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vergrößern 500x294Wien - In Wahlkampfzeiten darf der Satz nicht fehlen: "Alle werden zu Gewinnern", schickt Johanna Mikl-Leitner, Innenministerin und Chefin des Arbeiter- und Angestelltenbundes der ÖVP, voraus, als sie ihr neues Konzept für eine Reform der Pendlerpauschale anpreist. Demnach sollen die Fördersätze um durchschnittlich 14 Prozent steigen, wobei künftig nach Sprüngen von fünf statt bisher 20 Kilometern (siehe Grafik) gestaffelt werden soll.
Doch zählt auch die Umwelt zu den Gewinnern? Schließlich erkennen Kritiker in der Pendlerpauschale Anreize, die Autofahrerei zu fördern: So profitieren von den Steuerfreibeträgen besonders auch Gutverdiener, die sich ihren Traum vom Eigenheim in den Speckgürteln rund um die Städte erfüllen - mit schädlichen Folgen von hohen Infrastrukturkosten bis zum Verkehrsstau.
Einen Extrabonus für umweltbewusste Pendler sieht das VP-Modell nicht vor: Wer öffentliche Verkehrsmittel benützt, würde von der Reform nicht mehr profitieren als Autofahrer.
Stefan Schleicher von der Universität Graz bewertet die neuen Vorschläge denn auch zurückhaltend als "Beginn einer Diskussion". Der Ökonom plädiert für einen viel radikaleren Umbau der Pendlerpauschale, um die " Treffsicherheit" zu erhöhen - in ökologischer und sozialer Hinsicht. So sollte Pendlern ein Teil der Leistung nur zustehen, wenn sie eine Netzkarte vorweisen können, sagt Schleicher - Öffi-Benutzer würden also belohnt werden. Von diesem Prinzip müssten freilich Betroffene aus Gegenden ohne akzeptable Bus- oder Bahnverbindungen ausgenommen werden.
Weiters schlägt Schleicher vor, die Pauschale nach Einkommen zu staffeln und für alle, die mehr als die Höchstbeitragsgrundlage für die Sozialversicherung verdienen (derzeit 4230 Euro im Monat), zu streichen: Damit würden wohl viele freiwillige Speckgürtelbewohner rausfallen. Dritte Empfehlung: Direkte Ausbezahlung der Pauschale statt der aktuellen Steuerfreibeträge, die Kleinverdienern viel weniger bringen als Einkommensstarken.
Auch Mikl-Leitner sieht "massive Ungerechtigkeiten" im derzeitigen System. Das Prinzip der Freibeträge will die ÖVP dennoch beibehalten, aber auch unten etwas drauflegen, indem der Pendlerzuschlag von 141 auf 290 Euro erhöht wird. Die Pauschale soll es künftig aliquot für Teilzeitkräfte und Wochenpendler geben, die seltener als elfmal pro Monat zur Arbeit fahren. (jo, DER STANDARD; 20.11.2012)
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.. wenn jetzt Vielfahren und Weitenden noch zusätzlich gefördert werden soll. Und das ohne irgendeinen ÖKO-Anreiz. Im Gegenteil. Die ÖVP will weiter die Ansiedelung in Gebieten ohne öffentlichen Verkehrsanschluss fördern (anstatt dass sich die Leute in einem von Öffis erschlossenen Gebiet ansiedeln)!!! (damit der Bürgermeister am A... der Welt mehr Schäfchen zählen kann!)
Das sind ja echt Betonieret und Blockierer - ich hoffe die ÖVP fliegt aus der Regierung bei der nächsten Wahl.
Und der Spindelegger ist in Wirklichkeit nur der Hampelmann vom Prall.
Davon abgesehen ist der
So was von billig. Und die "Sicherheitsministerin" gestern in der ZIB- eingfach nur zum Fremdschämen, die eingelernten Stehsätze. Unfassbar.
Das Schlimmste daran, dieser ökolisch verantwortungslose, billige, populistische Verusch die Leute zu kaufen und einzuwickeln wird funktionieren.
Da wird dann auch schnell vergessen, wie etwa der U-Ausschuss abgewürgt wurde. Traurig.
Für Banken, Parteiförderung, korrupte Geschäfte und dummdreiste Wahlzuckerl hama immer genug Geld.
Im Jänner haben wir noch gehört, wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, wir müssen alle den Gürtel enger Schnallen.
Banken wurden schnell ausgenommen, weil alternativlos.
Parteiförderung wurde dann auch ausgenommen, weil uns Demokratie das Wert sein muss.
ESM und Streichung des Haftungsauschluß für andere EU Staaten aus dem EU Vertag war dann auch alternativlos.
Kreative Wahlzuckerl für mittelständische Autofahrer sind auch locker drinnen, die tolle Regierung will ja wiedergewählt werden.
Und das schlimmste ist, es wird funktionieren. Weil die denken ja als einzige an uns Autofahrer!!!!!
das Pendlerpauschale dient dazu, die Werbungskosten für die Fahrt von zu Hause zum Arbeitsplatz absetzbar zu machen. Kann dies nicht mehr über die Pendlerpauschale geschehen, sind die tatsächlichen Kosten abzusetzen (amtliches km-Geld - d.h. bei 25 km pro Fahrt und 200 Arbeitstagen im Jahr = 4200 statt 696). Und auf Grund der grundsätzlichen Regelungen über die Einkünfte im EStG wird dem der VwGH, das wette ich, sicherlich zustimmen.
lg
Dimple
Meiner Freundin wurde von ihrer Firma mitgeteilt, dass ihr Ansuchen auf die kleine Pauschale (696,-) wahrscheinlich abschlägig beschieden würde, weil ein Teil der Strecke per Werksverkehr bewältigt wird. Ihr wurde empfohlen, es mit der grossen Pauschale zu versuchen. Und mit dem Punkt der Unzumutbarkeit wegen Überschreitung von 90min Wegzeit bekommt sie dann womöglich 1476,-.
Natürlich hat das das FA zu bestimmen. Aber der Kollege, der das Formular entgegengenommen hat, hat ihr das offensichtlich aus Erfahrung gesagt. Und wieso sollte sie die Hälfte bekommen? Die Kriterien sind: Über 20km (sowohl KFZ als auch Öffentliche) und mehr als 90min mit den Öffentlichen.
werden also vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen.
D.h. wenn das steuerpflichtige Einkommen (grob: Brutto abzgl. SozVers) über 60.000 liegt, ist der Effekt durch das Pendlerpauschale 50% vom Pendlerpauschale.
Das Pendlerpauschale ist keine Subvention, keine Förderung, keine Sozialleistung, sondern reduziert die Steuerbemessungsgrundlage auf Grund von Werbungskosten (so wie ein beruflich genutzer privater Computer) und führt gegebenenfalls zu einer Rückzahlung zuviel gezahlter Lohnsteuer.
lg
Dimple
...nur die Auswirkung auf die Steuer bemisst sich am Durchschnittssteuersatz des Steuerpflichtigen.
Ich denke, die Formulierung "sie bekommt 1.476" war unglücklich gewählt. Gemeint war scheinbar, sie kann diesen Wert als Pendlerpauschale gelten machen.
Das war ja reinstes Kabarett. Wer da noch nicht verstanden hat, dass es nur ein komplett undurchdachtes Wahlzuckerl zum Stimmenkauf ist, dem ist ned zu helfen.
Nehmts die Pendlerpauschale, bitte - is alles kein Thema. Aber ned dafuer die OEVP/SPOE waehlen...
welche preiswert mit Lebensqualität auf dem Land wohnen wollen und einen gutbezahlten Beruf im Ballungszentrum ausüben.- Dafür gibt es Geld? Passt irgendwie nicht zu den ganzen Umwelt-, Parkpickerl- und Feinstaubdiskussionen.
dass Sie von und zum Arbeitsplatz kommen müssen, um den Job zu behalten.
Für jene, die keine Pendlerpauschale absetzen können, gibt es den Verkehrsabsetzbetrag von EUR 291 pro Jahr - d.h. umgerechnet in Werbungskosten werden mind. EUR 582 als Wegkosten steuerlich anerkannt. Was wollen Sie mehr?
lg
Dimple
Pendlerpauschale sollte man für alle streichen die ins Umalnd einer Stadt gezogen sind und dann rein pendeln.
Wer dort auf einem Bauernhof geboren wurde - ok, aber wenn da jemand freiwillig raus zeiht und dann alle anderen einstinkt (und die Kyotoziele für Österreich erschwert) dann sollte man das nicht auch noch finanziell belohnen!
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