Android 4.2: Dezember verzweifelt gesucht

  • Filmtitel: "Dezember verzweifelt gesucht". Spekulationen über die Ursachen für Googles Verzicht auf diesen Monat bitte im Kommentarbereich! ;)
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    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Filmtitel: "Dezember verzweifelt gesucht". Spekulationen über die Ursachen für Googles Verzicht auf diesen Monat bitte im Kommentarbereich! ;)

Nach November folgt in der People-App direkt der Jänner - Fehler in der neuen Betriebssystemversion sorgt für Verblüffung

Es gibt Fehler, die treten nur bei einzelnen Geräten und gewissen Softwarekombinationen auf, sind also im Vorfeld eher schwer ausfindig zu machen. Und dann gibt es solche, da fragt man sich schon mal, wie so etwas durch auch nur die rudimentärste Form von Qualitätssicherung / Testphase kommen kann. Genau so etwas ist nun aber Google im vor wenigen Tagen veröffentlichten Android 4.2 passiert.

Dezember? Wozu?

Wer nämlich in der zweiten Auflage von "Jelly Bean" versucht in der People-App (beispielsweise) einen Geburtstag für ein andere Person einzutragen, sollte lieber hoffen, dass diese nicht im Dezember geboren ist. Auf dieses Monat hat man nämlich schlicht vergessen, nach dem November folgt also gleich wieder der Jänner.

Einschränkungen

Der Fehler wurde bereits vor einigen Tagen an die Fehlerdatenbank von Google berichtet. Er ist tatsächlich nur auf die betreffende App beschränkt, in der Kalender-App ist dieses Verhalten also beispielsweise nicht zu bemerken. Auch werden bereits vorhandene Datumseinträge durchaus korrekt angezeigt, nur eben bei der Eingabe wird es schwierig.

Erinnerung

Das aktuelle Problem weckt Erinnerung daran, dass Google in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal ein ähnlich haarsträubender Fehler in ausgelieferten Android-Versionen passiert ist. So wurde etwa Android 2.0 mit einem Bug ausgeliefert, der zwar durchaus einen gewissen Charme versprühte, dafür aber um so unerfreulichere Auswirkungen hatte: Bei der zunächst nur auf dem Motorola Droid verfügbaren Sofwareversion funktionierte der Autofokus der Kamera nämlich lediglich eine gewisse Zeit lang, und dann wieder nicht. Exakt im Rhythmus von 24,5 Tagen wechselte sich dieses Verhalten ab.

Update

Damals reagierten Google und Motorola rasch auf das Problem und behoben den Bug noch bevor für die meisten NutzerInnen zum ersten Mal wirklich schlagend wurde - zumindest in den USA: Die KäuferInnen der europäischen Variante, des Milestone, mussten noch einige Monate länger auf eine Lösung warten. Zumindest solche regionalen Probleme sollten sich im aktuellen Fall nicht stellen, hat Google die Updates für die derzeit exklusiv mit Android 4.2 versorgten Geräte alleine in der Hand. (apo, derStandard.at, 18.11.12)

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