Ex-Präsident Wulff soll Falschaussage getätigt haben

Ermittler legen Erkenntnisse zu Befragung von Ex-Präsidentensprecher Glaeseker vor

Hamburg/Berlin - Der frühere Bundespräsident Christian Wulff wird vor der Staatsanwaltschaft Hannover von seinem langjährigen Sprecher Olaf Glaeseker belastet. Eine mehr als 50 Seiten starken Stellungnahme Glaesekers für die Staatsanwaltschaft setze Wulff dem Verdacht aus, bei der Behörde falsch ausgesagt zu haben, berichteten "Spiegel" und "Bild am Sonntag" vorab am Samstag.

Wulff hatte demnach vor der Staatsanwaltschaft bestritten, von Glaesekers Gratis-Urlauben bei Party-Manager Manfred Schmidt gewusst zu haben. Während Glaesekers Urlauben habe keinerlei Kontakt bestanden, sagte Wulff demnach aus.

Reisetagebuch

Laut Glaeseker können jedoch mehrere Menschen bezeugen, dass Wulff zu Glaeseker während dessen Urlauben telefonisch Kontakt hielt und auch über Glaesekers Aufenthalte bei Schmidt in Frankreich und Spanien informiert war, wie "Spiegel" und "Welt" berichten. Glaeseker verweise unter anderem auf das Reisetagebuch seiner Frau, in dem mehrere Einträge auf Telefonate, Faxe und SMS-Nachrichten zwischen Glaeseker und Wulff hindeuteten.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen stellte den Berichten zufolge derweil seinen 90-seitigen Ermittlungsbericht über Glaeseker fertig, gegen den wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit ermittelt wird. Glaeseker sei den Ermittlern zufolge von Party-Veranstalter Schmidt mit Gratisurlauben und Flügen "angefüttert" worden. Als Regierungssprecher in Niedersachsen soll er im Gegenzug Sponsoren für drei Veranstaltungen des "Nord-Süd-Dialogs" angeworben haben, mit denen Schmidt mindestens 871.644 Euro verdient haben soll.

Insgesamt 18 Freiflüge sollen Glaeseker und seine Ehefrau Vera im Gesamtwert von 8.860 Euro auf Kosten des Eventmanagers genutzt haben, berichtete der "Spiegel". Bei 17 Urlaubstrips zu Schmidts Ferienresidenzen in Spanien und Südfrankreich solle das Ehepaar mindestens 26.572 Euro an Übernachtungskosten gespart haben.

Glaeseker bestreitet die Vorwürfe in seiner Stellungnahme vehement, wie es in den Berichten heißt. Er habe Schmidt nicht geholfen, weil er eine Gegenleistung erwartet habe, sondern weil er ein guter Freund sei. Die besondere Verbindung zu Schmidt könne durch zahlreiche Zeugenaussagen belegt werden, wie etwa von der Fernsehmoderatorin Sabine Christiansen, um deren Vernehmung Glaeseker bitte. (APA, 17.11.2012)

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Erinnert mich an Gary Oldman

Wulffs maskenhaftes Grinsen ...

... darf ich mir vor dem Einschlafen nicht anschauen, da schläft man ja schlecht.
Das hat er sich sicher wochenlang vor dem Spiegel im Bad beigebracht.

Das ist das Lächeln, mit dem er

Bettinas Herz erobert hat!

Das überrascht mich aber ...

:) ... schei.. drauf, dafür hat er eine beneidenswerte lebenslangen Ehrensold (~200'000 £ p/a), geiles Wort für so jemanden, einen Chauffeur und ne Bürotussi ... Ganz ehrlich; Es lohnt sich ein Schwein zu sein und in die Politik einzusteigen, verhungern wird du nicht mehr!

..wenn professionelle Schnäppchenjäger die guten Posten unter sich aufteilen..

Eine Schande für Deutschland.

Glaeseker versucht für sich zu retten, was zu retten ist.

Und wenn seine Aussagen belegbar sind, sieht es blöd aus für Wulff. Zumal er es ja überhaupt mit der (Halb-) Wahrheit nicht immer so ganz genau genommen hat.
.
Es rächt sich, dass Wulff seinen Siamesischen Zwilling über die Klinge hat springen lassen.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende …

„Deutschland rennt sich einen Wulff – Winternachtsalbtraum“
http://qpress.de/2012/01/0... salbtraum/

… man kann es nur mit einem gewissen bösen Humor ertragen, aber der Winternachtsalbtraum geht weiter, auch wenn mal wieder einer zur Strecke gebracht worden ist. Diejenigen, die nicht weniger korrupt sind, aber den Medien gefallen, die werden auch heute noch in Ruhe gelassen.

Dazu muss man halt wissen, dass auch die „Vierte Gewalt“ im Staate der „Fünften Gewalt“ (dem Geld) hörig ist. Pressefreiheit und Eigenständigkeit sind da auch nur beliebte Ausreden … (°!°)

Schön langsam

wünsch ich mir fast ein Grossdeutschland......
wobei,
dann wären eh´wieder alle Opfer.

...und hier der passende Standard-Artikel für Sie:

http://derstandard.at/1350261607219/

Geh bitte

Ironie schreibt sich So: IRONIE

Das Problem im Internet ist,

dass man zu oft Leute trifft, die das was Sie schrieben voll ernst meinen.

Sie oder sie?
nur Interessehalber.

Sie

^^

Man muss kein Zyniker sein, um sagen zu können: Der kleine Beschiss des Herren Wulff wird über Wochen und Monate zelebriert, um den um Potenzen größeren Beschiss, der gerade abläuft, zu überdecken.

Die Wut des sogenannten "kleinen Mannes" ist ebenso verständlich wie in realiter leider auch abstoßend, wenn er sich gehässig und mit Genuss und auf Kommando über ein zum Abschuss freigegebenes, einzelnes und schon am Boden liegendes Bauernopfer hermacht. Denn was gibt's Gefahrloseres als das?

Natürlich ist eine Figur Wulff kein hübscher Anblick. Aber ein labernder Frühstücksdirektor a la Gauck, der den Beschiss mit Belcanto untermalen und verkaufen soll, ist keineswegs hübscher, sondern eher noch widerlicher.

Schenkt sich nichts.

Wulff war anfangs nur ein harmloser "Verlegenheitskandidat" von Mutti Merkel, der als ihr innerparteilicher Konkurrent auf das repräsentative Amt abgeschoben wurde und dann offensichtlich doch zu kritisch und zuwenig neoliberal war.

Bei der Geschichte fühlt man sich 1:1 an Guttenberg erinnert, der auch nur abgeschossen wurde, weil er Seehofers Position bedrohte.

Mit Gauck wiederum haben's jetzt genau den Präsidenten, den's sich gewünscht haben - stramm gegen die Kleinen, kriegsfreudig und antilinks.

Deutsche Politiker dürfen Geldzahlungen entgegennehmen. Es ist eines der wenigen Länder wo es zu Politikbestechung kein Gesetz gibt.

Die haben auch nicht das Anti-Korruptionsabkommen ratifiziert.

Vermutlich aus "gutem" Grund.

Das ist auch anderwo nicht soviel anders. Und das muss zweifellos geändert werden - unter anderem.

Aber das war hier gar nicht mein Punkt. Mein Punkt war, dass sich die (verständliche) Wut, medial angeleitet, auf gewisse Symptome stürzt, sich daran ausagiert und sonst nichts weiter daraus folgt.

Die fortwährende Skandalisierung der Politik auf Boulevardpresse-Niveau hat Methode; sie ist gezielt abgestellt auf die Abschaffung des Politischen als demokratisches Diskurssystem.

Wenn Politik nicht mehr öffentlich verhandelt werden kann, da vorgeblich von lauter "Sachzwängen" und "Alternativlosigkeiten" umstellt, müssen eben Nullnachrichten wie das Sexualleben des Innenministers als Ersatz herhalten.

Im Grunde bloß ein Begleitsymptom der fortschreitenden Entdemokratisierung.

Lercherlschas

Wegen solcher Micky Mouse Beträge wird die STA in Deutschland tätig; in Ö wackelt die STA nicht eimal wegen möglichen 180 Mio wie beim Eurofighter mit
den Ohrwaschln; da gibts eine ordentliche Weisung und alle gehen wieder in den ganzjährigen Winterschlaf über; leider war es diesmal auch ein Pech für die öster. Verantwortlichen, dass auf einmal ganz grundlos die deutsche STA zum ermitteln begann und die sich von einem öster. Politiker halt nichts anschaffen lassen; nachdem dann die ersten Konten geöffnet wurden hat sogar der Wirtschaftsminister, der ja früher auch für die Gegengeschäfte hauptverantwortlich involviert und zuständig war, eine Offensive der "Wahrheit" gestartet

Den Begriff Staatsanwaltschaft könnte man getrost gegen ihren Nick Namen tauschen.
Fehlt bloss die Unschuldsvermutung, aber die bringen wir in der Webseite unter.

Wulff würde sehr gut in das österreichische politische System passen

Für Österreich wäre er als Konservativer zu links...

als Politiker zu ehrlich und als Bestochener und Gekaufter zu billig.

Da würde er nicht reinkommen, viel zu harmlos.

für solche peanuts würde ein grasser, mensdorff und wie die widerliche partie auch heissen mag, nicht einmal ein mittagessen unterbrechen.

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