"Gendersensible" Kooperation in NÖ-Grenzregion

12. August 2003, 13:16
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Projekt "GEKO" zielt auf Chancengleichheit

St. Pölten - Auf Chancengleichheit der Geschlechter zielt ein Projekt des Weinviertelmanagements in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politologie der Comenius Universität Preßburg (Bratislava) und dem Tschechischen Frauenverband Brünn ab, das Landesrätin Johanna Mikl-Leitner (V) am Donnerstag in St. Pölten vorstellte. "GEKO" steht für "Gendersensible Kooperationen in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung".

Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Situationen

Wie Mikl-Leitner ausführte, geht es in den grenzüberschreitenden Interreg-Programmen um die Umsetzung des Gender Mainstreaming Prinzips, das die systematische Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgangssituationen von Frauen und Männern einfordert. Außerdem gehe es um die Verbesserung der Lebensbedingungen insbesondere der Frauen in der Grenzregion. Diese sollten verstärkt in die regionalen Entscheidungsstrukturen eingebunden werden. Durch Weiterbildungskurse sollen Frauen motiviert werden, eigenständige grenzüberschreitende Projektideen umzusetzen.

Schlechter Status Quo im Weinviertel

Neben der "noch sehr stark traditionell geprägten Rollenverteilung" verwies die für EU-Fragen zuständige Landesrätin auch auf die schlechte Arbeitsmarktsituation im Weinviertel. Ziele des Projektes sind u.a. grenzüberschreitende Kooperationen und die Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf eine mitteleuropäische Kernregion, insbesondere durch auf Frauen abgestimmte Bildungsmodule. Die Sensibilisierung für Chancengleichheit soll mit praktischer Arbeit verknüpft werden.

Das für drei Jahre anberaumte Projekt startet im Oktober. Die Kosten von 198.764 Euro tragen EU (50 Prozent), Land NÖ (40 Prozent) und Bund (zehn Prozent). (APA)

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