Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz eröffnet

17. November 2012, 21:33
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Häupl und Pröll "illuminierten" Weihnachtsbaum - Heuer gibt es erstmals "Himmelsbühne"

Wien - In Wien ist am Samstag der Christkindlmarkt am Rathausplatz und damit auch die diesjährige Punsch- und Glühweinsaison offiziell eröffnet worden: Bürgermeister Michael Häupl (SP) und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) nahmen aus diesem Anlass die "Illuminierung" des Christbaumes vor. Die 120 Jahre alte und 32 Meter hohe Fichte kommt heuer aus der Gemeinde Schwarzenbach an der Pielach (Bezirk St. Pölten). Sie ragt über rund 140 Holzhütten, in denen weihnachtliche Waren, Süßigkeiten und Spielzeug verkauft werden.

Vor dem Einschalten der aus etwa 1.000 Lämpchen bestehenden Christbaumbeleuchtung - Illuminierung genannt - verwies Landeshauptmann Pröll in einer Ansprache auf den Symbolcharakter des Baumes. Dieser stehe für "eine gute Nachbarschaft" zwischen Wien und Niederösterreich: "Ein Symbol, das auch zeigt, dass Nachbarn gut miteinander arbeiten können, wenn Menschen es wollen. Auch wenn das eine oder andere Mal konfliktträchtige Situationen in dieser Nachbarschaft zu bewältigen sind, so kommt es doch darauf an, dass in einer konfliktträchtigen Situation Menschen vorhanden sind, die Spannungen entspannen und das gemeinsame Ganze im Vordergrund halten. Das ist auch jetzt so."

Wichtige Verbindung

Und auch Bürgermeister Häupl betonte, dass die Verbindung mit dem Bundesland Niederösterreich "für uns eine besonders wichtige ist": "Es zeigt vor allem auch: Stadt und Land leben miteinander und werden auch nur miteinander die gemeinsamen Zukunftsherausforderungen bewältigen." Eine gute Freundschaft erkenne man nicht zuletzt auch an der Qualität, wie Konflikte bewältigt werden: "Gerade da zeigt sich, wie tief die Verbundenheit und Freundschaft zwischen Niederösterreich und Wien ist. Denn noch allemal werden Diskussionen getragen vom gemeinsamen Willen, die Probleme auch entsprechend zu lösen."

Auch wenn von Häupl und Pröll nicht angesprochen, gab es zuletzt ein Thema, das für Verstimmung zwischen Niederösterreich und Wien gesorgt hatte: Die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Wien - also die Ausdehnung der sogenannten Parkpickerlzonen. Pendler aus dem Umland tun sich dadurch seit Anfang Oktober deutlich schwerer, einen Parkplatz in der Bundeshauptstadt zu finden. Niederösterreichische Kritik gab es auch für die Überlegungen, die Pickerlzonen noch einmal zu erweitern. Derzeit erarbeiten die beiden Bundesländer ein Maßnahmenpaket, um die Situation der Pendler zu verbessern.

Der Besucherandrang auf dem Christkindlmarkt war schon am Eröffnungstag sehr groß, zahlreiche Besucher ließen sich die feierliche Illuminierung des Christbaumes nicht entgehen. Bis 24. Dezember kann am Rathausplatz die Weihnachtszeit genossen werden. Zeitgleich findet im Rathauspark der "Adventzauber" mit bunt geschmückten Bäumen, Ponyreiten und Ringelspiel statt. In "Christkindls Werkstatt" können die kleinen Besucher Kekse backen und Geschenke basteln.

Heuer gibt es eine Neuerung: Auf einer "Himmelsbühne" beim Christbaum werden jeweils von Montag bis Donnerstag Prominente Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Den Anfang macht Musicalsänger Uwe Kröger am Montag, um 18.00 Uhr. In der ersten Woche werden außerdem Benimm-Experte Thomas Schäfer-Elmayer, Christina "Mausi" Lugner, Moderator Robert Steiner vorlesen. Die Krippe, die bisher unter dem Baum stand, wurde in den Rathauspark verlegt. (APA, 17.11.2012)

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    Der Christkindlmarkt, illuminiert.

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