Rechter Hindu-Führer Bal Thackeray gestorben

17. November 2012, 17:37
  • Bal
Thackeray ist tot.
    foto: apa/epa

    Bal Thackeray ist tot.

Chef der nationalistischen Shiv-Sena-Partei hetzte gegen Muslime und Christen

Neu-Delhi - Der rechtsgerichtete Hindu-Führer Bal Thackeray ist im Alter von 86 Jahren in seiner indischen Heimatstadt Mumbai gestorben. Er sei nach längerer Krankheit in seinem Haus einem Herz- und Lungenstillstand erlegen, teilte sein Arzt am Samstag mit. Tausende Anhänger des umstrittenen Politikers versammelten sich in Trauer vor dessen Wohnsitz.

Thackeray, der sich einst als Hitler-Bewunderer bezeichnete und sowohl gegen Muslime als auch gegen die christliche Missionierung in Indien mobil machte, hatte 1966 im Bundesstaat Maharashtra die radikal-nationalistische Hindu-Partei Shiv Sena (Shivajis Kampftruppe) gegründet. Er benannte diese nach dem Hindu-Feldherrn Shivaji, der einst gegen die muslimischen Mogul-Herrscher kämpfte.

Shiv Sena ist für die Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen mitverantwortlich gemacht worden, bei denen von Dezember 1992 bis Jänner 1993 in Maharashtras Hauptstadt Mumbai hunderte Menschen ums Leben kamen. (APA, 17.11.2012)

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anscheinend

mach auch der hindu-gott solche seppl nicht
weil er sich so lange geweigert hat
den zu sich zu holen.

Für den (Gesamt-)Hindugott stellt sich das Problem eigentlich nicht, da eine sofortige Entsorgung im Wege des Recyclings durch Wiedergeburt stattfindet.

Wir haben die FPÖ und die Inder haben diese Gruppierung.

Indien ist halt riesengroß, und entsprechend ist der Schaden, den sie anrichten.

schade, der hätte vor gericht gehört. trotzdem: gut, daß er nicht mehr menschen verhetzen kann

der Mann war ob seiner zahlreichen und äusserst gewaltbereiten Anhägerschaft für die Behörden nicht angreifbar. Shiv Sena hat dem Nachtleben in Mumbai den Garaus gemacht, fanatische Hindus aufgehetzt von dem lieben Herren haben systematisch Lokale regelrecht überfallen, Personal und Gäste verprügelt, alles zu Kleinholz gemacht....nicht schade um ihn, nur ist nicht damit zu rechnen das der radikale Flügel der Hindus ebenfalls aufhört zu existieren. Die sind wie die Islamisten, gewaltbereit, intolerant, leicht aufzuhetzen, nur die Religion ist eine andere.

So ist das eben, wenn Menschen für sich in Anspruch nehmen, "keine Toleranz für die Intoleranz" haben zu müssen, und für sich daraus das Recht ableiten, den "intoleranten" politischen Gegnern die Menschenwürde absprechen zu dürfen. Da ist der Schritt zu organisierter Gewalt zur durchsetzung politischer Ziele auch nicht mehr weit entfernt.

Sie wissen ja, intolerant, das sind nämlich immer die anderen.

Das sehe ich auch so.

ein Hindu als glühender Verehrer des Wahnsinnigen vor 70 jahren!

Sachen gibts, die hätt ich mir nie träumen lassen....

Diese Position ergab sich geschichtlich,

aus der Haltung "der Feind (Deutschland) meines Feindes (England) ist mein Freund". Man muss das Ganze im Licht des damaligen Unabhängigkeitskampfes gegen die britische Kolonialherrschaft sehen. Viele Inder identifizierten sich in der damaligen Weltkriegsauseinandersetzung (Indien wurde 1947 von England unabhängig) mit Deutschland, weil sie sich damit größere Chancen auf eine Unabhängigkeit versprachen. Aus dieser Sicht leichter nachzuvollziehen, bleibt diese Haltung (vor allem in der Gegenwart) natürlich trotzdem problematisch.

das ist nur ein Aspekt dieser in Indien selbst (oder gerade) bei gebildeten Menschen oft anzutreffenden Sympathie für den deutschen Faschismus. Auch weist man, nicht ohne gewissen Stolz, darauf, dass sich Hitler seine Ideologie (Hackenkreuz, Ariertum etc) aus dem Hinduismus abgeleitet hatte. Aber, wie sie richtig anmerken, sehen die Inder (die wenigen, die ein Geschichtswissen haben), den 2. WK aus ihrer Perspektive: Deutschland war gegen England, den Besatzer und Unterdrücker. Deshalb wird Chandra Bose, der bengalische Nationalist, der sich sogar mit Hitler traff, noch immer als Nationalheld gefeiert (Chandra Bose International Airport in Colcota z.B.)

Mir ist oft auch aufgefallen, dass das Wissen über Hitler und die Nazis sehr begrenzt ist und die "Verehrung" sich eben darauf begründet, dass man irgendwelche diffusen Brocken gehört hat.

Irgendwie auch verständlich, in unseren Schulen wird ja auch nicht viel bis gar nichts über indische Geschichte unterrichtet. Blöd ist nur, wenn das dann zu so skurrilen Anhängerschaften führt.

der Turban passt gut zur deutschen Uniform!

Sehr kleidsam:

http://www.axishistory.com/fileadmin... dische.jpg

Ziemlich tendenziös und unreflektiert ihr Beitrag würde ich meinen. Schliesslich kämpfte der Grossteil der Sikhs mit den Briten (die diese zum Dank für ihren Einsatz anschliesssend verrieten) und waren auch an der Befreiung Berlins/Deutschlands beteiligt. Darüber hinaus sollte man vielleicht auch über den Tellerrand des WWII hinaussehen. Ich empfehle die hervorragend Doku "The Halfmoon Files. A Ghost Story"

http://www.halfmoonfiles.de/index.php?id=3

YW

Ich rede hier nur von modischen Aspekten!

sind das die gleichen "modischen Aspekte"

weshalb manche diese nette schwarze uniform mit totenköpfen im schrank hägen haben...

Herr Rembremerding hat grundsätzlich ein Problem mit asiatischen Ländern, die nicht unter der Fahne der Volksrepublik China segeln.

Ich würde ihn aus diesem Grunde eher nicht besonders ernst nehmen.

Warum denn nicht?

Jede Religion hat ihr Recht auf Spinnerte... zumindest wurden sie reichlich verteilt*. Falls jemand eine Gegend ganz ohne gewaltbereite Deppen kennt, mein Koffer ist gepackt :)

*Disclaimer: ja, gibt auch spinnerte Atheisten. Dummheit ist Universalgut.

stimmt schon, die Atheisten haben halt einen Grund weniger zu spinnen ;)

Indien ist in zweierlei Hinsicht beachtlich. Sowohl was die wohl höchste Dichte an religiösen Menschen weltweit betrifft, als auch die gleichzeitig geringste religiös motivierte Gewaltrate. Ausnahmen bestätigen freilich auch hier die Regel ...

Da muss ich Ihnen wirklich recht geben *lol*

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