Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Etwa einer von hundert Menschen ist weltweit von Epilepsie betroffen, 40 Prozent davon entwickeln die Erkrankung vor dem 15. Lebensjahr. Sprechen die Patienten mit epileptischen Anfällen nicht auf Antiepileptika an, kann mittels Epilepsiechirurgie jenes Hirngebiet entfernt werden, das für die Anfälle verantwortlich ist, um Anfallsfreiheit zu erzielen.
Danach ist die baldige Absetzung der Medikamente von großem therapeutischem Interesse. Bisher war nicht bekannt, wann der günstigste Zeitpunkt dafür ist, ohne ein erhöhtes Risiko für weitere Anfälle in Kauf zu nehmen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Medizinischen Universität Wien herausgefunden, dass das bereits unmittelbar nach der Operation erfolgversprechend ist.
Die Studie wurde jetzt im Top-Magazin "Lancet Neurology" veröffentlicht wurde. Dabei wurden 766 Kinder und Jugendliche mit Epilepsie untersucht. Das Ergebnis: "Wenn der epilepsie-chirurgische Eingriff zu hundert Prozent erfolgreich war, ist eine weitere Einnahme von Antiepileptika nicht mehr nötig. Frühes und zügiges Absetzen nach der Operation beeinflusst das spätere Heilungsergebnis nicht", so Martha Feucht von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien. "Im Gegenteil, frühes Absetzen demaskiert ein unzureichendes Operationsergebnis und führt so früher zu neuerlichen diagnostischen Schritten." An den meisten Zentren war bisher mindestens zwei Jahre gewartet worden, bis ein Absetzversuch überhaupt diskutiert wurde.
"Das bedeutet eine enorme Verbesserung der Lebensqualität für die betroffenen Kinder sowie bessere Chancen für eine möglichst störungsfreie postoperative Entwicklung", erläutert die MedUni-Wissenschaftlerin. Epilepsiechirurgische Eingriffe werden bereits bei Kleinkindern im Alter von wenigen Monaten durchgeführt. Je jünger die kleinen PatientInnen sind, desto wichtiger sind diese Erkenntnisse.
Es gibt generell zwei Arten von Epilepsie, bei denen ein chirurgischer Eingriff in Frage kommt: bei der symptomatischen und bei der kryptogenen Epilepsie. Symptomatisch wird die Erkrankung genannt, wenn eine bekannte Ursache (z.B, ein Tumor oder ein Geburtstrauma) vorliegt, bei der kryptogenen Form ist die Ursache ungeklärt. Dazu gibt es noch die genetische Epilepsie, bei der primär die Vererbung eine Rolle spielt und die durch Medikamente gut zu behandeln ist. (red, derStandard.at, 19.11.2012)
Ein perfekter Arbeitnehmer besitzt die Fähigkeit viele Aufgaben fehlerfrei und zufriedenstellend parallel zu erledigen - Wissenschaftler halten Multitasking für einen Mythos
Medienwissenschaftler Christoph Klimmt hält nicht viel vom Begriff der "digitalen Demenz" - Den Informationsüberfluss bezeichnet er jedoch als problematisch
Weil er sein eigenes Verhältnis zur Zeit verändern wollte, reiste Florian Opitz um die Welt und sprach mit Zeitexperten, Beschleunigern und Aussteigern
Kinder haben verlernt rückwärts zu gehen und Bälle zu fangen - Die Stimulierung der Sinne kommt psychischer und physischer Gesundheit zugute
Zeitdruck beruht auf einem Koordinationsproblem und Burnout ist eine Synchronisations-Krankheit, sagt der deutsche Zeitsoziologe Armin Nassehi
Der deutsche Hirnforscher Manfred Spitzer erntet für sein Buch "Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen" Applaus und heftige Kritik
In "Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine" erklärt Zeitforscher K. A. Geißler, warum das Leben so schnell ist wie noch nie und wie es entschleunigt werden kann
Zeitforscher Franz Schweifer hat den Kampf gegen die Rastlosigkeit aufgenommen - Er weiß, wie sich eine Kosten-Nutzen-orientierte Gesellschaft von kollektiven Zeitregimes befreien kann
Das Caritas-Socialis-Hospiz Rennweg bietet bis zu zwölf Menschen, die unheilbar erkrankt sind, einen Lebensmittelpunkt - nicht selten für die restliche Zeit ihres Daseins
Ein Sammelband zeigt neue Perspektiven und Auswege aus einer "zeitverdichtenden Rund-um-die Uhr-Gesellschaft"
Wo steht die Zeit still und wo finden wir Sie? derStandard.at widmet sich mit einer Reihe von Beiträgen dem rasenden Tempo der heutigen Zeit
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.