Gaza – Warum gerade jetzt?

Gastkommentar |
  • Roland Benedikter ist Politikwissenschaftler und Soziologe und forscht an der Stanford University
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    Roland Benedikter ist Politikwissenschaftler und Soziologe und forscht an der Stanford University

Kommentar zu den Hintergründen des aktuellen Konflikts

Für die Beurteilung wichtig sind nicht nur die schwer lösbaren historischen Ursachen und die überaus tragischen Tagesumstände, sondern vielmehr das "timing". Genau zu dem Zeitpunkt, als der Iran Mitte November seine zweite Uran-Aufbereitungsanlage in Fordo in Betrieb nimmt und damit dreimal so schnell atomwaffenfähiges Material herstellen kann wie bisher, wird Israel ohne äußerlichen Grund durch einen neuen Krieg an seinen Grenzen gebunden. Dass die Hamas plötzlich wie auf äußeren Befehl iranische Farj-Raketen auf Israel feuert und damit Israel zur Reaktion zwingt, ist schwerlich ein Zufall. Ebensowenig ist es ein Zufall, dass syrische Panzer in die entmilitarisierte Zone der Golan-Höhen eindringen, dass israelische Militärposten von Syrien aus beschossen werden, und dass der Syrien-Konflikt so lange dauert. Wie längst bekannt ist, versorgt der Iran vorrangig auf dem Luftweg das syrische Regime mit Waffen, Munition und Kämpfern - angeblich mit schweigender Überflugsgenehmigung durch den Irak. Der Iran hätte die Macht, den syrischen Konflikt sofort zu beenden, sowohl diplomatisch wie auch militärisch, und zwar zugunsten jeder der beiden Seiten. Aber die iranische Führung hat daran kein Interesse. Ganz im Gegenteil: sie will das syrische Regime nur soweit stützen, dass der Konflikt endlos weitergeht. Es gibt Stimmen, die von begrenzten iranischen Waffenlieferungen an die Aufständischen sprechen. Wozu das alles?

Sowohl der Krieg in Gaza wie der in Syrien sind entscheidend vom Iran mitgesteuert. Beide dienen dazu, Israel und die westliche Welt zu zwingen, anderswohin zu schauen, nicht auf die iranische Bombe. Dass der Gaza-Konflikt gerade jetzt ausbricht, wo der Iran seine Anstrengungen, die Atomombe zu bauen, verdreifacht, ist deshalb nicht nur für den Nahen Osten, sondern für die ganze Welt ein besorgniserregendes Zeichen. Denn wenn der Iran den lange "aufgesparten", mittels langjähriger Waffenlieferungen in Milliardenumfang sorgfältig vorbereiten Gaza-Konflikt durch die mit ihm verbündete Hamas gerade jetzt entfacht, dann ist das ein klarer Hinweis darauf, dass er nun die kritische Phase gekommen sieht, in der die Bombe in unmittelbarer Reichweite ist. Diese Phase gilt es mit allen Mitteln zu überbrücken, nicht zuletzt auch mit Seiten- und Bindungskriegen.

Der Westen sollte niemals das vielfach wiederholte Wort Mahmud Ahmadinedschads vergessen: Was die Welt in ihrer heutigen Entwicklungsphase braucht, sind Konflikte und ein gewisses, wenn auch begrenztes Chaos. Denn "nach dem Chaos kommt Gott". Damit mein Ahmadinedschad: Kriege "reinigen" die Menschheit, und sie führen eben durch diese Reinigung zu einer gottgewollten Ordnung - natürlich mit Hilfe des Iran, und gegen Israel. Europa sollte in der Beurteilung dieser Zusammenhänge nicht vergessen, dass die meisten iranischen Raketen weder auf die USA noch auf den Nahen Osten gerichtet sind: Sie sind auf Europa gerichtet. Denn um seine Rolle im Nahen Osten stetig auszuweiten und Israel zu treffen, muss der Iran zunächst versuchen, die USA und Europa, die wichtigsten Verbündeten Israels, auseinanderzudividieren. Das geschieht am besten, indem man den Schwächeren bedroht, und darauf hofft, dass der Stärkere irgendwann sagt: "Es ist genug mit meinem Schutz, nun musst du dir einmal selbst helfen!"

Genau das geschieht heute in Zeiten der "Post-Empire"- Depression des Westens zwischen den USA und Europa - trotz Raketenschild und formalen Lippenbekenntnissen der NATO an die Türkei. Der wiedergewählte Präsident Obama ist der anti-europäischste US-Präsident aller Zeiten, er hält von Europa nichts. Unter seiner Ägide ist das atlantische Bündnis in der tiefsten Krise seines Bestehens, nicht nur, da Europa gespalten ist und Obama keinen Ansprechpartner hat, sondern auch, weil Amerika unter Obama eine klare "Asia First" Strategie verfolgt. Nach Obamas Wiederwahl wird das atlantische Bündnis weiter an Bedeutung verlieren, und Europa im Nahen Osten zunehmend zu Eigenständigkeit herausgefordert sein, wie bereits die Rückzugs- und Vermittlungspolitik Obamas in Tunesien, Ägypten, Syrien und Libyen gezeigt hat.

Der Iran hat all dies genau verfolgt und verstanden. Der Gaza-Konflikt bricht genau zu dem Zeitpunkt aus, als der ganz auf Amerika und den Pazifik konzentrierte "erste pazifische Präsident der USA" (Obamas Selbstdefinition) wiedergewählt wird (6. November) und seine erste Reise sogleich nach Südostasien antritt, demonstrativ nicht nach Europa oder in den Nahen Osten - ein Signal, das auch Israel genau verstanden hat, und woraus es nun seine Schlüsse ziehen wird. Israel versteht: Amerika ist unter Obama vorrangig mit Lippenbekenntnissen an seiner Seite, weniger mit Taten. Europa ist von Amerika mehr denn je abgekoppelt und seit der Abkoppelung Großbritanniens vom europäischen Einigungsprozeß, seinen Wirtschaftskrisen 2007-11 und seiner nicht enden wollenden Schulden- und Einheitskrise seit 2011 schwach und uneins wie selten zuvor. Die neue kontinentaleuropäische Leitmacht wider Willen Deutschland wird im Nahen Osten schon aus historischen Gründen weiterhin übervorsichtig agieren und verfolgt zudem seit einigen Jahren eine für das westliche Bündnis zunehmend problematische Strategie der "Sonderbeziehung" mit China - was zum Paradoxon führt, dass die rasch an Intensität zunehmende Konfrontation zwischen China und den USA im Pazifik begleitet wird von der Hoffnung der neuen chinesischen Eliten nach dem Machttransfer vom November 2012, Deutschland, der Alliierte der USA, könne zum wichtigsten wirtschaftlichen und strategischen Partner Chinas 2013-2022 werden.

Israel versteht: All dies sieht der Iran und wähnt den Zeitpunkt zum Handeln gekommen. Der Iran macht in der zweiten November-Hälfte 2012 einen entscheidenden weiteren Schritt zur Atommacht, hält dazu den Syrien-Konflikt am Leben, und entfesselt, um ganz sicher zu gehen, den Gaza-Konflikt eben zum Zeitpunkt, wo all diese globalpolitischen Stränge, Wiederwahl Obamas, Machttransfer Chinas, Budget- und Einheitskrise Europas zusammenfallen, um von sich abzulenken. Das ist seine Art von "Appeasement"-Politik. Das Problem des Iran aber ist, dass Israel all dies versteht - wie auch die beteiligten Politiker in der gemässigten Mehrheitsfraktion der Palästinenser und in der Region. Der Gaza-Konflikt ist an sich ein neues trauriges Symptom einer historisch und politisch verfahrenen Situation im Nahen Osten. Sein jetziger Zeitpunkt aber ist bedeutsamer: Er ist ein welthistorisches Signal, das gerade für Europa Grund zur Sorge sein sollte. (Roland Benedikter, derStandard.at, 18.11.2012)

Roland Benedikter, geboren 1965 in Südtirol, hat eine Europäische Stiftungsprofessur in multidisziplinärer politischer Soziologie an der University of California in Santa Barbara. An der Stanford University forscht er am Europe Center, einem Teil des Freeman Spogli Institute for International Studies.

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Etwas hinkt an der Einschätzung. Wenn wir annehmen dass das stimmt

was er schreibt dann fragt man sich doch warum läuft dann Israel direkt in die Falle des Irans. Selbst Netanjahu und seine Kollegen sind wohl nicht so dumm? Also dann laufe ich doch nicht ohne weitere eigene Interessen in die Falle.
Interessant wäre doch zu wissen wieso Israel genau so reagiert wie der Iran das angeblich will.
Kann es sein das Netanjahu das gerne aufnimmt um den starken Mann rauszuhängen (Wahlkampf)?
Kann es sein dass Israel diese Geschichte des Autors nur aufbaut um gegen das Iranische Atomprogramm vorgehen zu können?
Wenn in die vergangenheit sieht dann ist die Dummheit vielleicht doch die naheliegenste Erklärung. Raketen der Hamas auf Israel Militäraktion gegen Gaza. immer wieder. Das zeugt nicht von Inteligenz.

Seit wann veröffentlicht der Standard Märchen?

Wes Brot ich esse

des Lied ich singe

Persien war immer bedeutende Regionalmacht - das wird der unerträglich arrogante Westen anerkennen müssen...

Das die Perser derzeit ein schlimmes Regime haben ändert daran einmal nichts, und die Perser hätten das Problem längst selbst überwunden wenn der "Westen" mit seinen Hegemonial-Phantasien nicht immer wieder einmal blöd hineinpfuschen würde.

Super Verschwörungstheorie.

Und mit den Wahlen im Jänner 2013 in Israel hat das ganz natürlich nicht das Geringste zu tun.

Der Iran lenkt ab

aber nicht unbedingt von der Bombe, sonder wohl eher die eigene Bevölkerung von der Wirtschaftskrise und der Hyperinflation von über 70%.

Die Gefahr für den Iran ist nicht Israel oder die USA sonder eine Implosion wegen dem Niedergang der heimischen Wirtschaft

Kann sein, dass alles so toll zusammenhängt,

muss es aber durchaus nicht !

"den schwächeren attackieren sodass der stärkere sagt, jetzt hilf dir mal selber"...sehr mysterios,

bei einer Atacke (Raketen Z.B) durch den Iran auf EU oder Israle würde sofort die Faust der USA auf denselben niederfahren, das ist Fakt.....

Iran vor der Bombe?

da lob ich mir Moshe Zuckermann zur Einschätzung, warum jetzt der Gazaangriff und Knuth Mellentin zur Frage, was es mit der Iranbombe auf sich hat. Der Iran wird wohl überall dort mitmischen wollen wie alle anderen arab. Länder, aber man sollte ihn auch nicht überschätzen. Herr Benedikter hat hier übers Ziel geschossen. Das sind wilde Spekulationen und faktenlose Projektionen auf das ferne Superobjekt Iran.
Kennt er den Südtiroler Chefredakteur des Der Standard Prantner, dass er hier einen solchen Kommentar von nicht gerade besonderer Qualität veröffentlichen kann?

Wenn diese Ananlyse auch nur zur Hälfte richtig ist - dann sollte sich die Welt verdammt noch einmal beginnen richtig ernsthafte Sorgen zu machen...

also ich sehe, was den zeitpunkt betrifft, die ursache eher in den bevorstehenden israelischen wahlen. netanyahu will sich als starker mann präsentieren und die hamas hilft ihm dabei (weil sie fürchtet, daß eine von der arbeiterpartei geführte regierung ein endgültiges friedensabkommen mit abbas schließen könnte).

diese argumentation wird damit hinfällig, dass es die hamas war, die die beiden letzten von egpt ausgehandelten waffenstillsitände gebrochen hat.

http://tinyurl.com/az5hw7k bzw http://tinyurl.com/bxjeclx

hätt ich auch so gesehen. krieg für wählerstimmen. :(

Das klingt unlogisch.

Welchen Wählerzuwachs kann sich ein in Umfrage-Führung liegendes Regierungsbündnis noch erwarten, wenn es Reservisten einzieht? Weder die frischen, gut gebildeten und ausgebildeten Soldaten noch deren Familien wären begeistert davon, ihr Leben für einen Wahlkampfgag aufs Spiel zu setzen. Wir reden hier nicht von einer leicht lenkbaren Masse von blind-idiotischen Patrioten, sondern von einer durchaus kritischen Öffentlichkeit wie sie Israels Gesellschaft durchaus dartstellt.
Die Wahlen sind erst in ein paar Monaten.

was du schreibst ist unlogisch. der starke mann der furchtlos alles tut um "sicherheit "zu gewähren gewinnt die stimmen. darum gehts und nicht um die stimmen einiger soldaten (und auch da ist deine annahme falsch). klingelts?

Nein, es klingelt nicht

Es macht weiterhin wenig Sinn, was Sie schreiben.
Es handelt sich nicht um eine voraufklärerische Gesellschaft, sondern um Israel.
Der einzige Bevölkerungsteil, bei dem Netanjahu als 'Starker Mann' punkten könnte, ist nicht Teilnehmer am Krieg. Die Ultraorthodoxen sind zwar Kriegstreiber, aber nicht Teilnehmer. Die wählen ihn aber eh nicht, dafür dessen Koalitionspartner.
Im Gegenteil, die sozialen Spannungen im Land werden durch den Krieg nicht zugetüncht, sondern vielmehr verstärkt werden.

klingelt nicht? arm.

was du schreibst ist nichtssagend und falsch. sicherheit ist nicht nur ein bedürfnis der "ultraorthodoxen" und "kriegstreiber" sondern von einer breiten bevölkerungsschicht. und die erreicht er mit dem krieg, als "bewahrer der sicherheit".

klingelts jetzt vielleicht?

Nun, 'Sicherheit', wenn auch nur eine trügerische, gab es ja.

Vor dem heutigen Selbstmordanschlag auf den Bus gab es sechs lange Jahre keinen. Etwas, was Netanjahu und seine zahllosen Unterstützer oft und gern betont haben.

Die Sicherheit ist, wie zu erwarten war, weg und der Krieg erreicht dank der moderneren Bewaffnung der Hamas (woher eigentlich, wenn die obige Analyse so falsch lag) auch die Städte abseits der Grenzregionen Israels.

War das Vorauszusehen? Ja.
Würde sich ein Politprofi wie Netanjahu so einen Schnitzer so kurz vor der Wahl leisten? Eher nein.
Er ist zwar ein rechter Hardliner, aber nicht so ein Dummkopf wie ein George W.

das liest sich wie eine 9/11 verschwörungstheorie.

dachte bisher diese aluhut fraktion gibts bei den neocons nicht.

Tut mir leid

aber der Artikel wirkt aus meiner Sicht ziemlich manipulativ um nicht zu sagen "an eine Verschwörungstheorie grenzend"! Dass dem Iran der Konflikt gelegen kommt will ich garnicht bestreiten, aber den Iran als großen Drahtieher und Innitiator darzustellen, der die Hamas Marionettengleich dirigiert ist sehr übertrieben. Und was der Artikel ganz verschweigt ist, dass am Anfang der Auseinandersetzungen die Ermordung des Hamas-Führers stand.

danke für diese differenzierte und nachvollziehbare Analyse - auch wenn freilich Zweifel bleiben dürfen, ob diese Darstellung tatsächlich so stimmt. Ein Knackpunkt in der Darstellung ist das Zitat von Ahmadinedschad, welches als expliziter Hinweis

auf das Denken der hinter ihm stehenden religiösen Führer ist. Diese und ähnlich denkende politisch-religiöse Führer heben sehr großen Einfluss - und nehmen möglicherweise jenen Platz in der Weltpolitik ein, welchen einst faschistische Bewegungen eingenommen haben. Ich denke, es ist der Blinde Fleck des allgemeinen politischen Denkens im Westen, weil man damit nicht umgehen kann - weil im eigenen Bereich der Einfluss und die Dynamik religiöser (konservativer) und auch religionsförmiger (sozialistischer und sozialdemokratischer) Gruppierungen nicht verstanden wird. Der fundamentalistische Kapitalismus und Neoliberalismus, auch mit ihren Formen der wirtschaftlichen Kriegsführung, provoziert globale Machtansprüche religiöser Machtträger.

Dann kovertieren wir eben alle zum Kommunismus, damit wieder a Ruh' is.

Ach, wenn's nur soo einfach wäre...

"...ohne äußerlichen Grund" ??

Am Beginn der mom. Gaza-Krise stand die gezielte Tötung des Hamas-Oberkommandierenden Ahmed al-Dschabari (soviel zum "äußerlichen Grund");man mag dazu stehen wie man will: aber den Iran nun auch noch als den Auslöser dieses Krieges zu bezeichnen ist wirklich grotesk;oder sollte sein Einfluß schon bis ins isra.Militär reichen?...lächerlich....Detto absurd und Fakten auf den Kopf stellend ist die Behauptung ,daß der nachweisbar von westl. Staaten d. Waffenlieferungen an die syr.Aufständischen befeuerte syr. Bürgerkrieg plötzlich auch das Werk des Iran sein soll-weil s nun mal grad so schön in die Theorie paßt... ! Theorien die versch.,polycausale gesell. Konflikte auf den 1 Bösen zurückführen sind abzulehnen sind nat .Verschwörungstheorien!

sehe ich auch so

also wenn geschrieben wird "gerade jetzt" und "Ohne außeren Grund" dann schein mir dieser Artikel von vornherein sehr einseitig!!
Ich habe das auch so mitbekkommen das es zuerst den Anschlag auf die Hamasführung gab das war der Zeitpunkt und der außere Einfluß - oder habe ich da etwas übersehen!!
ich frage mich nur - was war das tatsächlliche Kalkül??

Timing?

Und weil die Iraner das alles checken, bringen ihnen zuliebe die Israeli den Hamas-Oberfuzi um?

zwickt's mi, i man i tram, aber

bin ich hier im Pre**e Forum gelandet oder was?

kann nur hoffen dass nicht auch noch der Standard zu einer Plattform für das anonyme Entladen latenten Antisemitismus' wird!

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