RIM-Chef: "Hätten mit Android keine Chance gehabt"

  • RIM-CEO Thorsten Heins.
    foto: eric risberg / dapd

    RIM-CEO Thorsten Heins.

Habe viele Ratschläge in diese Richtung bekommen - Trend zu großen Bildschirmen und Apps verpasst

Viele Leuten hätten ihm geraten, für künftige Blackberry-Generationen einfach Android zu nutzen, so Thorsten Heins gegenüber All Things D. Er habe sich jedoch sehr bewusst gegen diese Möglichkeit entschieden - und sei damit äußerst zufrieden, wie der Research-in-Motion-Chef betont.

Auffallen

Im Android-Umfeld sei es kaum möglich "herauszuragen": Samsung habe sich hier ein äußerst erfolgreiches Geschäft erarbeitet, für alle anderen Hersteller sei es aber ganz schön schwer noch wahrgenommen zu werden. Heins nennt aber noch ganz andere Gründe gegen Android: So ein fundamentaler Wechsel wäre einfach nicht "respektvoll" den eigenen KundInnen gegenüber gewesen.

Langsam

Die eingeschlagene Route, mit Blackberry 10 ein eigenes, modernisiertes Betriebssystem zu entwickeln, sei insofern die richtige. Zugegebenermaßen hätte man allerdings etwas früher so entscheiden können, gesteht Heins ein. RIM habe zu lange gebraucht, um zu realisieren, dass dem Großteil der Leute große Bildschirme und Apps wichtiger seien als Sicherheit und Akku-Laufzeit - zwei historische Stärken der Blackberrys.

Krise

Heins sieht sich derzeit mit der Aufgabe konfrontiert, RIM aus seiner aktuellen Krise zu führen. Die ganzen Hoffnungen setzt man dabei auf die neue Softwaregeneration Blackberry 10, die Ende Jänner offiziell vorgestellt werden soll. (red, derStandard.at, 19.11.12)

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