Analyst: "Die PlayStation Vita ist tot"

  • Spielen Sie PlayStation Vita?
    foto: kyodo news/ap/dapd

    Spielen Sie PlayStation Vita?

Michael Pachter glaubt nicht an ein Comeback der Spiele-Handhelds

Die Tage Sonys Handheld-Konsole PlayStation Vita sind gezählt. Zu diesem Schluss kommen zumindest einige Branchenbeobachter in einer aktuellen Podiumsdiskussion von Gametrailers. "Es gibt keine Hoffnung für die PlayStation Vita.", sagt Wedbush Morgan-Analyst Michael Pachter.      

Wegbrechende Märkte

"Die zwei großen Fehler der Industrie 2012 und teilweise 2011 waren die Investitionen in MMOs und Handhelds.", erläutert Pachter. "Diesen beiden Märkten bricht das Geschäft weg und das ist keine Frage der Produktqualität. Die Vita ist ein phänomenal, der 3DS ist ein tolles Produkt, aber diese Märkte schrumpfen und die Konkurrenz wächst." 

Problematisch sei, dass die neue Generation von Spielern heute keine spezialisierten Handheld-Konsolen mehr braucht, um sich unterwegs zu unterhalten. "Die Wahrheit ist, dass der Massenmarkt sich für Tablets und Smartphones entschieden hat und er nicht für hochpreisige, hochqualitative Spiele-Handhelds zurückkommt. Ich denke, die Vita ist tot. Es ist vorbei, bevor es überhaupt richtig losgeht. Sie ist zu teuer für die Zielgruppe, die sie unterstützen müsste.", so der harte Schluss des Analysten.

Letzte Chance PS4?

Journalist Paul Semel zufolge treffe Sony trotz aussichtsloser Situation dennoch eine Teilschuld. "Die Vita hatte nie einen Must-Have-Titel." Es gebe viele gute Spiele wie "Sound Shapes", aber "es gibt kein Spiel, das so unglaublich ist, dass es jeder gespielt haben muss.", meint Semel.

Kolumnist Marcus Beer nach könnte Sony das Segel noch einmal herumreißen, wenn man eine Möglichkeit findet, die PS Vita eng mit der nächsten PlayStation zu koppeln. "Möglicherweise hat die Vita noch eine Chance, wenn Sony mit der PlayStation 4 einen einzigartigen Weg der Integration vorstellen kann." Wie dieses "Killer-Feature" aussehen könnte, weiß Beer allerdings nicht. (zw, derStandard.at, 19.11.2012)

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