Arbeitet Valve an einer Linux-Spielekonsole?

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    grafik: valve / linux

Unternehmen investiert derzeit massiv in Steam-Portierung und Treiber-Verbesserung für das freie Betriebssystem

Interessantes tut sich dieser Tage rund um den Spielehersteller Valve: So hat Mitgründer Gabe Newell unlängst nicht nur öffentlich Windows 8 als eine "Katastrophe" bezeichnet, sondern auch gleich die Konsequenzen daraus gezogen. Seit einigen Monaten arbeitet man mit Nachdruck an einer Portierung der Spiele-Plattform Steam für das freie Betriebssystem Linux. Vor kurzem ist die Beta-Phase angelaufen, 1.000 Linux-SpielerInnen durften den Anfang machen.

Optimierung

Doch damit endet Valves Linux-Engangement noch nicht: So arbeitet das Unternehmen aktiv mit den Grafikkartenherstellern Nvidia und ATI zusammen, um Optimierungen an deren Linux-Treibern vorzunehmen. Dies durchaus mit Erfolg: Schon vor einigen Wochen verkündetet Vlave, dass die eigenen Spiele mittlerweile unter Linux schneller laufen würden als unter Windows. Vor kurzem wurden dann aktualisierte Treiber von ATI und Nvidia veröffentlicht, die signifikante Performance-Zuwächse versprechen.

Spekulativ

Die Frage, die sich bei all dem stellt, lautet natürlich: Wozu das alles? Immerhin ist Linux bislang im Desktop-Betriebssystemmarkt (in Hinblick auf die Verbreitung) nur eine Randerscheinung, wirklich viel Geld könnte man hier also nicht machen. The Verge spekuliert denn nun auch über ganz andere Motive: So wäre durchaus denkbar, dass Valve an einer eigenen Spielekonsole oder zumindest dem Betriebssystem für eine solchige arbeitet. Hier würde sich Linux - im konkreten Fall Ubuntu - natürlich bestens anbieten.

Fäden

Schon vor einigen Monaten waren Berichte aufgetaucht, dass Valve intern an einer "Steam Box" arbeitet. Dabei soll es sich um einen Prototypen handeln, der als eine Art Hardware-Richtlinie für andere Hersteller dienen könnte. In der aktuellsten Steam-Beta gibt es zudem einen neuen "Big Picture"-Mode, ein ganz auf die TV-Nutzung ausgelegtes Interface - was natürlich ebenfalls bestens zu einer Konsole passen würde. (red, derStandard.at, 18.11.12)

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Ich glaube, dass Half-Life 3 (oder Episode 3), die fertige Linux Version von Steam und entweder ein Controller, oder vielleicht sogar die hier beschriebene Konsole alle, am gleichen Tag herauskommen werden. Und dieser Tag wird irgendwann nächstes Jahr kommen.

was fuer i****en
bezeichnen win8 als closed plattform und erstellen dann eine linux distrib, die ihren namen nicht gerecht ist und mindestens so geschlossen ist wie ein banktresor?

Valve testet die Beta von Steam auf Ubuntu! Und das ist alles andere als "closed"

was? hast du leicht mehr informationen als der rest der welt?

Ob es reicht 10-20 ältere Spiele vor Linux zu konvertieren? Nennenswerte Userzahlen erreicht man doch nur, wenn Blockbuster zeitnah mit Windows erscheinen.

Aber ein Anfang ist es zumindest.

Welchen Blockbuster hat denn Valve seit dem Steam-Linux-Betatest veröffentlicht, bei denen man es verabsäumt hat, gleich von Anfang an Windows, OS X und Ubuntu zu unterstützen?

Ich habe kein Problem damit, Linux zu verwenden, wenn man dort anständig zocken kann, ich finde offene Systeme wie Linux sowieso viel besser als solche von Firmen wie Apfel oder Kleinweich.

wenn schon, dann: winzigweich

Wenn Sie hauptsächlich im Indie-Bereich unterwegs sind, dann können Sie heute schon vernünftig unter Linux zocken. Bei Blockbuster siehts aber definitiv noch recht mau aus.

ganz ehrlich, die indie-spiele sind doch maximal casual games. zumindest hab ich noch kein einziges spiel entdeckt, das anspruchsvoll ist und mich länger fesselt.
(und ja, ich hab world of goo gespielt...)

für konstruktive vorschläge bin ich natürlich trotzdem offen

Von den Sachen, die noch nicht genannt wurden:

Braid, Faster Than Light, Limbo, Oilrush.

Don't Starve nicht zuvergessen :)

Rochard. Torchlight. Trine 2. Anomaly: Warzone Earth. Bastion. Psychonauts. Amnesia.
Und Frozen Synapse fesselt mich mehr als "God of War III" auf meiner Playstation.

Warum das alles?

Öhm, mal abseits der Verschwörungstheorien von wegen Steam-Konsole, mal ein paar nicht ganz unernst gemeinte Ansätze:
- Gabe sagt: Windows 8 ist scheiße
- Valve ist ein Haufen Nerds die machen was ihnen gerade cool vorkommt (so wird jedenfalls ihre dev-strategie geschildert)
- Valve hat das Geld um sowas einfach machen zu können
- Sie versuchen das Henne-Ei-Problem von Linux-Gaming zu lösen (aus den oben genannten Gründen).

weitergedacht?

- warum is win 8 scheiße?

weils nen "appstore" hat, und bis jetzt hatte steam das quasi windows apps/games store monopol auf windows plattformen .... oh da kommt konkurenz, windows is scheiße, linux is viel cooler, und wir haben dann wieder unser appstore monopol! von wegen haufen nerds die machen was ihnen gerade cool vorkommt ....

warum weiterdenken, einfach windows 8 ausprobieren (auf einem normalen PC auf dem man produktiv arbeiten will) und zustimmen.

Full ACK!!!

Aber das sieht keiner. Valve ist ja so cool.
Nur muss man sehen dass Valve inzw. mehr Kohle mit Steam verdient als mit Ihren Spielen.
Und genau deswegen haben Sie Angst, weil andere Publisher ja Ihre Spiele im W8 Store anbieten können und Valve dann nicht mehr mitschneidet.

wth?

hätte steam tatsächlich ein monopol auf den vertrieb von spielen, würde ich das posting verstehen.

tatsächlich gibt es viele verschiedene vertriebswege für spiele - von der guten alten dvd angefangen bis zu verschiedenen downloadmöglichkeiten. valva hat da keine angst vor einem zusätzlichen store.

wovor valve angst hat, ist dass ms versucht, alle anderen stores zu verdrängen - also ein echtes monopol auf einen gamestore zu erhalten. und das gefährdet natürlich massiv das geschäft von valve.

partauz, die verteidigen ihr geschäft.

nona werden sie schaun dass sie ihr vorhandes system nicht von ms ausgehebelt bekommen.

und ich bin froh dass sie das tun. ein ms-appshop wird nämlich nicht annähern so gut sein wie steam.
was patching, zuverlässigkeit und vorallem konsistenz betrifft.

wunderbar

Einer der wenigen Gründe Windows zu verwenden, ist MMn das PC-Gaming.

Angesichts einer Produktpolitik wie sie MS betreibt (http://derstandard.at/135026143... Windows-7) kann man froh sein dass hier zumindest an Alternativen gearbeitet wird.

Mit Valve und den Grafikkartenherstellern im Rücken könnte es dem Linux Desktop endlich den Push geben um etwas mehr Verbreitung zu finden. Windows könnte man wenn mans mal braucht dann on Demand in einer VM laufen lassen ;-).

ich sehe schon die schlagzeile 2013 - DAS JAHR DES LINUX DESKTOPS auf uns zukomen ;-)

"oder zumindest dem Betriebssystem für eine solchige arbeitet"

... ich mach jetzt mal einen auf Prophet ... genau darum geht es.

Für den Fall dass MS tatsächlich mit Win8 (od. wann auch immer) ein geschlossenes System einführt, und Drittanbieter an die Leine nehmen kann, bootet ein Steam-Debian/Ubuntu mit einem "rocksolid/deppensicheren" Treibersupport von DVD/USB-Stick...

... die dazu nötige Konsole nennt sich PC.

... Wäre auch fahrlässig NICHT solche Schritte einzuleiten. Vorbeugen ist besser als...

Gibt auch bereits einen (inoffiziellen) Hack um unter Ubuntu gleich in Steam einzuloggen, ohne den normalen Desktop starten zu müssen.
Man wählt also nach dem booten Steam aus um gleich in den Big Picture Mode zu kommen. Natürlich könnte man auch auf den Login verzichten, gerade so wie es bei einer Konsole auch ist. Kommen die Spiele kann man sich also schon heute leicht seine Steambox zusammenbasteln.

http://www.omgubuntu.co.uk/2012/11/h... -in-ubuntu

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