SPD-Chef: Reiche Griechen müssen beim Sparen helfen

"Kann mir kein neues Hilfspaket vorstellen, ohne dass nicht auch vermögende Griechen zur Kasse gebeten werden"

Athen/Berlin - Der Chef der deutschen Sozialdemokraten, Sigmar Gabriel, macht die Zustimmung seiner Partei zu einem weiteren Griechenland-Hilfspaket von Sparanstrengungen reicher Griechen abhängig. "Ich kann mir kein neues Hilfspaket vorstellen, ohne dass nicht endlich auch die vermögenden Griechen zur Kasse gebeten werden", sagte Gabriel gegenüber der Zeitung "Bild am Sonntag".

Der SPD-Chef beschuldigte die deutsche Regierung, am Steuerbetrug vermögender Griechen Mitschuld zu haben: "Die europäischen Regierungen sollten das in Europa gebunkerte Vermögen von Griechen einfrieren, bis die nachgewiesen haben, dass sie in Griechenland nach Recht und Gesetz Steuern bezahlt haben."

Gabriel sagte weiter: "Die Staats- und Regierungschefs sollten sich dafür schämen, dass sie klammheimlich wie Hehler an der Steuerflucht der griechischen Milliardäre verdienen und dann anschließend die deutschen und europäischen Steuerzahler für Hilfspakete zur Kasse bitten. Das muss gestoppt werden." Möglichkeiten für Griechenland, weiter zu sparen, sieht Gabriel vor allem bei den Militärausgaben. (APA, 18.11.2012)

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