Raumfahrer nach über vier Monaten aus dem All zurück

Sunita Williams, Akihiko Hoshide und Juri Malentschenko in Kasachstan gelandet

Moskau - Nach mehr als vier Monaten an Bord der Internationalen Raumstation sind drei Raumfahrer am Montag wieder auf die Erde zurückgekehrt. Die US-Astronautin Sunita Williams, ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide sowie der Russe Juri Malentschenko landeten wie geplant kurz vor 3.00 Uhr in Kasachstan, wie das russische Raumfahrtzentrum mitteilte. Nun befinden sich noch drei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA zeigte Fernsehbilder des russischen Raumfahrtkontrollzentrums, auf denen zu sehen war, wie eine Sojus-Kapsel an einem riesigen Bremsfallschirm in der kasachischen Steppe landete. Die Raumfahrer, die nach Verlassen der Kapsel mit Decken vor der Kälte auf der Erde geschützt wurden, lächelten nach der Ankunft in die Fernsehkameras.

Längster All-Aufenthalt einer Frau

Malentschenko sagte einem Reporter, die Rückkehr sei "bewundernswert" gut verlaufen. Auch die NASA teilte mit, alles sei gut gegangen. Im Anschluss wurden die Heimkehrer zu einer medizinischen Untersuchung gebracht. Mit ihrem Aufenthalt an Bord der ISS stellte die US-Astronautin Williams einen Rekord auf, da bisher keine Frau am Stück so lange wie sie im All war.

An Bord der ISS befinden sich nun noch die beiden Russen Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin sowie ihr US-Kollege Kevin Ford. Sie waren am 25. Oktober in die Raumstation eingetroffen. Sie sollen von einem russischen Kosmonauten, einem US-Astronauten und einem kanadischen Raumfahrer verstärkt werden, die am 19. Dezember vom russischen Weltraumbahnhof Bajkonur aus starten sollen. (APA/red, derStandard.at, 18. 11. 2012)

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