Trafikanten blasen zum Kampf

19. November 2012, 13:43

Tabakmonopolgesetz: Trafikanten beklagen seit Jahren gleichbleibende Handelsspanne und drohen mit Streik

Wien - Des einen Freud, des anderen Leid: Während die Änderung des Tabakmonopolgesetzes für Konsumenten aller Voraussicht nach keine Auswirkungen in Richtung höherer Zigarettenpreise haben dürfte, fühlen sich die Trafikanten stark betroffen und blasen zum Kampf. Auch eine Streikdrohung steht im Raum: "Unsere Kampfmaßnahmen können bis zum Streik gehen", kündigte die stellvertretende Obfrau der Trafikanten, Gabriele Karanz, am Montag bei einem Pressegespräch an.

Die Trafikanten fühlen sich hintergangen, weil ursprünglich eine andere Variante auspaktiert gewesen war als die, die vergangene Woche den Nationalrat passierte. Im Wesentlichen geht es darum, Geld für den Solidaritätsfonds der Trafikanten zu beschaffen. In den kommenden drei Jahren wird die Industrie nun verpflichtet, den Topf zu füllen. 2013 müssen die Hersteller je 1.000 Stück Zigaretten 50 Cent abführen, 2014 dann 30 Cent und 2015 zehn Cent. Das soll in Summe rund 12 Mio. Euro einspielen.

Trafikanten-Obmann Peter Trinkl erwartet, dass die Tabakindustrie die Abgabe selber schultert und nicht an die Raucher weiter gibt. "Es gibt fast keinen Grund an der Preisschraube zu drehen." Die Belastung betrage für die Hersteller 1 Cent pro Packung.

Gleichbleibende Handelsspanne

Der ursprüngliche Änderungsentwurf sah vor, dass Hersteller billiger Zigaretten entweder die Preise auf mindestens 3,81 Euro pro Packung anheben oder 3 Euro je 1.000 Stück Zigaretten in den Solidaritätsfonds einzahlen. Diese Variante hätte eine Preiserhöhung zur Folge gehabt, die den Trafikanten eine höhere Spanne gebracht hätte. Trinkl beklagte heute eine seit Jahren gleichbleibende Handelsspanne von etwa 50 Cent je Packung. "Was jetzt herausgekommen ist, ist eine Pseudo-Hilfe, die zu Trafikantensterben führt."

Das Geld aus dem Fonds soll nämlich nur einem Bruchteil der heimischen Trafikanten zu Gute kommen, kritisierte Trinkl. Vor allem jenen in Grenzregionen, denen der Schmuggel aus dem benachbarten Ausland besonders zusetzt. Etwa 300 Trafiken soll so das Schließen "erleichtert" werden. In Österreich gibt es 2.700 Tabakfachgeschäfte und etwa 4.300 sogenannte verbundene Trafiken, die eine Lizenz haben und auch Tabakwaren anbieten dürfen (wie Tankstellen, Gasthäuser, Lebensmittelgeschäfte usw.). Vor 20 Jahren habe es noch etwa 13.000 bis 14.000 Trafiken gegeben. Mit in Summe 7.000 Verkaufsstellen habe man das untere Limit nun erreicht, so Karanz.

In Österreich werden jährlich etwa 13 Milliarden Stück Zigaretten verkauft, allerdings 17 Milliarden geraucht - zumal nicht alle Zigaretten in Österreich gekauft werden. (APA, 19.11.2012)

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Nägel mit Köpfen könnte man so erzeugen ...

http://hochkomma.blogspot.co.at/2011/07/k... hland.html

andere weniger gefährliche Giftstoffe sind schon lange aus dem Verkehr gezogen worden.

Mich stört der Gestank und die Rücksichtslosigkeit.

Den Zigarettengestank hat man überall. In fast allen Wirtshäusern, in der U-Bahn, im Zug, in den Wartebereichen, in vielen Geschäften, in der Tankstelle, in der Bäckerei...

Weshalb dürfen Raucher andere pausenlos belästigen? Und warum dürfen die ihren Mist überall entsorgen und werfen die Stummel einfach auf den Boden? Warum dürfen die mein Gewand und mein Essen verstinken?

Wenn ich andere mit einem Kuhstall - Duft besprühe hätte ich schnell Probleme, aber das macht keinen Krebs oder Herzinfarkt. Wieso glauben Raucher dass sie ein Recht auf Rücksichtslosigkeit haben?

In welchem Land...

...leben Sie "Armer" denn? Wo befindet sich denn dieses verabscheuungswürdige "Mekka für Raucher" wo in der U-Bahn, in Zügen... und in Bäckereien geraucht werden darf? :-/

Ich sage nicht dass geraucht werden darf.
Ich sage, dass man dort raucht.

In der Lokalbahn am Klo und in der Räumen der Schaffner wohl in jedem 10 Zug.
Es stinkt im ganzen Wagon.

In der U-Bahn: fragten Sie sich nie wo die Tschickstummel herkommen?

In der Bäckerei - immer dort wo sie auch einen kleinen Lokalbereich haben. Grauslich zum Quadrat!

Den zig-Tausend fachen Tod verkauft, dazu den Menschen mit dümmlichem Glücksspiel das Geld gestohlen - und jetzt jammern?

Als nächstes kommt dann vielleicht noch ein weinerlicher Artikel, in dem jemand für die verlorenen Arbeitsplätze bei der Austria Tabak eine Krokodilsträne zerdrückt?

Auf Beihilfe zum Massenmord sollte Arbeitslager stehen. Dort könnte man den Herrschaften dann die Spanne passend erhöhen.

Dämmlichere aussagen hörte ich noch nie,wurde jemand gezwungen den zigfachen tod zu kaufen oder das dümmliche Glückspiel mitzumachen?
Stellen Sie mal Ihre Arbeit vor damit wir darüber reden können.

Ooooh. Endlich traut sich so ein Drogendealer vor den Vorhang...

Waren sie schon mal in einem Krankenhaus auf der Onkologie zu Besuch? Oder auf der Palliativ-Station gleich daneben?

So wie Sie schreiben kennen Sie wahrscheinlich kein Schamgefühl oder schlechtes Gewissen - aber schauen Sie sich trotzdem mal ein paar Lungenkrebs-Patienten an. Man muß ja nicht gleich aus hochtrabend moralischen Gründen schlecht schlafen, simple Angst reicht auch.

Verzeihen Sie mir die Frage:

Haben Sie schon einmal um einen Therapieplatz angesucht ?
Die Zeiten, als man Menschen in Arbeitslager geschickt hat, glaubte ich eigentlich überwunden.

Als nächstes gehen dann die Wirte, mit ihnen die Bierbrauer, die Weinbauern ?

Danach alle in der Autoindustrie Beschäftigten ?

Es gäbe genug Arbeit in den Lungenheilanstalten - das wäre der gerechte Ausgleich für jahrzehntelanges Dealen mit altväterlichen "Kulturgut", das 6 Millionen Menschen jährlich weltweit bei "normalem Gebrauch" tötet.

http://www.welt.de/wissensch... ndert.html

Mir gehen diese Komiker einfach auf die Nerven - Welche passende Bestrafung würden Sie denn vorschlagen?

Therapiekosten aller Lungenkrebs-Patienten aus dem Viertel der Trafik übernehmen?

Für jeden Krebstoten 168 Stunden durchgehend die Glücksrad Show mit Peter Rapp anschauen müssen?

In diesen vom Staat geschützten Bereichen werden ja ach so gern "wohlerworbene Rechte" verteidigt und "unabdingbare Forderungen" gestellt.

Und am Ende darf wieder ich mit meinen Steuern und Sozialabgaben alle Kosten dafür bezahlen - während diese Gauner sich ein gemütliches Leben machen.

Und was ich am allerwenigsten mag:

Wegen Straßenstrich oder Spielautomaten gibt es lange ideologische Diskussionen und schlechte Gesetze. Aber zig1000 Tote pro Jahr sind kein Problem?

Den Therapieplatz brauchen andere nötiger...

Sie wollen wirklich Menschen bestrafen die zw.60 und 70 stunden im Geschäft stehen damit sie ihren Lebensunterhalt schaffen?
Ihre göttliche Arbeit würde ich gerne wissen.

Ich tippe auf Ex-Raucher, oder im Lotto nix gewonnen....so oder so, ein frustrierter Troll halt. ;)

So schaut's aus mit der Giftlerlobby ... Ist das nicht Massenmord?

http://derstandard.at/134516434... efuerchtet

Die Dreckschleuderverkäufer können ma den Schuah aufblosn

Du könntest vl.was anders Bl..

danke,

bin a) zum Glück nichtraucher
und b) tun mir jene leid , die nicht von der Sucht loskommen obwohl sie es shcon öfters versucht haben
daher kein Mitleid mit den TraffikantenInnen

"Unsere Kampfmaßnahmen können bis zum Streik gehen"

JA!
Bütte, bütte, bütte!
Endlich haben Sie kapiert, dass das Zeug keiner braucht!

Ich brauchs schon,wenn sie es nicht brauchen,Interessiert auch keinen.

Die Hälfte der TrafikbesucherInnen sind gesellige Zeitschriften interessierte,

Lottospieler und an Orts-Tratsch interessierte NichtraucherInnen.
Bei uns jedenfalls.
Der Billa oder Hofer hat halt nicht das Angebot an Zeitungen und Magazinen, wie die Trafik.
Und nur Krone, Kurier ist auch öde für die gebildetere ÖsterreicherIn und auch für den gebildeteren Österreicher.

Kann ich mir nicht vorstellen, das muss dann schon ein ziemlich ödes Kaff sein.

vor drei monaten das letzte mal geraucht

Streikts halt.

Sag nur:
Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien...

Mal ehrlich: Was würde so ein Streik bringen? Ich glaube nicht, dass Raucher deswegen weniger Zigaretten kaufen; gehen halt statt dessen zum nächsten Automaten. Ich glaube, dass Trafiken so entbehrlich sind, dass das nicht mal jemanden groß stören würde.

und die automaten

füllt wer auf?
die gleichen typen die für nachschub beim bankomat sorgen, oder wie? *kopfschüttel*

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