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Den Haag/Bregenz - Der bei einem Lawinenunglück am 17. Februar in Lech am Arlberg in Österreich schwerverletzte niederländische Prinz Johan Friso hat nach neun Monaten im Koma erstmals Anzeichen von Bewusstsein gezeigt. Dabei handle es sich um das sogenannte Minimalbewusstsein, erklärte das niederländische Königshaus am Montag.
Dennoch sei die Prognose für den 44-Jährigen derzeit "sehr ungewiss", das Londoner Ärzteteam des Prinzen weiter "sehr besorgt". Bis es Klarheit über den Zustand des Prinzen gebe, werde es noch Monate dauern. Friso war bei Skifahren in Lech abseits der Piste verschüttet worden.
Nach dem Unfall lag Friso an die 20 Minuten unter den Schneemassen und erlitt einen Kreislauf-Stillstand, bevor er von Einsatzkräften wiederbelebt und in die Innsbrucker Uniklinik geflogen werden konnte. Nach Angaben seiner Ärzte erlitt er dauerhafte Schäden im Gehirn. Später wurde er in das Londoner Wellington-Krankenhaus ausgeflogen. Damals waren die Ärzte nicht sicher, ob der Prinz jemals wieder zu Bewusstsein kommen werde. Zum Zeitpunkt des Unglücks galt in der Region die zweithöchste Lawinen-Warnstufe.
Wegen fahrlässiger Körperverletzung hatte die österreichische Staatsanwaltschaft zunächst gegen Frisos Begleiter, einen Hotelier aus Lech, ermittelt. Die beiden waren viele Jahre lang befreundet gewesen. Das Verfahren wurde jedoch am 19. Oktober dieses Jahres eingestellt, weil beiden das Risiko bewusst sein hätte müssen. Der zweite Sohn von Königin Beatrix, der mit seiner nicht vom Königshaus gebilligten Hochzeit aus der Thronfolge ausgeschieden war, hatte vor dem Unfall bei der US-Investmentbank Goldman Sachs und bei einem britischen Lieferanten für atomare Brennstoffe gearbeitet. (APA, 19.11.2012)
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was sollt man im extremfall machen? patientenverfügung: arzt, tu deinen job, halt mich am leben, und reagier nicht auf die bitten von verwandten, die nur die abschaltung von maschinen fordern.
es denkt ja ein garnicht so geringer teil der bevölkerung inzwischen, das man denjenigen im koma ja nicht leiden lassen darf.
was ich bislang so gehört/gelesen hab, leiden die komapatienten ja nicht wirklich schmerzen, bloß eintönigkeit und routine (abgesehen von gelegentlichen besuchen durch verwandte/freunde).
locked-in ist nochmal ein eigenes kapitel, aber weitestgehend gilt das selbe.
und zu frisos zustand: ja, warscheinlich ist er quasi hirntot. aber sie kämpfen um ihn, wie ich es auch erwarten würde, wenn ich in der situation wäre.
...hat der Vorposter schon recht! Denn all jene, die sich - religiös - auf die Pflicht ausreden, Maschinen ja nicht abzudrehen, die einen quasi Hirntoten am Leben erhalten, übersehen die Tatsache, daß dieser Mensch ja von Gott bereits abgeschrieben ist und OHNE die Maschinen - sprich ohne dem Gott Mensch - ja bereits lange tot wäre. Wenn's heute einen gesunden Menschen fragen, ob er als geistiges Gemüse weiterleben wollen würde oder nicht, werden's unisono zu hören bekommen, daß er das Abschalten der Maschinen bevorzugt. Das Problem ist halt nur, daß man zum jetzigen Zeitpunkt so eine Entscheidung nicht mehr artikulieren kann. Deswegen ist es klug, bereits zu Lebzeiten ein derartigen Wunsch beglaubigen zu lassen.
Haben Sie eine Vorstellung davon, wie es ist, im eigenen Körper gefangen zu sein? Nicht reagieren können auf die Umwelt, aber trotzdem verschiedenes zu hören, zu sehen oder zu fühlen?
Wenn nicht, dann sollten Sie kein Urteil dazu abgeben, ob es gerechtfertigt ist, eine Maschine abzuschalten oder nicht.
(Ich spreche aus eigener Erfahrung und hatte bereits das Vergnügen, für kurze Zeit nicht mehr auf die Umgebung reagieren zu können, trotzdem aber zu hören, wie andere sprechen).
...das, was Sie aber hier vergleichen ist in diesem gegenständlichen Fall nicht so! Prinz Friso ist nicht gefangen! Dieser Vergleich mit dem Locked-In-Syndrom ist hier jetzt schon mehrfach gebracht worden... und jedesmal war es fehl am Platz! Dieser Mann liegt nicht im Koma, er ist quasi hirntot, seine Seele nicht in ihrem Körper gefangen! Im übrigen gebe ich kein Urteil ab, sondern propagiere die Meinung, daß man sich für SEIN Leben im vorhinein mit einer Verfügung (ähnlich zur schriftlichen Verweigerung zur Organspende in AT) entscheidet... oder dagegen!
Ich gratuliere Ihnen zur Ihrer Genesung, ganz ehrlich - aber glücklicherweise waren Sie nicht annähernd hirntot, sonst könnten Sie heute hier nicht mehr posten.
den Apalliker zu fordern, und das mit seinen eigenen Interessen, seiner Persönlichkeit.
Es ist wichtig, einen Menschen mit Apallischem Syndrom herauszulocken - aus einem eigenen Körper, in dem er gefangen ist. Das kann man am Besten, indem man ihn immer wieder mit Dingen konfrontiert, die ihn interessieren, und mit seiner Familie. Von großer Bedeutung ist, dass alle in seiner Umgebung wissen, dass er ein wacher Geist in einem gefangenen Körper ist. Sobald der Apalliker empfindet, hier wird nur "ein fast toter Körper" am Leben gehalten: findet er keinen Anreiz mehr, sich zu artikulieren. Er muss über seine Artikulationsschwelle hinaus wachsen.
Das geht - wirklich!
Ein Apalliker ist ein wacher Geist in einem nicht reagierenden Körper.
Das ist der verständliche Wunsch der Angehörigen, die Realität sieht leider anders aus. Wesentich ist vor allem die Ursache des apallischen Syndroms. Von einem wachen Geist in einem nicht reagierenden Körper zu sprechen wäre, wenn so etwas ein behandelnder Arzt sagte, zumindest grob fahrlässig. Tut aber eh keiner, dazu ist so eine Situation zu ernst.
das muss man gar nicht bezweifeln.
Es sind schon Menschen nach vielen Jahren aus dem Koma (Apallischen Syndrom) erwacht - und waren nach wie vor wache Persönlichkeiten.
Warum ist das so? Weil das Apallische Syndrom die Einkapselung des Geistes /Intellekts in seinem nicht reagierenden Körper beschreibt. Der Geist ist nicht direkt von einem Koma betroffenf, sondern der Körper. Es hängt nur davon ab, wie weit es der Umgebung gelingt, den Geist aktiv zu halten - wie bei einem Bettlägrigen, der in einem Dämmerzustand versinkt, wenn man ihn nicht beschäftigt.
Beschäftigt Apalliker mit Dingen, die ihn interessieren! er braucht Perspektiven - und wenn es ihm dann gelingt, seinen Körper wieder zu aktivieren, ist der erste Schritt zur Heilung getan!
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