Kurdische Häftlinge in der Türkei beenden Hungerstreik

18. November 2012, 12:08

Inhaftierter Kurdenführers Öcalan: Protest hat seine Ziele erreich

Istanbul - Nach einem Aufruf des inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan haben kurdische Häftlinge einen vor mehr als zwei Monaten begonnenen Hungerstreik beendet. Der Chef der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK habe seinem Bruder am Samstag bei einem Besuch erklärt, der Protest habe seine Ziele erreicht, berichteten türkische Medien am Sonntag.

Hunderte Häftlinge hatten mit dem Protest Freiheit für Öcalan und Verhandlungen mit ihm verlangt. Außerdem forderten sie eine vollständige Anerkennung des Kurdischen als Sprache im öffentlichen Leben, im Bildungssystem sowie bei Gerichtsverhandlungen.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte eine Freilassung Öcalans mehrfach ausgeschlossen und den Protest, der am 12. September begonnen worden war, als politische Show bezeichnet. Türkische Medien hatten berichtet, Häftlinge hätten während des 67 Tage dauernden Hungerstreiks heimlich Nahrung zu sich genommen.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. (APA, 18.11.2012)

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10 Postings

Öcalan gibt nach...

man kann nur Nachgeben wenn man unter Druck ist ;)

wieso was hat Öcalan zu verlieren, längere Haftsrafe?
die türkische Regierung hat alles versucht um den Streik zu beenden, doch letzlich mussten sie mit ihm verhandeln damit er das macht, was hat er davon wenn der Streik beendet wird, oder warum musste sich die Regierung dreimal mit ihm Trefffen inerhalb der letzten Woche, er kann nicht Nachgeben weil er nie unter Druck gestanden hat, er sitzt schön von der Türkischen Regierung beschützt auf seiner Insel und kann der PKK befehle geben wann er will, besser könnten ihn seine eigenen Leute auch nicht schützen, glauben sie außerdem weil der Streik vorbei ist, das der Untericht der Muttersprache in Kurdisch nicht kommen wird, worauf mussten die Kurden jetzt verzichten?

Unterricht in der Muttersprache war schon seit längerem in Vorbereitung. Oder meinen sie dass ein Gesetz so über Nacht geplant und geschrieben wird ?

Die PKK ist unter Druck, sonst müsste sie nicht Anhänger fast zu Tode hungern lassen um sich als Ansprechpartner "anzubieten". Es soll zeigen das Öcalan die ganze Bande im Griff hat.
Die Zeit spielt gegen die PKK, die Unterstützung aus der Bevölkerung wird immer weniger, die Armee bekämpft die PKK intensiver als in den Jahren zuvor.
Außerdem ziehen die Amerikaner bald aus dem Irak ab und Barzani wird sich davor hüten mit der Türkei von der er wirtschaflich abhängig ist einen Konflikt zu schüren.

Viele Optionen hat Öcalan nicht mehr....

Die Türken wissen es sehr genau, dass sie das kurdische Volk nicht mehr länger unterdrücken dürfen.

Garnichts würde die Türkei ohne der Druck von Kurden nachgeben.
Der Unterricht in der kurdischen Sprache schon garnicht. Man sieht ja wie die kurdische Sprache jahrenlang vor türkischen Gerichten als eine Sprache bezeichnet wurde, die angeblich die Türken nicht kennen würden.
geplant war garnichts, erst müsste der Druck kommen und dann haben klugen Türken wie dich eingesehen, dass man den Kurden diese Rechte einräumen muss. Sonst würde in der Türkei Chaos geben.
Herr Bazanî ist ein Mensch, der die Türkei sehr gut kennt. Warum mus er sich gegen die Türkei stellen. Er ist nicht stur wie Türken.
Eher die Türkei steht unter Druck umd muss bald zugeben, dass die ganzen Cats und Maus mit Kurden ein Verbrechen und Fehler waren.

Früher musste derjenige vor Gericht den Übersetzer selbst finanzieren falls dieser kein türkisch konnte.
Jetzt zahlt es der Staat. Amtssprache bleibt türkisch.
D.h. gut für die Türkei, schlecht für die PKK.

Warum wohl ?

Hejaro,
Wieso hungert die PKK dann Öcalan nicht einfach frei ? Wäre der Druck dann etwa nicht da ? :)
Wiesen sie uberhaupt wie Gesetze oder Verordnungen entstehen ?

cih weiß turknationalisten müssen sich selbst motivieren

sie können das immer so sehen wie sie zufrieden sind, die PKK hat mehr anhänger als jezuvor, zusätzlich bekommtes sie Unterstützung aus Syrien und der dortigen Bevölkerung, Meinungsumfragen zeigen die BDP bei 8 % und wenn das Bevölkerungswachstum im osten weiter so hoch ist, dann ist es nur eine frage der Zeit mit der 10% Wahlhürde, wenn die Regierung in der türkei nicht 10000 Leute von der KCK verhaftet hätte were sie dem Druck garnicht mehr gewachsen gewesen siehe Newroz in Dyarbakir mit 1 Million Teilnehmer, die Armee kann sie bekämpfen soviel sie will das bringt nichts, weil immer neue nachkommen, und mittlerweile sind die meisten PKK Anhänger aus Istanbul, im Irak sind die Kurden die einzigen Ansprechparter der USA, und der Türkei ;)

Die pkk konnte nur dank der Umstände im Irak und Syrien bis jetzt überleben!
Hätten sie nicht die Berge und ihre Unterstützer in den Nachbarländern,dann wäre die pkk schon längst Geschichte gewesen..

Aber ohne ihre Nachbarn(Araber,Iraner,Türken) werden die Kurden niemals überleben können,eingeschlossen in den Bergen ohne Zugang zum Meer..
Das sollten sie sich merken!

Wenn es nach der PKK geht ist alles andere türkisch nationalistisch.

Selbstmotivation durch Meinungsumfragen.
Meinungsbildung durch Drohung, Entführung und
Bevölkerungswachstum :)...

Barzani wird sich nicht mit der Türkei anlegen. Wirtschaftlich braucht er die Türkei, aber nicht umgekehrt. Die PKK stört hier nur. Das weiß auch Öcalan. So dumm ist er nicht das nur er auf den Bevölkerungswachstum setzt :)

Erdogan: es gibt nur einen Hungerstreikenden

dafür das es nur "Show" war hat Erdogan ganz schön real nachgegeben, sie kaufen sogar ein neues Bot um Öcalan in zukunft leichter besuchen zu können, und das Gesetz für verwendung von Kurdisch vor Gericht ist auch durch (man wird dann sehen obs bei der Umsetzung auch was taugt), wenn schon ein Ministerpräsident in aller Öffentlichkeit unverschämt lügen kann dann sollte man auch in die anderen Aussagen nicht soviel glauben stecken, komisch ist nur wenn in Indien jemand namens Gandhi durch verweigerung der Nahrungsaufnahme ein beispiel für zivielen Ungehorsam wird ist es Demokratisches rRecht, wenn 10000 Kurdische Gefangene das machen ist es keine Demokratische Methode, sein Recht einzufordern, und das von einer EU-Sprecherin,

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