Fall Wastl: Psychiatrisches Gutachten liegt vor

"NÖN": Verdächtiger zurechnungsfähig - Entscheidung über Anklage in den nächsten Wochen

Wiener Neustadt - Im Fall der seit elf Jahren aus Wiener Neustadt verschwundenen - und nach Darstellung des Verdächtigen tödlich verunglückten - Heidrun Wastl liegt nun ein psychiatrisches Gutachten vor, berichteten die "NÖN" (Niederösterreichische Nachrichten) am Montag. Die Expertise attestiere dem in U-Haft befindlichen Mann Zurechnungsfähigkeit zum damaligen Zeitpunkt.

Damit seien die Monate dauernden Ermittlungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft wolle in den nächsten Wochen entscheiden, ob der Mann angeklagt wird, bestätigte Sprecher Erich Habitzl. Die U-Haft wurde kürzlich um zwei weitere Monate verlängert.

Am 28. September 2001 hatte die Frau ihren sechsjährigen Sohn zu Mittag von der Schule abholen wollen, kam dort aber nie an. Der 41-Jährige hatte bereits damals zum Kreis der Verdächtigen gezählt und wurde heuer im Mai aufgrund dringenden Tatverdachts festgenommen. Er gab in der Folge an, mit der Kindergartenhelferin in einem Wald in der Buckligen Welt spazieren gewesen zu sein, wobei sie stürzte und sich tödlich verletzte. Aus gerichtsmedizinischer Sicht gibt es laut Staatsanwaltschaft jedoch Zweifel an der behaupteten Unfallversion. Die Leiche der damals 37-Jährigen wurde bis dato nicht gefunden. (APA, 19.11.2012)

Share if you care