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vergrößern 800x533Zerstörerischer Anthropozentrismus: Die editta braun company (Salzburg) zeigt am Donnerstag im Kosmostheater ihre neue Produktion "planet Luvos".
Wien - Tänzer reisen nicht nur viel, sie sind auch Aus- und Einwanderer, die gerne dort bleiben, wo sie sich einbringen können und ihr Auskommen finden. Darin findet nun das diesjährige Minifestival Tanzkosmos im Wiener Kosmostheater bis kommenden Samstag sein Thema: "migrating (e)motions". Festivalkuratorin Editta Braun hat sieben Arbeiten internationaler beziehungsweise österreichischer Tanzschaffender auf ihr Programm gesetzt.
Lina Maria Venegas und Juan Dante Murillo Bobadilla zum Beispiel kommen aus Kolumbiens Hauptstadt Bogotá. Sie lebt und arbeitet in Wien, er in Linz. Mit den Migrationsrealitäten in ihrem Heimatland befasst sich Venegas in How far to go? (Uraufführung: 20. 11.): Armee, Guerillas und Drogenkartelle liefern einander Auseinandersetzungen, die bisher fünf Millionen Menschen aus ihren Heimatregionen vertrieben haben.
Bobadillas Trio The Wrong Answer ... everything might change in a tiny second handelt von "Frage-Antwort-Situationen wie Bewerbungsgesprächen, Umfragen und sportlichen Wettkämpfen" - und dabei vor allem von der Kraft der falschen Antwort.
Kuratorin Braun zeigt ihr jüngstes Stück, planet Luvos. Darin begegnen die Menschen kurz vor ihrem Untergang befremdlichen Unterwasserwesen. Mit dieser Metapher führt Braun ein Denken ins Feld, das dem gegenwärtigen zerstörerischen Anthropozentrismus kritisch gegenübersteht.
Weiters zu sehen: Ein Stück über Die Schwimmerin Mirna Jukic von Andrea Hein und Julia Schwarzbachs loops and breaks, eine Arbeit über das Miteinander im gemeinsamen Spielen und Handeln. Überdies lassen die junge Polin Dorota Lecka eine Körpererzählerin und die Prosxima Dance Company aus Athen Erinnerungen zu Tanz kommen. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 20.11.2012)
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