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Die Website passiveaggressivenotes.com sammelt verärgerte Nachrichten aller Art. So gibt es dort natürlich die obligaten Nachrichten an Nachbarn, die zu laut sind. Oder Windschutzscheiben-Zettelchen mit der Inschrift: "Ich habe ihr Auto leicht geschrammt und jemand hat es gesehen. Jetzt schreibe ich Ihnen einen Zettel, weil ich so tun muss, als würde ich meine Kontaktdaten hinterlassen."
Ein besonderes Gustostückerl sind aber die anonymen Büro-Zetterlschlachten rund um gestohlenes Essen, aufdringlich niesende Kollegen und Tintenverschwendung. Besonders anfällig für Post-It-Auseinandersetzungen daher: Drucker, Kühlschränke, WCs und Kaffeemaschinen. Weitere Inspirationen für pointierte Nachrichten an Kollegen finden sich auch unter worklols.com und im Cheezburger-Network.
Wir suchen jetzt die besten Aggro-Nachrichten aus den Büros der derStandard.at-Leser. Was droht österreichischen Kühlschrank-Dieben? Welche genervte Büro-Dichtung wartet auf der Pinnwand? Wie sieht's mit Edding-Ermahnungen aus? (red, derStandard.at, 20.11.2012)
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1) Hab´mal auf einem Klo in einer Wohngemeinschaft, in der es schon lange Thema war, daß das WC von allen benutzt, aber nur von einer Person gereinigt wurde, einen Teller mit 50-Cent-Stücken gesehen, mit dem Zettel: "Die Klofrau dankt."
2) Über einer Kommune-Toilette hing ein aufwendig gestaltetes grün/rot/gelbes Schild, mit Foto von Bob Marley und dem Spruch:
"Stand up for your rights, but sit down for your piss"
(Hoffe, es fühlt sich niemand gstört, daß beide Fälle aus Piefkinesien (siehe Postings unten) :o)
Und einmal ist einem neuen Mitbewohner ein Aufsatz eines teuren KüchenDings kaputtgemacht worden. Er hat nicht rausgekriegt, wer es war.
Wir haben deswegen beschlossen, das Ersatzteil von TeuresMarkenKüchenDing zu besorgen und haben die anderen Bewohner gebeten, sich dran zu beteiligen, weils nur fair ist. Warum sollte der Neue das selbst zahlen, wenn sich keiner verantwortlich fühlt?
Die Reaktion war 1x gar keine und 1x ein wütendes "ich benutzte das Ding nicht, ich habs nicht kaputtgemacht, ich hab sowieso kein Geld". Das kam vom WirSolltenSozialerSein-Menschen.
Also haben wir das alleine gezahlt. Sozial!
In der 5erWG kaufen mein Freund und ich die meisten Lebensmittel ein (wir kochen täglich). Wir teilen gerne, allerdings bleibt dann meistens wenig bis nix für uns übrig...Die Lösung ist Name draufschreiben - aber dann TEILEN wir ja nicht mehr :(
Wir sind auch die einzigen, die die Fähigkeit haben, Toilettenpapier einzukaufen, ich wusste vorher auch nicht, dass das eine Fähigkeit ist. Einmal haben wir Klopapier bei uns gebunkert und wollten sehen was passiert, wenn wir es nicht nachfüllen.
Dann wurden uns halt die Küchenrollen gestohlen und aufs Klo gebracht.
Natürlich sind wir 2 auch die Einzigen, die mal auf die Idee kommen, Hausarbeit zu machen. Immerhin kann man 1 1/2 Mitbewohner dazu *auffordern*, konkrete Dinge zu tun
Es gibt einen Unterschied zwischen "passiv-aggressiv" und "sich wie ein erwachsener Mensch zurückhalten statt den anderen verbal anzurotzen" bzw. "Zettel schreiben, weil man sich nie sieht/um etwas vorwegzunehmen".
Passiv-Aggressiv wird oft als eine Art Schimpfwort gegen Selbstbeherrschung, die man selbst nicht hat, fehlgenutzt.
(Sehen Sie, wie ich grad NICHT schreibe "Sie Idioten von derstandard haben keine Ahung, was das Wort heißt, wollen es aber anprangern!!1!11!KOFFA!1!!"? Das heißt nicht, dass ich automatisch passiv-aggressiv agiere. :D)
Übrigens, nicht irrelevant: http://mynnia.soup.io/post/2882... gressive-I
Arbeitete in einem Land, in welchem es nicht immer Klopapier gibt und wo es daher im Büro auch kein Klopapier gab. Daher hatte ich immer eine Rolle im Schreibtisch, woran einige Kollegen partizipierten. Als über Nacht die ganze halbe Rolle verschwunden war, stellte ich die Klopapierversorgung ein und schrieb auf einen Zettel: use your hands. Am nächsten Morgen fand ich meinen Schreibtischsessel zerbrochen und einen Zettel worauf stand: Shut your filthy mouth and watch out when you are alone at home.
das letzte schnitzel – vom mittagessen übrig geblieben – lag kalt auf einem salatteller im kühlschrank. um sicherzustellen, dass mein älterer bruder es nicht vor mir aß, leckte ich es vorsorglich ab und legte einen zettel bei: „das schnitzel ist abgeschleckt!".
einige stunden später wollte ich dann das schnitzel essen. auf meinem zettel stand: „ich auch".
In meiner WG damals war es so, dass die Mitbewohner generell ein Drittel meiner Sachen gefressen und ein weiteres Drittel in einen entlegenen Winkel des Kühlschranks verschoben haben.
Die einzige mögliche Lösung war für mich, immer dreifach einzukaufen – nur so konnte ich den Hausfrieden beibehalten.
Auf der einen Toilette hier hängt das übliche ausgedruckte Schildchen "Ein Blick zurück, ein Griff zum Besen, und keiner kann deine Spuren lesen".
Kontrastprogramm:
Auf der anderen Toilette hing letztens eines "Bei Spühschiss bis unter den Rand gefälligst Klobesen benützen!!!"
Ich hab genau ein Mal im Studentenheim diesen billigen Schmäh probiert -- und vor dem grindigen Volltrottel, der ständig Milch gefladert hat, behauptet, dass ich eins der Packerln im Kühlschrank mit Abführmittel versetzt hätte, was natürlich nicht stimmte.
[Eine gute Woche später hatte ich den Dünnschiss meines Lebens; vermutlich hat sich der Dieb für die nie existiert habenden Laxative "bedankt".]
Mir is der Sinn von diesen Nachrichten sowieso unklar.
Wenn an irgendeiner Sache so eine aggressiv-provokante Nachricht draufsteht dann nehm sie gerade deswegen weil ich mich,wenns mich vorher nicht betroffen hat,beleidigt fühl.
Beispiel?Wir hatten in der WG(4er) mal ein fettes Stück original vorarlberger Bergkäse im Kühlschrank den unser liebenswerter Mitbewohner mit der Aufschrift "NO LO TOQUES,HIJO DE PUTA!!" versehen hatte...der hat genau 2 Tage gehalten :-)
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