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vergrößern 500x442Wien - Mit dem Ja zu teilweise massiven Gehaltskürzungen, längeren Arbeitszeiten und dem teilweisen Verzicht auf Pensionsansprüche wollen 15.000 Beschäftigte das Überleben der angeschlagenen Fluggesellschaft SAS sichern. Sieben von acht beteiligten Gewerkschaften haben ihre Zustimmung zu einem Krisenplan gegen die drohende Insolvenz gegeben.
Der 1951 gegründeten Airline machen Billiganbieter wie Ryanair oder Norwegian schwer zu schaffen. In den vergangenen Jahren hielt sich SAS nur dank staatlicher Finanzspritzen mühsam in der Luft, seit 2007 wurde kein Gewinn mehr erwirtschaftet. SAS gehört zur Hälfte den Ländern Schweden, Norwegen und Dänemark und genoss seit Jahrzehnten ein staatliches Sicherheitsnetz. So sprangen alle drei Staaten vor drei Jahren kräftig in die Bresche, knapp 1,3 Milliarden Euro halfen SAS aus ihren finanziellen Turbulenzen, nächstes Jahr sollen weitere 400 Millionen Euro folgen. Ein Kredit, der von sechs Banken und den staatlichen Eigentümern gegeben wird. Eine Fürsorge mit Verfallsdatum, weil Schwedens Finanzmarktminister Peter Norman ein klares Ziel hat: SAS sanieren - und dann verkaufen. Deshalb will sich die Airline nun von rund 6000 ihrer rund 15.000 Beschäftigten trennen und einen drastischen Sparplan umsetzen.
Mit der drohenden Insolvenz im Rücken wurden Piloten am Sonntag angewiesen, ihre Flugzeuge vollzutanken, um bei Bedarf zurückfliegen zu können. Die Flugbegleiter bekamen Bargeld, um sicherzustellen, dass sie ein Hotel bezahlen konnten.
SAS leidet auch unter strukturell hohen Kosten. So mussten die Besatzungen der Flugzeuge bislang das Verhältnis der staatlichen Eigentümer widerspiegeln. Der Lohn des Kabinenpersonals soll den Restrukturierungsplänen zufolge nun im Schnitt um zwölf Prozent gesenkt werden, in anderen Teilen des Unternehmens um bis zu 17 Prozent. Zudem soll die Mitarbeiterzahl durch den Verkauf der Regional-Airline Wideroe und des Bodendienstleisters um mindestens 5000 auf 9000 sinken. Ob SAS mit dem Sparprogramm unabhängig überleben kann, wird jedoch bezweifelt.
SAS ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die derzeit massiv Arbeitsplätze abbaut: abgesehen von der ungarischen Malév, die im Februar mit Schulden von 212 Mio. Euro für immer den Flugbetrieb einstellte. Iberia, ehemals stolzer Nationalcarrier Spaniens, verliert derzeit 1,7 Mio. Euro täglich. Airline-Chef Rafael Sánchez-Lozano klagte jüngst: "Wir sind in allen unseren Märkten unprofitabel." Iberia will fast jeden vierten Mitarbeiter entlassen, darunter fast eintausend Flugbegleiter und mehr als 500 Piloten. Die Löhne der verbleibenden Mitarbeiter werden um 25 bis 35 Prozent sinken. Wer wie Iberia weniger Cockpit und Kabinenpersonal einplant und seine Kapazität um 15 Prozent reduzieren will, braucht eine kleinere Flotte: 25 Flugzeuge, mehr als ein Viertel der Flotte, werden stillgelegt.
IAG, Iberias Mutterkonzern, zu dem British Airways gehört, sucht ihr spanisches Heil im Low-cost-Bereich. Für 113 Millionen Euro soll die Discount-Airline Vueling mit Sitz in Barcelona übernommen werden, nachdem heuer im April bereits der Billigableger Iberia Express gegründet wurde. Eine Strategie, mit der IAG vor allem Ryanair stärker Paroli bieten will.
Auch Air France / KLM will bis Ende nächsten Jahres 5000 Stellen streichen, seit September 2011 herrscht ein rigoroser Einstellungsstopp, ein dreijähriges Kostensenkungsprogramm soll mehrere Milliarden Euro einsparen. Anfang Oktober wurde ein strategisches Bündnis mit Etihad Airways aus Abu Dhabi besiegelt. Etihad ist mit drei Prozent an der irischen Aer Lingus beteiligt und hält 29 Prozent an der defizitären Air Berlin. Bei der deutschen Fluggesellschaft jagt ein Sparprogramm das nächste. Jede zehnte Stelle soll gestrichen werden.
Beim Billigflieger Easyjet können seit einigen Tagen Emirates- Vielflieger ihre Meilen gegen ein Ticket tauschen. Emirates kann damit auf 130 europäische und nordafrikanische Ziele von Easyjet zugreifen. (cr, DER STANDARD; 20.11.2012)
Die Billigfluglinie ist zuversichtlich, wesentlich mehr Passagiere nach Griechenland fliegen zu können
1969 hob die erste Boeing 747 ab, lange Jahre setzten die Maschinen den Maßstab als größtes Flugzeug der Welt. Jetzt droht das Aus
In den ersten vier Monaten des heurigen Jahres zusammen sank die Zahl der Passagiere um 3,7 Prozent auf 3,2 Millionen
Der Dubai-Fluglinie wird ein zusätzlicher Flug nach Wien wegen drohender Überkapazitäten nicht genehmigt
Nach 100 Tagen im Amt trauen Experten dem Mittfünfziger eine Sanierung der Fluggesellschaft zu
Der Abwärtstrend hält an: Die Zahl der Fluggäste bei der Niki-Mutter sank im vergangenen Monat um acht Prozent auf 2,36 Millionen
Eine Air-France-Maschine konnte ihr eigentliches Ziel nicht anfliegen, weil die Arbeitszeit der Crew zu lange geworden wäre
Zwar peilt die angeschlagene Air Berlin 2013 eine schwarze Null an, die "volle Flughöhe" erreicht sie aber erst Ende 2014
Keine "Strafgebühren" mehr für gebuchte, aber nicht genutzte Flugteilstrecken und für nicht in der gebuchten Reihenfolge angetretene Flüge
Airbus verkauft auf einen Schlag mehr als 200 Maschinen im Wert von mehr als 18 Milliarden Dollar nach Indonesien
Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sollen am Montag fortgesetzt werden. Von den Ausfällen betroffen ist auch Wien
Konzernführung und Gewerkschaften unterzeichneten Kompromisslösung
Auslastung schrumpfte leicht
Tarifparteien nehmen wieder Kontakt auf
Fast 1.300 Flüge wurden abgesagt, 40.000 Iberia-Passagiere sind betroffen
Ex-Rennfahrer Niki Lauda hatte schon viele Funktionen, der Schleudersitz bei der defizitären Alitalia fehlt ihm noch
Die Leute brauchen moralische Unterstützung, um den einzig richtigen Schritt zu setzen - nämlich den in die Arbeitslosigkeit.
Es stimmt mich wirklich betroffen, und ich weiß AUCH wie es ist - nach vielen Jahren Arbeit plötzlich den Job zu verlieren, den man geliebt hat. (Selbst wenns von außen betrachtet kein so toller Job gewesen sein mag).
Aber der Verzicht, den diese tapferen Menschen da üben - nur um eine Arbeit behalten zu können, fällt Anderswo einigen Leuten in die Tasche. Wenn die Jobs weg sind, dann stehen Sie ohnehin auf der Straße, also besser gleich gehen - als so einen Betrieb noch zu Unterstützen.
bei uns bei der aua kämpfen so lang bis das unternehmen so weit wie möglich zerstört ist, in skandinavien haben die mitarbeiter hingegen genug weitsicht um zu erkennen was das beste für die zukunft von ihrem unternehmen, und ihre eigene, ist.
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