Hamilton triumphiert, WM weiter offen

18. November 2012, 22:26

McLaren-Pilot siegt in Texas vor WM-Leader Vettel und dessen Konkurrenten Alonso - Webber mit defekter Lichtmachine out - Red Bull Konstrukteurs-Weltmeister

Austin - In den Tiefen der Trickkiste fand Ferrari nach schwachem Qualifying doch noch das Rezept, um die Titelentscheidung aufzuschieben. Eine Stunde vor dem Start ging der Brasilianer Felipe Massa des sechsten Startplatzes verlustig, weil am Getriebe seines Ferrari das nach dem Training angebrachte Siegel beschädigt war. Das zog eine Rückversetzung um fünf Plätze nach sich, wie sie auch bei Reparaturen am oder beim Tausch des Getriebes fällig gewesen wäre.

Massas Teamkollege Fernando Alonso gewann einen Platz, wichtiger aber noch, der Spanier konnte als Siebenter von der sogenannten sauberen Seite aus in den Grand Prix der USA starten. Neue Strecken wie der Circuit of the Americas pflegen neben der Ideallinie nämlich besonders staubig und rutschig zu sein.

Alonso nützte die clevere, zumindest nicht illegale Auflage seines Teams, legte einen hervorragenden Start hin und schloss die erste Runde auf jenem vierten Platz ab, der ihm auch bei einem Rennsieg von Sebastian Vettel die kleine Chance auf den Titel konserviert hätte. Der WM-Führende und Titelverteidiger, der tags zuvor seine insgesamt 36. Pole-Position herausgefahren hatte, startete ebenfalls perfekt und schien in seinem 100. GP den Verfolgern flott zu enteilen. Allerdings überflügelte der Brite Lewis Hamilton im McLaren recht bald Vettels Teamkollegen Mark Webber und setzte dem deutschen Doppelweltmeister immer mehr zu, während Webber mit Getriebeschaden auf der Strecke blieb und also Alonso Platz drei erbte.

Mit Zähnen und Klauen

Damit waren die Positionen bezogen, auch wenn Alonso zwischendurch nach einem schlechten Boxenstopp und späteren Reifenwechsel seiner unmittelbaren Konkurrenten bis auf Rang sechs zurückfiel, Vettel also zumindest virtuell mit seinen 25 Jahren schon der jüngste Dreifachweltmeister aller bisherigen Zeiten war. Nach Abschluss der einzigen Wechselserie fand sich Alonso aber auf Rang drei wieder, und diesen verteidigte der 31-Jährige mit Zähnen und Klauen, während Vettel den immer flotter werdenden Hamilton nur bis zur 42. von 56 Runden halten konnte.

Der 27-jährige Brite, der ab nächster Saison Michael Schumacher bei Mercedes ersetzt, feierte nach seinem vorletzten Rennen für McLaren den vierten Saisonsieg, den 21. insgesamt. Vettel sicherte Red Bull Racing endgültig und zum dritten Mal infolge die Konstrukteurs-WM und kommt mit 13 Punkten Vorsprung auf Alonso nach Interlagos, wo er selbst schon 2010, der routinierte Spanier allerdings noch nie gewinnen konnte.

Dem Titelverteidiger reicht in Brasilien in jedem Fall Rang vier zum neuerlichen Triumph. Dass er den Sack nicht schon in Austin schließen konnte, verärgerte Vettel ein wenig. Ferraris Trick nahm man bei Red Bull gelassen hin. "Das geht uns nichts an", sagte Teamchef Christian Horner. (red, DER STANDARD, 18.11.2012)

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wäre ganz einfach!

wenn die eine seite der startaufstellung bevorteilt ist, muss man sich halt eine kleine regeländeruing einfallen lassen.

z.b.
der trainingsschnellste *wählt* sich seinen startplatz, und der zweite kann sich dann seinen platz neben, aber auch hinter dem trainingsschnellsten aussuchen.

so erspart man sich das ganze trara.

Aus von Webber

Ferrari hat nicht damit gerechnet, dass Red Bull einen Doppelagenten eingeschleust hat.

So wussten Sie, dass Ferrari vor dem Rennen bei Vettels Auto einen Schlauch anritzen würde und haben prompt das Auto von Webber in Vettels Garage geschoben.

Woher ich das weiß?
Ich habe mir Zutritt zu Resi Tupfers geheimen Unterlagen verschafft.

Ein sehr seriöses Forum.

Lauter Fachleute, angehende Formel 1 Weltmeister und hochintelligente Ingenieure die hier posten.
Da kann nicht einmal mal der Niki Nationale mithalten. Respekt!

immer wenn ich ein red bull sportteam sehe

summt in meinem ohr der alte beatles song "money can't buy me love"...

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder,

so werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen *gggggg*
So in etwa könnte man/frau die Diskussion hier zwischen Ferraristi und Vettelbefürwortern beschreiben.

Lieber Karthikeyan

meinst du nicht dass es besser wäre wenn du nächstes jahr beim Reisernten in Indien helfen würdest ? Entweder lässt du andere über deinen Wagen fliegen, weil deine Lenkung bricht oder du stehst einfach nur blöd im Weg herum.

troll! karthikeyan hat nichts falsch gemacht

lesens das: http://www.formel1.de/de/3260/K... ID/1679537

Junge, geht doch ungesichert klettern auf deine Ostwand und denk dann an Ferrari :-)

Ein Hauch von Rassismus auch noch, wird ja immer besser mit Ihnen.

Mich deucht, sein Glück ward ihm nicht hold

... ging der Brasilianer Felipe Massa des sechsten Startplatzes verlustig...

war hotn des gschribm?

Schätze, die haben Ferrari-Leute beim Lichtmaschinenhersteller eingeschleust.

Jeder durchschnittliche Formel1-Autobauer schafft es, die Lichtmaschinen normal und fehlerfrei einzubauen. (Denn es fahren alle mit diesen Lichtmaschinen). Nur Newey schafft es nicht und dann ist der Hersteller schuld und nicht die eigene Unfähigkeit.

Spricht Bände über die eigene Ehrlichkeit, auch der Foristen ...

es spricht bände über die ehrlichkeit wenn die lichtmaschine eingeht? logik ich hör´dir trappsen...

und so "schlecht" kann sie nicht "eingebaut" sein, wenn es schon zum einen oder anderen titel und GP-Sieg gereicht hat.

dieser defekt kam heuer auch schon bei lotus und caterham vor, beide von einem renault-motor angetrieben.

also sparen sie sich ihr newey-/rb-bashing und informieren sich vl mal, bevor sie posten.

Die Lichtmaschinen sind Italienisch aber nicht von Ferrari.

na schau

Dt. Boulevard

Alles relativ zu sehen. Wäre Vettel bei Ferrari und Alonso bei Red Bull würden die heute von einem strategischen Meisterzug schreiben...

strategischen Meisterzug

glaub eher dass sie einen an der klatsche haben sonst nix.

Ich habe keine Bewertung der Aktion vorgenommen!
Sondern nur die Aspekte in Relation zum Ausgangspunkt gesetzt, dass im umgekehrten Fall die Journalisten die sich jetzt beschweren - dann jubeln würden.
...
Aber wie schon festgestellt, Kalkstein

wie kann der Hamilton von McLaren zu Mercedes GP wechseln. Das ist ja sowas von traurig.

Echt. Auch wenn sie zig Millionen Dollar mehr Gehalt bezahlen, dass kann ja wohl kein Grund sein. Zumindest keiner für einen "echten" Rennfahrer.

Naja, ich verstehe seinen Frust bei McLaren. Ein völlig instabiles Auto, fünf Ausfälle (wobei Belgien kein technisches Verschulden war), eine unzuverlässige Boxencrew, die ihm vor allem die erste Saisonhälfte mit ihren Fehlern komplett versaut hat, sowie für den Barcelona-Zwischenfall verantwortlich ist... mit einem zuverlässigen Team würde er jetzt noch um die WM mitfahren.

Und neben dem Frust wird er wohl das Angebot bekommen haben, als Nummer 1 im Team die Entwicklung leiten zu dürfen, was Fahrerfeedback angeht. Da kann ich ihn zwar nur schwer einschätzen, aber wenn er mit dem Auto von Anfang an gut zurecht kommt, trau ich es ihm zu, in zwei Jahren wieder ums Stockerl mitzufahren.

Das Schöne

Österreich ist schon Weltmeister -
Die Deutschen müssen noch zittern.

;-)

Österreich Weltmeister

wo beim kirschkernweitspuken vieleicht, alles andere machen nähmlich die engländer du lusche.

Uiii, da rieselt aber deutlich der Kalkstein...

Aber den Engländer lass ma auch ein wenig Freude.
Ein bisl was haben sie ja auch beigetragen ;)

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