Ölpreise fester

New York/Wien (APA/dpa-AFX) - Die drohende Eskalation im Gaza-Konflikt hat die Ölpreise am Montag auf den höchsten Stand seit fast zwei Wochen getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Jänner-Lieferung kostete am frühen Abend 111,62 US-Dollar (87,58 Euro). Das waren 2,59 Dollar mehr als am Freitag. Das Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 2,46 Dollar auf 89,32 Dollar.

Marktbeobachter begründeten die höheren Ölpreise vor allem mit der Zuspitzung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Die jüngsten Unruhen rücken Angebotssorgen in den Fokus. Eine Ausweitung des Konflikts, möglicherweise auf wichtige arabischen Ölförderländer, könnte das derzeit hohe Angebot an Rohöl massiv beeinträchtigen.

"Ein Vorschlag aus dem Irak, die Öllieferungen als Waffe einzusetzen, wurde zwar wenig später dementiert, zeigt aber die Risiken auf, welche von dem Konflikt ausgehen könnten", schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. "Wir gehen daher von einem weiteren Preisanstieg aus."

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist unterdessen leicht gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 107,04 Dollar. Das waren 19 Cent weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (APA, 19.11.2012)

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.