Ikea in Italien unter Druck

19. November 2012, 12:55

Gewerkschaften klagen über inakzeptable Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne

Rom  - Ikea ist in Italien unter Druck geraten. Seit einigen Wochen protestieren die Mitarbeiter einer Gesellschaft, die mit dem Warenumschlag im italienischen Ikea-Zentrallager im norditalienischen Piacenza beauftragt ist, für bessere Löhne. Die Gesellschaft, die hauptsächlich Migranten mit befristeten Arbeitsverträge beschäftigt, wird beschuldigt, die Mitarbeiter zu inakzeptablen Arbeitsbedingungen zu zwingen und Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz nicht zu berücksichtigen.

Als Reaktion auf den Protest kündigte die Gesellschaft die Kündigung von 107 Arbeitern an. "Betroffen sind vor allem jene, die bei den Protesten vermeintlich besonders aufgefallen bzw. gewerkschaftlich organisiert sind", verlautete aus linken Gewerkschaftskreisen in Piacenza. Wegen des Arbeitnehmerprotests kam es in den vergangenen Tagen zu Engpässen bei den Ikea-Lieferungen an die Möbelhäuser in ganz Italien.

In den vergangenen Tagen haben zudem in einigen Städten Italiens Solidaritätsaktionen stattgefunden. Vor und in Ikea-Filialen wurden Flugblätter verteilt. Im Internet wurden Solidaritätsbekundungen sowie Boykott-Aufrufe gegen den schwedischen Möbelriesen veröffentlicht.

Italien erweist sich trotz der Wirtschaftskrise als Eldorado für Ikea. Das Möbelhaus meldete für 2011 in Italien ein 6,5-prozentiges Umsatzwachstum auf 1,2 Mrd. Euro. 2010 war der Umsatz in Italien um elf Prozent gestiegen. Ikea ist in Italien mit 20 Möbelhäusern präsent, die 6.600 Personen beschäftigen. (APA, 19.11.2012)

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13 Postings
Ikea in Griechenland

Ärger um Ikea in Griechenland
Wassilis Aswestopoulos 21.11.2012
Das Unternehmen will allen Mitarbeitern kündigen und niedrigere Einzelverträge abschließen,
...
Bislang liegt das Einkommensniveau der Ikea-Beschäftigten im Verkauf auf dem Niveau von 600 Euro monatlich.
...
Interessant ist, dass das Preisniveau der Ikea-Produkte in Griechenland weit über dem liegt, was Kunden in deutschen Ikea-Märkten zahlen müssen.

http://www.heise.de/tp/artike... 036/1.html

Ikea produzierte

In Gefangenenlagern in der DDR,
Produziert nun in China ..
Verhandlungen mit Nordkorea sind zum Glück gescheitert...
http://programm.ard.de/TV/wdrfer... 6624768529

Was für ein Sch**sskonzern! In Griechenland bekamen die MitarbeiterInnen heute neue Verträge vorgelegt - entweder mit -11% bis -15% Lohn neu unterschreiben oder es droht die Entlassung. Spontane Arbeitsstopps gerade, morgen soll es 24h-Streik geben: https://twitter.com/mp_anana/... 13/photo/1

Wenn man überlegt, wie man in Italien mit Jungakademikern umgeht, dann muß man sich nicht wundern, wenn auch Leiharbeiter nicht viel besser behandelt werden. Naja, immerhin werden diese wenigstens notdürftig vom Lohn überleben können, während viele Uni-Absolventen ja sogar längere Zeit mehr oder minder gratis als "Praktikanten" Vollzeitjobs erledigen, während sich die Gewerkschaften wieder mal einmauern und nur um die ohnehin fast unkündbaren Altmitglieder kümmern.

Natuerlich!
Das ist ganz im Interesse der Gewerkschaften. Durch diese Separation in zwei Lager hat sie sich die eigene Existenzberechtigung gesichert.
Und je schlechter die Arbeitnehmer ohne fixe Vertraege behandelt werden desto eher bleiben die Arbeitnehmer mit fixed Vertraegen bei der Gewerkschaft.
Man hat ja logischerweise Angst in der anderen Gruppe zu landen! Also je schlechter es "den Anderen" geht umso besser fuer die Gewerkschaft!

Dass es ohne ueberpriviligierte fixe Vertraege gar keine andere Gruppe gaebe ist den Gutmenschen in den Gewerkschaften natuerlich egal.

Schade dass ein Konzern der so viel Gewinn macht, das nötig hat! Einfach nur peinlich!

So viel Gewinn hätte der Konzern nicht wenn er die Arbeiter fair bezahlen würde.

sg
Captain Obvious

Aber dafür positive anstatt negativer Schlagzeilen!

HEJ das ist aber nicht okej

Ikea Italien ist günstig

viele Produkte kosten weniger als bei Ikea in Österreich und vielleicht verdienen die Mitarbeiter deshalb weniger.
Klar, das Ikea ein Umsatzplus hat, wenn die Leute immer weniger Kaufkraft haben, man muss halt schauen, wo man seine Sachen günstig kriegt...

Das hört man in jedem ...

... Marketing-Grundkurs, dass die Österreicher Deppen sind, denen man alles mit Aufschlag verkaufen kann! ;-)

naja

das kommt drauf an. Da hat jedes Trum einen anderen Preis
http://www.ikea.com/it/it/cat... /90094037/
http://www.ikea.com/at/de/cat... /53690907/
Beim Ivar ist es, glaube ich, umgekehrt

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