Darabos: Österreich will sich nicht an EU-Mali-Mission beteiligen

19. November 2012, 10:11
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Heute noch keine Entscheidung über Mission bei EU-Ministerrat

Brüssel/Bamako/Wien- Österreich will sich nach Worten von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) nicht an der geplanten EU-Trainingsmission zur Ausbildung der Streitkräfte in Mali beteiligen. "Das ist nicht das Thema Österreichs derzeit. Wir haben die Hotspots am Balkan und im Nahen Osten", sagte Darabos am Montag vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel.

"Grundsätzlich ist diese Mission zu begrüßen, allerdings sind noch Details zu klären, auch auf europäischer Ebene", sagte Darabos. Er wies darauf hin, dass es sich um eine Trainingsmission der EU, und nicht um einen Kampfeinsatz handle.

Entscheidung im Dezember

Nach Angaben von Darabos wird die EU-Trainingsmission 170 Ausbildner und 70 weitere Personen umfassen. Die EU will damit die Armee des westafrikanischen Landes im Kampf gegen die islamistischen Rebellen im Norden unterstützen.

Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministers Thomas de Maizière wird die EU am heutigen Montag noch keine definitive Entscheidung über die Mali-Mission treffen, sondern erst im Dezember. Zuerst müssten Entscheidungen im Rahmen der UNO abgewartet werden, sagte er.

"Unsere Kapazitäten am Balkan und in Nahost sind ziemlich gebunden", sagte Darabos. Österreich werde aber noch abwarten, wie das Krisenprogramm der Europäischen Union aussehe und in den nächsten Wochen weitere Festlegungen treffen. "Kein klares Nein, aber eher in die Richtung, dass wir uns da nicht beteiligen werden", sagte der Verteidigungsminister. (APA, 19.11.2012)

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