Weltbank fordert "aggressive" Maßnahmen gegen Klimawandel

19. November 2012, 12:41

Präsident Jim Yong Kim: "Wir werden alles tun, was wir können, um nicht in Kohle zu investieren"

Washington - Weltbankpräsident Jim Yong Kim fordert "aggressive" Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. "Die Zeit ist sehr, sehr knapp", sagte Kim am Sonntag bei der Vorstellung eines Klimaberichts, den die Weltbank beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Pik) angefordert hatte.

Wenn die Versprechen zum Kampf gegen den Klimawandel nicht eingehalten würden, könnte die Erderwärmung bereits in den 2060er Jahren vier Grad Celsius betragen, heißt es in dem Bericht. Und selbst wenn die Staaten ihre jetzigen Zusagen erfüllten, bestehe noch eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Temperaturen bis zum Jahr 2100 um vier Grad steigen.

Bereits jetzt mache sich der Klimawandel bemerkbar: Das Eis im Nordpolarmeer sei im September auf ein Rekord-Minimum geschmolzen, extreme Hitzewellen und Dürren hätten im vergangenen Jahrzehnt Staaten wie die USA und Russland häufiger heimgesucht als zuvor. Derart extreme Wetterlagen würden mit zunehmender Erwärmung zur Normalität gehören.

Das Zwei-Grad-Ziel

Eine Begrenzung der allgemein als unvermeidlich angesehenen Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius gilt unter Regierungen, Forschern, Umweltschützern und anderen Experten als entscheidend, um die Auswirkungen des Klimawandels in einem halbwegs kontrollierbaren Rahmen zu halten. Das Zwei-Grad-Ziel dient explizit auch als Bezugspunkt für die internationalen Klimaverhandlungen. Die nächste UNO-Klimakonferenz beginnt am 26. November im Golfemirat Katar.

"Wir werden die Armut nie besiegen können, wenn wir nicht gegen den Klimawandel angehen", sagte Kim. Dies sei eine der größten Herausforderungen für die soziale Gerechtigkeit. Konkrete Maßnahmen nannte Kim nicht. Er kündigte aber an, bei der Förderung durch die Weltbank auf erneuerbare Energien zu setzen: "Wir werden alles tun, was wir können, um nicht in Kohle zu investieren." (APA/red, derStandard.at, 19. 11. 2012)

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Und noch eine Ergänzung zum unten Geschriebenen:

Wer der Meinung ist, dass Michael Hulme eine Einzelerscheinung mit extremen Ansichten sei:

In den 90-iger Jahren formierten auf dem Nährboden des CO2-Kultes zwei Institutionen, nämlich das im Standardartikel erwähnte Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung unter H.J. Schellnhuber und eben das Tyndall Centre for Climate Studie von der Universität East Anglia unter M. Hulme, das auch in den Climategateskandal verwickelt war.

Beide Institute haben eine Menge Mitglieder, von denen zahlreiche im IPCC sitzen.

Wenn ein Vorstand so eines Institutes solche Meinungen der Öffentlichkeit preisgibt, ist das mehr als die Privatmeinung einer Einzelperson.

"auf dem Nährboden des CO2-Kultes "

was ist der "CO2" Kult? ist das die Bruderschaft der Menschen, die einen Hauptschulabschluss haben und ein bisschen was von IR Spektren wissen?

Und nachdem Hulme so extreme Ansichten hat, würden Sie diese Aussagen sicher auch vollinhaltlich ablehnen?

http://news.bbc.co.uk/2/hi/scie... 115644.stm

Kommt für mich so rüber wie der Strache, wenn er sagt, dass er eh nichts gegen Ausländer hat.

Achso, Ihr Standpunkt läßt sich also folgendermaßen zusammenfassen:

"Alles was diese Person sagt ist falsch, bis auf diese Ausnahme - weil das behauptet sie nur, ohne es ernst zu meinen."

Auch schön.

Lassen wir einmal einen prominenten Exponenten der AGW-Bewegung zu Wort kommen,

nämlich Micheal Hulme, der das Tyndall Center der university of East Anglia in den 90-iger Jahren leitete. In seinem Buch, "Why we disagree about climate change" schrieb er folgendes:

"The idea of climatte change should be seen as an intellectual resource around which our collective and personal identities and projects can form and take shape. We need to ask not what we can do for climate change, but to ask what climate change can do for us.

..

Because the idea of climate change is so plastic, it can be deployed across many of our human projects and can serve many of our psychological, ethical and spiritual needs.

Forts. folgt unten

"ask what climate change can do for us"

Diese Aussage halte ich für einen Zynismus sondergleichen - z.B. in Anbetracht der Tausenden Toten und Millionen Obdachlosen bei den regelmäßigen Überschwemmungen in Bangladesh.

Und vorher schreibt er:

"I believe that human beings are more than material objects and that climate is more than a physical category. I suggest we need to reveal the creative, psychological, ethical, and spiritual work that climate change is doing for us. Understanding the ways in which climate change connects with foundational human instincts opens up possibilities for re-situation culture and the human spirit at the heart of our understanding of our changing climate. Rather than catalysing disagreements about how, when, and where to tackle climate change, the idea of climate change should be seen as an intellectual resource ..."

Sind Sie sich eh sicher, kein quote-mining zu betreiben?

"...climate is more than a physical category..."
"...we need to reveal the creative, psychological, ethical and spiritual work, that climate change is doing for us ..."

Ja, solche Dinge muß man umbedingt noch gelesen haben, um zu verstehen, daß es sich bei dem ganzen Klimatheater um eine riesige Psychoanalyse oder religiöses Geheule handelt. Die arbeiten beide nach demselben Prinzip - der Therapeut oder Papst hat immer recht. Wobei der Pachauri ja bestenfalls wie ein Guru rüberkommt, der in einem slowakischen Landwirtshaus unwissenden Pensionisten esoterische Allheillwässerchen aufschwatzt.
Ich persönlich bin ja eher dafür, gegen die Banken auf der Welt aggressiver vorzugehen.

das buch von hulme war ein kontroversielles, provokantes buch zu gesellschaftlichen folgen. mit der wissenschaft selbst hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun. und bevor sie diese mit psychoanalyse oder religion vergleichen, ohne auch nur das geringste darüber zu wissen, wäre es ratsam, sich zumindest mit den physikalischen grundlagen vertraut zu machen, z.B. hier:

http://geosci.uchicago.edu/~rtp1/pap... RT2011.pdf

"mit der wissenschaft selbst hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun"
Richtig. Und wenn es keine Wissenschaft, Religion, Esoterik oder Psychogeschwätz ist, was ist es denn dann Ihrer Meinung nach ?
Hätten Sie irgendeine Ahnung von den physikalischen Grundlagen, dann würden Sie einsehen, daß heute kein seriöser Wissenschaftler sagen kann, wie das Klima in Zukunft aussieht.

die "physikalische grundlage" für temperatur-änderungen eines körpers ist seine energie-bilanz: wieviel energie nimmt er auf, wieviel gibt er an seine umgebung ab. gilt, ob es ihnen passt oder nicht, auch für einen planeten, der sonnenlicht absorbiert und langwellige wärmestrahlung in das weltall abgibt.

der link oben erläutert den einfluss von gasen, welche die abgabe von wärmestrahlung durch absorption blockieren. wenn sie nicht selbst mit einem vorurteil, einer religion oder esoterik anhängen würden, so hätten sie konkrete einwände gegen den link oben gebracht statt leeres geschwätz.

Achso - Danke - damit wäre das Weltklima vollinhaltlich erklärt. Also ich weiß nicht, wie eingeschränkt man sein muß, um zu glauben, daß man mit dem Stoff aus dem 1. Semester ein derart komplexes System erklären uns je nach Lust und Laune steuern kann. Und ja, das ist nicht mehr als ein Glaube, weil beweisen kann das heute kein Mensch.
Meine Frage haben Sie überhaupt nicht beantwortet und da geht es um Klärung von Fragen, die wissenschaftlich noch viel elementarer sind. Denn wenn man nicht mal versteht, was Wissenschaft von Religion unterscheidet, dann braucht man sich erst gar nicht mit der Interpretation physikalischer Formeln auseinandersetzen.

"…beweisen kann das heute kein Mensch."

treibhauseffekt generell:
http://ramanathan.ucsd.edu/files/pr50.pdf

anstieg über ~30 jahre:
http://journals.ametsoc.org/doi/pdf/1... JCLI4204.1

abgesehen davon sollte wohl klar sein, dass sich nicht die gesamten erkenntnisse, die eine wissenschaftsdisziplin in 50 jahren forschung über ein "derart komplexes system" gesammelt hat, in einen 750-zeichen-kommentar gießen lassen. es behauptet auch niemand, es kontrollieren zu können. sondern das gegenteil: langlebige treibhausgase wie CO2, einmal in der luft, verbleiben dort sehr lange, mit unkontrollierbaren und nicht umkehrbaren folgen.

"abgesehen davon sollte wohl klar sein, dass sich nicht die gesamten erkenntnisse, die eine wissenschaftsdisziplin in 50 jahren forschung über ein "derart komplexes system" gesammelt hat, in einen 750-zeichen-kommentar gießen lassen"

Warum versuchen Sie es dann ständig ?
Unkontrollierbare Folgen finde ich übrigens interessant - da können Sie uns sicher auch näher erläutern, wie man die dann z.B. eine Erwärmung (und deren Folgen) durch CO2-Reduktion gezielt kontrollieren kann.

"Warum versuchen Sie es dann ständig ?"

das ist doch wohl der gipfel an absurdität und unverfrorenheit. SIE haben mir unterstellt, der kommentar oben würde "das Weltklima vollinhaltlich" erklären (22.11.2012, 01:14). ich habe das nie behauptet. ich antworte immer nur mit konkretem auf dieses entsetzliche wischi-waschi, das manche so gerne absondern ("komplexes system…blabla…kann niemand beweisen…blablabla").

und dann folgt sogleich der zweite pappkamerad: es soll eine allzu drastische erwärmung verhindert werden, indem man möglichst wenig in das system eingreift. indem man CO2-emissionen, die aus natürlichen gründen nicht geschehen würden, unterlässt.

Ich habe ihnen ganz sicher nie unterstellt, daß Ihre Kommentare in Bezug auf das gesamte Weltklima auch nur irgendetwas erklären würden.
Ihre links posten Sie in jedem 3ten ihrer postings, erklären dann selbst, daß sie nichts erklären können und wundern sich, daß sie damit noch nicht einen einzigen überzeugen konnten.
Daß man möglichst wenig ins System eingreift, habe ich ebenfalls nirgendwo behauptet, weil das per se nicht möglich ist - ich habe Ihnen zum wiederholten Mal eine konkrete Frage gestellt, die zum wiederholten Male ignoriert haben und mir die Worte im Mund verdrehen - offensichtlich deshalb, weil sie keine vernünftige Antwort wissen. Wo arbeiten Sie ? Greenpeace ? Global 2000 ? WWF ?

moment. weltmeister im wortverdrehen sind immer noch sie. "nicht alles erklären" ist keineswegs gleichbedeutend mit "nichts erklären".

zur ihrer "konkreten" frage: meinen sie die hier?

"Und wenn es keine Wissenschaft, Religion, Esoterik oder Psychogeschwätz ist, was ist es denn dann Ihrer Meinung nach ?"

daraus geht nicht einmal hervor, ob sie das buch von hulme meinen oder die klimawissenschaften insgesamt.

vielleicht bemühen sie sich doch einmal, KONKRET zu formulieren, WAS GENAU sie in zweifel ziehen: hulmes interpretation der gesellschaftlichen debatte, den treibhauseffekt an sich, feedbacks, die prognostizierbarkeit von systemen mit turbulent-chaotischen komponenten...ihr leeres gewäsch nervt jedenfalls.

Sie sollten einmal ihre Sprachkultur überdenken

Andere Poster als ignorante Querköpfe hinzustellen, wie Sie das unten tun, Beiträge als "leeres Gewäsch" abzuqualifizieren und noch einiges anderes in der Art,ist der der Diskussion sicher nicht zuträglich.

Noch übler ist es, wenn man glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben - das ist ein konstitutives Merkmal einer Religion, nicht von Wissenschaft.

meine "sprachkultur" ist für das, was dieser thread bislang zu bieten hat, noch viel zu höflich. reine polemik von anbeginn an ("Klimatheater", "riesige Psychoanalyse", "religiöses Geheule"). und dabei ist niemand (auch sie nicht) auch nur ansatzweise in der lage, kritik sachlich und nachvollziehbar zu formulieren. die "argumentation" beschränkt sich bislang auf plumpes reiterieren, dass man "nichts" beweisen kann. wenn man die gesamte debatte ersatzlos streicht, ist nichts verloren.

Es ist eben ein Unterschied,

ob man "Klimatheater", "religiöses Geheule" oder sonst etwas schreibt oder man man ad-personam-Attacken reitet, wie Sie das permanent tun.

Polemik ist erlaubt, Herabwürdigungen, Unterstellungen u.dgl. definitiv nicht.

eine wissenschaftsdisziplin, die ihre wesentlichen erkenntnisse jederzeit mit messungen belegen kann, ohne einem einzigen sinnvollen argument zu "religiösem geheul" zu erklären, IST eine unterstellung. es IST eine herabwürdigung der wissenschaftler, die über ein halbes jahrhundert viel arbeit investiert haben.

Was können sie denn bitte messen ? Wie das Klima in 50 Jahren ausschaut ? Um wieviel man CO2 reduzieren muß, damit man eine Erwärmung um x,xx Grad abwendet ?
Das ist ja lachhaft bitte. Da können sie ja mehr als die Klimawissenschafter, die sie verteidigen, weil von denen wissen im Gegensatz zu ihnen wenigstens noch einige, was ihre Forschungsergebnisse eigentlich zu bedeuten haben.
Und ich spreche von Wissenschaftern und nicht von Lobbyisten wie ihnen, die 24h am PC sitzen, zu keinem anderem Thema etwas zu sagen haben und meinen mit Grundlagenphysik das Weltklima erklären und die drohende Klimakatastrophe belegen zu können.

kennen Sie diesen Artikel? http://english.pravda.ru/science/e... ice_age-0/

.
kann ich nur sehr empfehlen! Artikel solcher Art findet man leider nur mehr hauptsächlich in russischen Zeitschriften.

http://pubs.giss.nasa.gov/docs/1981... n_etal.pdf

ist nicht 50 jahre her, aber doch schon 30. in abb. 6 sind einige prognosen gezeigt (mit verschiedenen emissions-szenarien. sie dürfen diese prognosen gerne mit der verlauf der letzten 3 jahrzehnte vergleichen.

(ihre hetze gegen mich können sie sich übrigens sparen; ich bin derlei gewöhnt; das hat noch praktisch jeder ihrer vorgänger, dem die argumente ausgegangen sind oder der überhaupt keine vernünftigen formulieren konnte, früher oder später getan).

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