Websuche DuckDuckGo will Privatsphäre der User schützen

  • Will netter sein als Google: DuckDuckGo.
    foto: duckduckgo

    Will netter sein als Google: DuckDuckGo.

Die Alternative verspricht ähnlich gute Treffer wie Google bei weniger Datenhunger

Weltweit suchen 82 Prozent der Internetnutzer mit der Google-Suchmaschine, in Österreich sind es laut Marktforscher Comscore gar fast 96 Prozent. Für die Gratistreffer muss einiges in Kauf genommen werden: Der Internetkonzern sammelt auf allen seinen Diensten fleißig Daten über das Surfverhalten der Nutzer und verkauft diese an Werbekunden. Infolge dessen wird der Nutzer mit maßgeschneiderten Angeboten zugeschüttet.

Keine Werbung, strikter Datenschutz

So naiv zu glauben, dass er die Marktmacht von Google brechen könnte, war und ist der US-Physiker Gabriel Weinberg nicht. Doch nachdem die Praktiken der Google-Datenkrake ihn immer mehr nervten und ihm durch den Verkauf eines Start-ups gerade ein ansehnliches Sümmchen zur Verfügung stand, ließ er DuckDuckGo fliegen: eine simple Websuche ohne Werbegeschnatter und mit Datenschutz. Auch wenn die Suchanfragen mittlerweile erst bei einigen Millionen pro Tag liegen (bei Google sind es Milliarden), wächst DuckDuckGo (DDG) angesichts des zunehmenden Verdrusses über Google rasant.

Laut eigenen Angaben speichert die Suchmaschine keine persönlich identifizierbaren Informationen. Während Google und Co sogenannte Searchlogs vorhalten und diese teilweise über mehr als ein Jahr samt zugreifenden Internetadressen auf ihren Servern liegen lassen, werden diese Infos von Weinbergs Servern einfach nicht abgelegt. Das Gleiche gilt für Cookies.

Suche in offenen Quellen

Für ihre Trefferlisten zapft die Suchmaschine diverse offene Datenquellen an, darunter Wikipedia, die Wissensmaschine Wolfram Alpha, die Rezensionsseite Yelp, das Internetwitze-Verzeichnis knowyourmeme oder der Musikdienst LastFM.

Eine Besonderheit ist die Infobox, in der eine Suchanfrage in einem Satz beantwortet wird, ohne dass der Nutzer erst auf einen Link klicken muss. Ganz auf Werbung verzichtet auch DDG nicht. Doch lässt sich diese abschalten. Beim Namen ließ sich Weinberg von dem Kinderspiel "Duck, Duck, Goose" inspirieren, auch als "Der Plumpsack geht um" bekannt. (kat, DER STANDARD, 17.11.2012)

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