Deutschland und Frankreich tauschen Venedig-Pavillons

Diese Idee sei in den letzten zehn Jahren immer wieder diskutiert worden

Venedig - Deutschland und Frankreich tauschen bei der Kunst-Biennale in Venedig 2013 die Pavillons. Das haben die beiden Kuratorinnen Christine Macel (Paris) und Susanne Gaensheimer (Frankfurt) sowie die eingeladenen Künstler vereinbart. Vorgeschlagen wurde der Tausch von den Außenministerien beider Länder als Auftraggeber und Hauptfinanziers der Biennale-Pavillons. "Diese Idee ist in den letzten zehn Jahren immer wieder diskutiert worden", teilte das Biennale-Büro am Montag in Berlin mit. "Nach sehr konstruktiven Gesprächen und zahlreichen Ortsbegehungen in Venedig haben alle Beteiligten dem Vorschlag zugestimmt."

In der Kunstwelt seien internationale Kooperationen eine Selbstverständlichkeit geworden, hieß es zur Begründung. Die Kunst sei heute "sehr viel stärker vom Dialog zwischen kulturellen Sphären als von der Undurchlässigkeit nationaler Grenzen bestimmt".

Dazu passen die Biografien einiger der Künstler, die im Sommer 2013 ausstellen: Anri Sala, der im französischen Pavillon gezeigt wird, hat einen französischen Pass und lebt in Berlin. Romuald Karmakar, einer von vier Künstlern im deutschen Pavillon, wurde in Deutschland geboren und hat einen französischen Pass. Susanne Gaensheimer hat neben Karmakar drei weitere internationale Künstler als Repräsentanten Deutschlands eingeladen: den Chinesen Ai Weiwei, die Inderin Dayanita Singh und den Südafrikaner Santu Mofokeng.

Österreich wird bei der 55. Kunstbiennale von Venedig durch den in Wien geborenen und heute in Los Angeles lebenden Künstler Mathias Poledna vertreten sein. (APA, 19.11.2012)

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