EU-Kommission für mehr Computer-Kompetenz in der Schule

19. November 2012, 13:20

Auch unternehmerische Kompetenz stärken

Die EU-Kommission fordert mehr Computer- und unternehmerische Kompetenz in der Schule. Die sei in von grundlegender Bedeutung für die Vorbereitung junger Menschen auf den Arbeitsmarkt. Die Schulen würden diesen bereichsübergreifenden Kompetenzen noch immer nicht ausreichend Rechnung tragen, verglichen mit Lesen, Schreiben, Mathematik und Naturwissenschaften, erklärte die Brüsseler Behörde am Montag.

Einheitliche Verfahren zur Bewertung von Bürgerkompetenze

Dieses Problem hänge zum Teil mit Schwierigkeiten bei der Bewertung zusammen. So gebe es lediglich in elf europäischen Ländern (Flämische Gemeinschaft in Belgien, Bulgarien, Estland, Irland, Frankreich, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien und Finnland) einheitliche Verfahren zur Bewertung von Bürgerkompetenzen, deren Ziel die Entwicklung eines kritischen Denkens und einer aktiven Beteiligung an Schule und Gesellschaft ist. Für unternehmerische Kompetenz und für Computerkompetenz gibt es in den 31 Ländern, die an der Umfrage teilgenommen haben (27 EU-Mitgliedstaaten, Kroatien, Island, Norwegen und Türkei), überhaupt keine derartigen Verfahren.

"Wir können nur dann wettbewerbsfähig bleiben und die Chancen der wissensbasierten Wirtschaft nutzen, wenn wir Kindern und jungen Menschen die dafür notwendigen - auch bereichsübergreifenden - Kompetenzen in die Hand geben," sagte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou.

'Neue Denkansätze für die Bildung'

"Diese Studie zeigt, wo noch Verbesserungen möglich sind und vor allem, was wir tun müssen, um unserer Jugend bessere Chancen zu eröffnen. 'Neue Denkansätze für die Bildung', eine politische Initiative, die ich morgen einleiten werde, soll konkrete Vorschläge hierfür liefern." Bereichsübergreifende Kompetenzen werden im Allgemeinen im Rahmen anderer Fächer vermittelt, und die nationalen Lehrpläne der meisten Länder umfassen Computerkompetenz, unternehmerische Kompetenz und Bürgerkompetenz. Es ergibt sich jedoch ein ungleiches Bild. Neun Länder (Deutschland, Niederlande, Italien, Griechenland, Rumänien, Irland, Dänemark, Flämische Gemeinschaft in Belgien und Kroatien) sehen auf Grundschulniveau offiziell keine unternehmerische Bildung vor, Computerkompetenz hingegen wird mit Ausnahme von Kroatien in allen Ländern in der Grundschule vermittelt.

Der Bericht wird im Auftrag der Kommission vom Eurydice-Netzwerk erstellt, dem 38 nationale Stellen in 34 Ländern angehören (EU-Staaten, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Serbien und Türkei). Eurydice wird von der EU-Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur koordiniert und geleitet.(APA, 19.11.2012)

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8 Postings
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Die Europäische Kommision tut eh genug,

Schüler lernen heute dank EU Initiative wie man die Vorratsdatenspeicherung austrickst, Netzsperren umgeht, VpN Tunnels einrichtet.

für das Leben morgen sind das wichtige Skills

die VDS quasi spielerisch nutzen um wichtige Skills zu lernen.

Die EU-Kommission fordert mehr Computer- und unternehmerische Kompetenz in der Schule.

Dann bitteschön keine Microsoft-only-Dodel-Kurse, Ausbildungen und FH-Studiengänge mehr subventionieren!

Kompetenzen sollen im allgemeinen EDV-Verständnis gelehrt werden müssen!

Die Generation, die noch Windows 98 lernen durfte, ist mittlerweile in den Betrieben dank Windows 7 / 8 nicht mehr auf dem Laufenden und völlig überfordert!

Speziell auch dank der Office-Dodel-Kurse.

Sobald die Icons anders aussehen, wie noch vor Jahrzehnten gelernt, hängt der "Haussegen" sehr schief. Ja sogar die Chefetagen erleben ein böses Erwachen ;-)

In meiner Hauptschule hab ich damals im Freifach EDV noch unter MS-Dos folgendes bedienen gelernt: Norten Commander, LOGO, WordPerfect, Pascal, irgendein CAD-Programm, wenn Zeit war haben wir auch mitgebrachte Programme oder Spiele installiert. Man hat mir viele Grundlagen beigebracht. 20 Jahre später schaute die Ausbildung so aus: Microsoft Office Version X bedienen und Internetsurfen. War schockiert wie wenig Schüler heute über einen Computer wissen, die wissen weder wie ihr OS heißt, noch wie sie Dateien finden wenn die nicht unter EigeneDateien liegen oder diese öffnen können wenn kein Prog. vorgeschlagen wird. Es fehlen Grundlagen, wenn man die kann, ist das Programm(MS/Libre Office) oder OS (Win/Linux/Mac) wurscht.

Förderung freie Software

Nur Software die das Recht sie zu untersuchen und zu verstehen garantiert, kann bilden.

Proprietäre Software hat daher in Bildungseinrichtungen die das Verstehen lehren möchten nichts zu suchen, weil diese genau dieses Recht verwehrt!

Freie Software hingegen garantiert es.

Bin momentan Schüler an einer HTL und hab einige Mitschüler, die bis zum heurigen Jahr nicht einmal wussten, dass Linux existiert, bzw. dass ihr Android-Smartphone im Prinzip mit Linux arbeitet. Aber wirklich schockierend fand ich, dass die meisten davon in der Unterstufe im Informatik-Unterricht lediglich den Gebrauch von Office erlernten und ein paar wenige auch ein bisschen Bildbearbeitung mit GIMP machten, weil die Lehrer (laut den Aussagen meiner Mitschüler) sich nicht wirklich sicher waren, was sie sonst unterrichten sollten. Wie wäre es denn mit Hardware Grundlagen oder ein bisschen Kommandozeilen-Befehle?

wozu braucht ein eppl "kommendozeilenbefehle"

geht ja eh alles "klickibunti"

dann schreiben sie mal ein Programm mit Klicki Bunti.

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