Wiener Hauptbahnhof: Teilbetrieb ab 9. Dezember

  • Ab 9. Dezember werden die ersten Züge am Wiener Hauptbahnhof in der neuen zentralen Station einfahren und halten.
    foto: apa/öbb/ zenger

    Ab 9. Dezember werden die ersten Züge am Wiener Hauptbahnhof in der neuen zentralen Station einfahren und halten.

Für Nahverkehrszüge der Ostbahn - Eröffnung der gesamten Verkehrsstation im Dezember 2014

Wien - Nur noch drei Wochen, dann geht der Hauptbahnhof Wien in Teilbetrieb: Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember werden die ersten Züge in der neuen zentralen Station - am Areal des ehemaligen Süd- und Ostbahnhofs - einfahren und halten. Mit der Teilöffnung kommen als Erste Reisende des Ostbahn-Nahverkehrs in den Genuss des Hauptbahnhofs. Vier Gleise mit Bahnsteigen und ein Durchfahrtsgleis werden ab dann genutzt. Zwei Jahre später, im Dezember 2014, wird die gesamte Verkehrsstation eröffnet.

Ostbahnhof wird geschlossen

Schon in drei Wochen wird die Schnellbahnlinie S80 ausgehend von Hirschstetten via Hauptbahnhof über die Pottendorfer Linie bis Wiener Neustadt durchfahren - also durchgebunden werden, wie es im Fachjargon heißt. Die S60 verkehrt dann von Bruck an der Leitha ebenfalls direkt via Hauptbahnhof bis nach Hütteldorf und weiter. Diese Linien endeten bisher am provisorischen Ostbahnhof, der nun geschlossen wird. Durch die neuen Verbindungen entfällt das bisher notwendige Umsteigen an diesem Bahnhof. Auch die Regionalexpresszüge ab Bratislava bis Deutschkreutz werden künftig in der zentralen Station halten.

Parallel dazu gehen die Bauarbeiten am Hauptbahnhof weiter: In den kommenden zwei Jahren werden die nördliche Halle und weitere sechs Bahnsteige in Richtung Südtiroler Platz bzw. Gürtel errichtet. Auch das Einkaufszentrum wird in diesem Zeitraum fertiggestellt. Bereits im September 2014, drei Monate vor der Eröffnung der gesamten Verkehrsstation, sollen die rund 100 Shops auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern ihre Pforten öffnen.

Fertigstellung 2015

Im darauffolgenden Dezember werden dann auch Fernzüge in der zentralen Station halten. Ein Jahr später, 2015, sollen die Arbeiten am gesamten Bahn-Infrastrukturprojekt beendet sein. Züge werden dann in allen Richtungen abfahren bzw. aus allen Richtungen ankommen.

Rund vier Milliarden Euro Gesamtkosten

Der Wiener Hauptbahnhof gilt als Prestigebauprojekt der ÖBB und ist ein Durchzugsbahnhof. Die Verkehrsstation samt Einkaufszentrum wird auch als "BahnhofCity" bezeichnet. Rund um das Areal entsteht zudem ein neues Stadtviertel mit Büro- und Wohnkomplexen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund vier Mrd. Euro. Dabei fallen für den Bahnbau ungefähr 987 Mio. Euro an. Der Rest teilt sich größtenteils auf private Investitionen für Wohnungen und Büros auf. Die Stadt Wien investiert rund 500 Mio. Euro. (APA, 19.11.2012)

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Karl-Popper-Straße -> Bild

Der neue Strich in Wien?

Als ich seinerzeit das mir bis dato unbekannte "Kiss & Ride"-Symbol neben dem Ausgangspfeil zur Lasallestraße gesehen hab, hab ich auch erstmal an einen neuen Service der ÖBB gedacht...

ich liebe den geruch von neuen bahnhöfen am morgen...

schade nur dass es laut Kurier (20.11.2012) keine Süd-Ost-Verbindungen, in Relation Mödling-Hauptbahnhof-Simmering gibt.

...und keine Direktverbindung HbF-Flughafen...

http://www.oebb.at/de/Reisen... V_Wien.pdf

momentan noch nicht. aber mit schrittweiser inbetriebnahme des hfs wird sich einiges ändern.

das hauptproblem ist allerdings der fernverkehr auf der trasse südlich von meidling. dort gibt es zu wenig gleise für zusätzliche sahn-züge, und leider oftmals auch zu wenig platz für solche gleise.

sollte der fernverkehr wie geplant - und ausnahmesweise auch wirklich umgesetzt - auf der pottendorferlinie nach WN fahren, ist auf der "alten" trasse platz für mehr sbahnen.

Rein technisch würde auf einen Großteil der Strecke bis Mödling ein drittes Gleis passen.

Der Damm ist relativ breit. Ausserdem sind nicht wenige der Grundstücke direkt an der Bahn ÖBB-Schrebergärten und die müssten auf Zuruf weichen. Man bräuchte einige Futtermauern, keine Frage, und das wäre auch nicht billig, aber genau das hat man am Westast der S-Bahn Salzburg gemacht. Aber das hieße Umbauten an allen Brücken, Unterführungen, bei den Bahnhöfen von Atzgersdorf bis Brunn...

Möglich? Auf jeden Fall. Billig? Nein.

Rein technisch würde das nicht passen.

das stimmt, aber hier müsste, wie sie schon sagen, investiert werden.

billig hin oder her. es ist notwendig. anstatt dauernd neue ubahnen auf stadtäcker zu bauen sollte die sbahn weiter ausgebaut werden.

kann und sollte natürlich einhergehen mit einer beschleunigung auf der südbahn.

der konsumtempel hat jedenfalls schon offen. die oberen 5 dürfen sich freuen.

konsumgeblendet?

weder der bahnhof, noch das einkaufszentrum haben offen. in der teilpassage zwischen ubahn und sbahn gibt es noch nicht einmal offene Geschäfte.

angeblich sind die geschäfte offen bevor die eröffnung der gesamten gleisanlagen stattfindet (das ist aber nix neues mehr).

steht so auch im artikel, aber passt dennoch nicht ganz zu ihrem posting.

Ich schätz er hat Wien Mitte mit Wien Süd verwechselt und wollt was geistreiches sagen dabei.

Teilbetrieb

Ich bin gespannt, ob das ein Skylink II wird, ob wieder das Parteibüchl als Qualifikation ausreichend war, oder ob hier ausnahmsweise einmal ordentlich und ohne Gaunereien gearbeitet wurde. Vorstellen kann ich mir's eher nicht. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt (aber doch).

Zur Zeit scheinen Sie im Zeitplan zu liegen

Flughäfen sind schon etwas schwieriger. Es gibt nur wenige Ingenieurbüros die Erfahrung im Grossflughafenbau haben. Wenn man es ohne denen versucht ist es vorprogrammiert dass man auf die Schnauze fällt. Das haben auch die Preussen erfahren müssen. die Wiener sind da in bester Gesellschaft.

Bei den Preussen (Berlin) war es nicht das Ingenieurbüro.

Da wurde zuerst ein Generalunternehmer gesucht - da gab es kein Angebot unter 1Mrd. Die Politik mente, sie schafft esum die Hälfte. Dann wurden mehrfach nachträglich die Pläne geändert - überall, auch im Privaten, ein sicheres Rezept zur Kostensteigerung. Kombiniert man diese beiden Aspekte kommt man ziemlich genau auf die jetzigen Kosten. Die Sache mit der falschen Brandentlüftung mal aussen vor gelassen.

Ist alles sehr schön im aktuellen Spiegel nachzulesen.

Es war in Wien wie in Berlin die Politik, die sich ihre inkompetenten Aufsichtsräte ausgesucht hat. Die ist letztendlich verantwortlich.

Zeigt das nicht dass man solche Angelegenheiten den Fachleuten überlassen soll

Die Politiker können die Grenzen setzen, aber man braucht Unternehmen die Erfahrung im Bau haben und man muss auch auf die hören - auch wenn man Politiker ist.

Erfahrung im Grossflughafenbau

ist bei VIA auch nicht notwendig gewesen.
Effizientes Networking war völlig ausreichend um an den Futtertrog Skylink zu kommen

selektive Wahrnehmung

tatsächlich ist Skylink die Ausnahme und Projekte ohne (erhebliche) Kostenüberschreitung die Regel, schauen Sie sich einmal die jeweils letzten 10 Großprojekte von ASFINAG und ÖBB durch.

aha:
warum steht dann auf wiki:
Die veranschlagten Gesamtkosten wurden dabei von zuvor 420 auf 660 Millionen Euro angehoben.... Die Stadt Wien schätzte die Gesamtkosten Ende 2006 auf 850 Millionen Euro.[4]"
http://de.wikipedia.org/wiki/Wien... of#Planung

mehr als verdopplung ist also im plan?

und jetzt sind es ja schon 987 Mio.

Hier eine Klarstellung der ÖBB

auf die in der "Presse" erschienen Artikel:

http://diepresse.com/home/mein... ern.portal

kostenbeteiligung

hat schlichtweg damit zu tun, dass die ursprünglichen planungen erweitert wurden, im detail hier nachzulesen:

http://www.ots.at/presseaus... rat-stabil

wenn ich ein haus mit 2 etagen plane, dann aber doch 3 errichte, dann werd ich vermutlich höhere kosten haben als geplant.

Beim Umbau des Südbahnhofes ist auch genug schief gegangen.

Weniger beim Hauptprojekt, sondern bei den Vorbereitungsarbeiten am Matzleinsdorfer Platz. Das hing aber weniger an der ÖBB als an der Politik. Das Projekt wurde zuerst auf Eis gelegt und danach mit viel zu überhasteten Zeitplan wieder aufgewärmt. Es hätte zumindest ein Jahr länger für Vorerkundung und Planung gebraucht.
Die Baukosten wurden primär deswegen eingehalten, weil Teile gestrichen wurden. Aus einem Totalumbau wurde ein Teilumbau, und die übriggelassenen Teile werden jetzt nach und nach renoviert. Das Problem? Es passt alles nicht ganz zusammen. Da müssen Abstriche bei Nutzungslängen und Gleisabständen gemacht werden, die bei einer Totallösung nicht nötig gewesen wären.

Oder die Renovierung vom Stadionbad... :D

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