Bürgermeister von Landeck nach Bergtour tot geborgen

19. November 2012, 09:44
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Ortschef der Tiroler Gemeinde war nach einer Wandertour am Sonntag abgängig - Hubschrauberbesatzung entdeckte Leiche

Engelbert Stenico, der am Sonntagabend als vermisst gemeldete Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Landeck, wurde am Montag tot von Bergrettern gefunden. Stenico war am späten Sonntagvormittag zu einer Bergwanderung ins nahe gelegene Stanzertal aufgebrochen, aber bis zur Dämmerung nicht zurückgekehrt.

Seine Familie alarmierte noch am Abend die Polizei, die sofort eingeleitete Suchaktion blieb am Sonntag ohne Erfolg. Am Montagvormittag wurde Stenico von einem Hubschrauber aus im Bereich des Anstiegsweges zur Ansbacher Hütte lokalisiert. Der 56-Jährige konnte nur noch tot geborgen werden. 

Absturz über vereiste Rinne

"Er dürfte im steilen Gelände ausgerutscht und abgestürzt sein", sagte Einsatzleiter Stefan Jungmann. Laut einem Bericht von "tirol.orf.at" dürfte Stenico über eine vereiste Rinne rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt sein.

Die Suchtrupps von Bergrettung, Alpinpolizei und Feuerwehr nahmen nach einer nächtlichen Pause am Montag in der Früh ihre Arbeit wieder auf, unterstützt wurden die 60 Einsatzkräfte von Suchhunden und einem Helikopter. Bergwanderer hatten den Vermissten laut einer Personenbeschreibung am Sonntag noch wahrgenommen: "Das Suchgebiet konnte aufgrund von Zeugenaussagen eingegrenzt werden", sagte Jungmann.

Der SPÖ-Politiker war seit 1998 Bürgermeister der 7.700-Einwohner-Gemeinde. Engelbert Stenico hinterlässt eine Frau und drei Kinder. (red, derStandard.at, 19.11.2012)

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