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Wien - Vorschläge zur Reform der Familienförderung stehen derzeit hoch im Kurs: Am Montag meldete sich wieder einmal die Industriellenvereinigung (IV) zu diesem Thema zu Wort und stellte ein neues Modell vor. Jenes Modell, das die IV Anfang des Jahres mit der Arbeiterkammer (AK) präsentiert hat, wurde weiterentwickelt. Es besteht aus drei Säulen, wie IV-Generalsekretär Christoph Neumayer bei einer Pressekonferenz erklärte: Einer "Familienbeihilfe Neu", einem "Kinderbildungsbonus" als Steuerleistung und dem Ausbau der Kinderbetreuung. Kosten soll das nicht mehr als das gegenwärtige System.
Die Familienleistungen seien nicht transparent, außerdem gebe Österreich viel Geld aus, weise aber eine relativ niedrige Geburtenrate auf, meinte Neumayer. Mit dem vorgelegten Modell will man aber vor allem auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken und die Erwerbstätigkeit von Frauen verbessern.
Geldleistungen zusammenfassen
Alle Geldleistungen sollen nach Wunsch der IV zu einer einzigen Familienbeihilfe zusammengeführt werden. Für jedes Kind bis 14 Jahre sind 200 Euro pro Monat vorgesehen, ab 15 dann 220 Euro. Zuschläge gibt es für behinderte Kinder (140 Euro) und Alleinerziehende (50 Euro). Im Unterschied zu jenem Modell, das Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) jüngst vorgestellt hat, seien die Zahlungen etwa unabhängig von der Zahl der Geschwister, erläuterte Christian Friesl, Bereichsleiter Gesellschaftspolitik der IV.
Der "Kinderbildungsbonus" wiederum soll alle steuerlichen Einzelmaßnahmen ersetzen. Steuerpflichtige Eltern könnten demnach (mit Rechnungen) Ausgaben für Kinderbetreuung und Bildung im Ausmaß von 800 Euro pro Kind und Jahr für Kinder bis 14 steuerlich absetzen. Nutzen es beide Eltern, sind es zwei Mal 500 Euro pro Kind und Jahr. Fällt keine Einkommenssteuer an, soll man diese Leistung im Umfang von 330 Euro pro Kind in Anspruch nehmen können. Bei häuslicher Betreuung soll es nach diesem Modell übrigens nicht mehr reichen, dass sich ein Familienmitglied einige Stunden weiterbildet, Voraussetzung sollen professionelle Ausbildungen, etwa zur Tagesmutter, sein. Im Unterschied zu einem Kinderfreibetrag bringe dieser Vorschlag Anreize zur Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit und Bildung, betonte Friesl.
Kinderbetreuung ausbauen
Zuletzt will die IV mehr Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung. Mit durchschnittlichen Ausgaben von 100 Mio. Euro jährlich an Bundesinvestitionen sollen in vier Jahren u.a. 35.000 neue Plätze für Unter-Dreijährige geschaffen und die Öffnungszeiten von 70.000 Plätzen erweitert werden. Die Länder sollen noch einmal die selbe Summe investieren.
Das Kinderbetreuungsgeld soll bestehen bleiben, die längste Variante aber mittelfristig auslaufen. Kosten würde das Modell jedenfalls rund 4,9 Mrd. Euro, das sei so viel wie jetzt, meinte Friesl. Gewinner des Modells sind laut Friesl jene, die in die eigene Erwerbstätigkeit und Bildung der Kinder investieren, demografisch eher Jüngere, die nicht über so viel Einkommen verfügen. Verlierer wären demnach tendenziell Alleinverdiener und Familien mit mehreren älteren Kindern.
Neuerungen gegenüber dem mit der AK präsentierten Modell seien vorwiegend die Altersstaffel bei der Familienbeihilfe und der "Kinderbildungsbonus", sagte Friesl. Das ursprünglich vorgesehene Gutscheinsystem passe vielleicht nicht so zur heimischen Kultur, erklärte Friesl, warum man nun doch wieder auch auf eine Steuerleistung setzt. (APA, 19.11.2012)
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Verstehe überhaupt nicht, wieso Alleinerziehende automatisch 50 Euro im Monat mehr bekommen sollen. Sicher sind viele alleinerziehende armutsgefährdet. Es gibt aber auch welche, die gut verdienen, wieso man da nur wegen des Statusses alleinerziehend mehr Geld erhalten soll, erschließt sich mir nicht ganz.
Und wieso die Betreuungsabsetzbarkeit von 2300 auf 800 sinkt und das dann besser zur Förderung der Erwerbstätigkeit sein soll als bisher, verstehe ich auch nicht ganz.
Sozialer Aufstieg wird mit dem Bildungsbonus sicher nicht gefördert. 330 Euro pro Kind und Jahr für Nachhilfe oder ähnliches sind ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn Du aus einem bildungsfernen Haushalt kommst und einmal Problem in der Schule haben solltest. Und dass die Unternehmer (=Einkommenssteuerzahler) natürlich besser behandelt werden ist bei der IV eh selbstverständlich.
na geh, bei unserem tollen schulsystem braucht man doch keine nachhilfe! noch dazu schon gar nicht wenn dann die ganztagsschule kommt. da sind die lehere eh alle so gut ausgebildet, und gut bezahlt, dass sie mit freuden den kindern am nachmittag die nötige hilfestellung geben werden!
Die meisten Trägerorganisationen haben hinreichende Sozialstaffelungen der Elternbeiträge. Von diesen sozial gestaffelten Beiträgen können dann (von über GeringfügigkeitgrenzeErwerbstätigen ) noch 800,- bei Alleinverdiener- /Alleinerzieherfamilien, oder 2x500,- bei Doppelverdienern abgesetzt werden. Wenn einer der Partner so wenig verdient, dass er/sie noch keine LSt oder ESt zahlt, kann er/sie bis zu 330,- geltend machen. Damit werden den Haushalten in den Einkommensdezilen 1-8 durchschnittlich die Hälfte der Bildungs- und Betreuungskosten rückerstattet!
Sie haben aber durchaus recht: bei den horrenden Preisen der Nachhilfeinstitute sind auch die 1000,- pro Kind zu wenig!
Also macht jetzt die Industriellenvereinigung die Familienpolitik - bezw würde sie gerne "machen"?
Da muß man sich sofort fragen, zu welchem Nutzen solche Bemühungen unternommen werden. Und wenn ich dann lese, es sollen 35.ooo "Mini-Kleinkinder" unter 3 Jahren zusätzlich in außerhäusliche Betreuung kommen, ist die Katze ja aus dem Sack. Die Industrie braucht billigst Arbeitskräfte, also Frauen. Die Gschrappen sind da nur im Weg. Die Familieneinkommen sind gottseidank so gesunken, daß die Frauen eh froh sind, wenn sie sich außerhäuslich betätigen dürfen. "Anreize zur Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit" genannt...
Steuerzahler sorgt ergo mit seinem Geld für die Grundlagen, die es ermöglichen, daß die Industrie die Löhne tief halten kann
schlund-wohlbehagens-gieromantie-behagensabgabe
inden-ar-sch-den-tro-tteln-die-ihen-die-euros-einwerfen
selbst-bewe-ihräucherungs-selbstverständis-godder-kräulen
gebts es - gott ist gross - wir sind besser
Ja ist halt schon schwer für die IV, nachdem die Industrie so abgewandert ist sucht man sich mangels Arbeit im Verein halt andere Betätigungsfelder, dann macht man sich halt über Kinderbeihilfe Gedanken wen einem das Kaffeetrinken zu fade wird.
Die IV solte Ihre Position nützen das ganze Staatsgefüge in zukünftig sinnvolle Bahnen zu lenekne. Das punktuelle Herumdoktern hat uns ja in diesen fürchterlichen Abwärtstrend an allen Ecken geführt
Bildung
Forschung
Standort
Infrastruktur
Soziales
Finanzen
........
überall gehts nach unten (80% liegt bei uns selbst als stumpfsinnige Wähler der Oligokleptokraten)
ein anderer Vorschlag:
die Mitgliedsbetriebe der IV zahlen jedem Mitarbeiter ab sofort 300-400 Euro netto mehr pro Monat.
Damit würde sich der Staat sofort viele Beihilfen ersparen, welche im Grunde genommen Quersubventionen an diese Unternehmer sind.
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