machen, Achsel rubbeln, nochmal Wasser drüber und abtrocknen. Und siehe da: Der Stein spendete tatsächlich rund ein Jahr lang Geruchsschutz. Und zwar wirklich - das Ding wirkt.

Die doppelte Haltezeit

Als es dann im Geschäft galt, einen neuen Stein zu kaufen, folgte die Überraschung: Stand da doch tatsächlich ein neues Modell - der Stein war sichtlich gewachsen: "Hält bis zu zwei Jahre" war darauf zu lesen. Ziemlich maulheldenhaft, meinte ich und kaufte den Stein, um die Ankündigung zu falsifizieren.

Eineinhalb Jahre später war tatsächlich noch ein gutes Stück übrig - sicher mehr als ein Viertel. Da aber ein Urlaub anstand, kaufte ich ausnahmsweise wieder einmal ein normales Deo, so ein Roll-on mit Spendierkugel oben drauf. Dieses ist jetzt so gut wie leer - und der Test damit quasi abgeschlossen: Das Normalodeo hielt immerhin auch vier Monate.

Verpackungs-Reduktion

Allein verpackungsmäßig ist das jedenfalls schon ein deutlicher Unterschied: Das Normaldeo im Glasbehältnis plus die Plastikteile oben drauf sind ungeschaut schon mehr Materialaufwand als der Sockel und die Hülle vom Deostein.

Eine andere Frage ist, was im jeweiligen Deo dann wirklich drinnen steckt. Darüber hat das Magazin "Schrot & Korn" einen ziemlich aufschlussreichen Überblick zusammengestellt. Fest steht: Auch die Deosteine sind nicht ganz unumstritten. Aber dass der Deokristall hautreizend sei, wie im Jahr 2007 im Magazin "Öko-Test" behauptet wurde, konnte ich - genauso wie im Schrot & Korn-Artikel dargestellt - überhaupt nicht nachvollziehen. (Roman David-Freihsl, derStandard.at, 19.11.2012)

Zum Thema

Artikel zu Deos im Magazin "Schot & Korn"

Deo-Test aus dem Jahr 2007 im Magazin "Öko-Test"

Mehr zum Thema Verpackung und Verpackungsmüll in der neuen Öko-STANDARD-Beilage, die am 24. November erscheint.

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