Websuche DuckDuckGo will Privatsphäre der User schützen

17. November 2012, 10:03
  • Will netter sein als Google: DuckDuckGo.
    foto: duckduckgo

    Will netter sein als Google: DuckDuckGo.

Die Alternative verspricht ähnlich gute Treffer wie Google bei weniger Datenhunger

Weltweit suchen 82 Prozent der Internetnutzer mit der Google-Suchmaschine, in Österreich sind es laut Marktforscher Comscore gar fast 96 Prozent. Für die Gratistreffer muss einiges in Kauf genommen werden: Der Internetkonzern sammelt auf allen seinen Diensten fleißig Daten über das Surfverhalten der Nutzer und verkauft diese an Werbekunden. Infolge dessen wird der Nutzer mit maßgeschneiderten Angeboten zugeschüttet.

Keine Werbung, strikter Datenschutz

So naiv zu glauben, dass er die Marktmacht von Google brechen könnte, war und ist der US-Physiker Gabriel Weinberg nicht. Doch nachdem die Praktiken der Google-Datenkrake ihn immer mehr nervten und ihm durch den Verkauf eines Start-ups gerade ein ansehnliches Sümmchen zur Verfügung stand, ließ er DuckDuckGo fliegen: eine simple Websuche ohne Werbegeschnatter und mit Datenschutz. Auch wenn die Suchanfragen mittlerweile erst bei einigen Millionen pro Tag liegen (bei Google sind es Milliarden), wächst DuckDuckGo (DDG) angesichts des zunehmenden Verdrusses über Google rasant.

Laut eigenen Angaben speichert die Suchmaschine keine persönlich identifizierbaren Informationen. Während Google und Co sogenannte Searchlogs vorhalten und diese teilweise über mehr als ein Jahr samt zugreifenden Internetadressen auf ihren Servern liegen lassen, werden diese Infos von Weinbergs Servern einfach nicht abgelegt. Das Gleiche gilt für Cookies.

Suche in offenen Quellen

Für ihre Trefferlisten zapft die Suchmaschine diverse offene Datenquellen an, darunter Wikipedia, die Wissensmaschine Wolfram Alpha, die Rezensionsseite Yelp, das Internetwitze-Verzeichnis knowyourmeme oder der Musikdienst LastFM.

Eine Besonderheit ist die Infobox, in der eine Suchanfrage in einem Satz beantwortet wird, ohne dass der Nutzer erst auf einen Link klicken muss. Ganz auf Werbung verzichtet auch DDG nicht. Doch lässt sich diese abschalten. Beim Namen ließ sich Weinberg von dem Kinderspiel "Duck, Duck, Goose" inspirieren, auch als "Der Plumpsack geht um" bekannt. (kat, DER STANDARD, 17.11.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 41
1 2
Bei Google googelt man,

bei DuckDuckGo macht man was bitte?

Selbstverständlich quakt man.

ein kürzerer name wäre besser gewesen..

google ist viel schneller und leichter zu tippen als duckduckgo

lesezeichen ist eine alternative - aber trotzdem wärs besser...

suchmaschinen tippt man nicht in die adresszeile

schon mal was von lesezeichen gehört?

bzw. vom suchfeld im browser? ;-)

Die Alternative, die es seit 4 Jahren gibt!

Ich habe zum ersten Mal beim Installieren von Ubuntu vor ein paar Wochen davon gehört, und dabei lese ich öfters IT-News-Seiten - die also scheinbar auch nicht.

Google verkauft seine Daten nicht

Dass die Daten "an Werbekunden verkauft werden" halte ich für Stuss.
Grundsätzlich bietet Google nur an, Werbung zielgerichtet anzuzeigen. Der Kunde kriegt also keinen Datensatz sondern einfach die Garantie, dass nur interessierte Leute die Werbung zu Gesicht kriegen (ergo kann der Kunde nicht direkt auf die Daten zugreifen).
Was noch gegen das "verkauf"-Argument spricht: Die Daten (und dadurch die Möglichkeit von targeting) sind ihr ganzes Kapital. Dieses Kapital an dritte weiterzugeben ist aus der reinen Sicht des Geschäftsmodells äußerst dumm.

ich glaube schon, dass google seine daten verkauft, genauso wie facebook.

Nein,
Google verkauft KEINE personenbezogenen Daten an Werbende.
Dies ist einfach nur ein Gerücht.

DDG wird auch früher oder später Werbung anzeigen müssen, da dies nunmal Geld kostet.
Oder DDG steigt auf Spendenaufrufe um, das wäre auch eine Möglichkeit

spenden anzeigen oder persönliche daten auswerten und gewinnbringend einsetzen sind schon zwei verschiedene dinge.
solange DDG keine personenbezogenen daten sammelt, gibt es auch keine gefahr, dass sie sie auswerten.

wer sagt denn, dass das ein gerücht ist? google? ;-)
und bei facebook ist es sicher auch nur ein gerücht...

Ich sage das, nicht Google:
Ich bin ein Werber, bzw. Ich kaufe Werbung bei Google und ich sehe keine Personenbezogenen Daten.
Die einzigen Daten die ich sehe sind die Anzahl an Clicks/Impressions und Demographische Daten, oder andere Statistiken.

Aber ich sehe KEINE personen-bezogene Daten, die mir sagen, dass Max Mustermann diese Werbung angeklickt hat, oder ähnliches.

Also ja, es ist und bleibt ein Gerücht, denn es würde keinen Sinn machen, Personenbezogene Daten an irgendwen zu verkaufen.

Facebook kann ich nicht sagen, da ich dort noch nie geworben habe.

vielleicht hast du eben ein produkt bei google bestellt, das keine personenbezogenen daten enthält. da heißt ja nicht, dass es nicht auch andere produkte gibt, wo diese enthalten sind.

Blödsinn. Es gibt keine "Produkte" die man bestellen kann. Es gibt nur keywords!

wie gesagt: zu welchem zweck? damit schädigen sie nur ihre eigene stellung.

wozu? um geld zu verdienen. das ist der hauptzweck von google und facebook.

ja, aber wie gesagt, die typen verdienen daran dass sie getargetete werbung verkaufen. wenn ich meine daten verkaufe erlaube ich anderen mit mir in konkurrenz zu treten was spätestens mittelfristig schlecht fürs geschäft ist.

ja, das kann auch sein. ist aber für den user egal, ob seien daten direkt weitergegeben werden oder google die werbugn für die unternehmen macht.

nicht unbedingt ... bei google weiß man wenigstens zu nem bestimmten grad wo man dran is ... quasi: sie schalten mir getargetete werbung die ich postwendend ignoriere oder blockiere ... und google weiß nichts was wirklich interessant ist ... blöd wirds wenn amazon meine shoppingliste verkaufen würde :D

woher willst du wissen, dass sie das nicht tun? ich bin sicher, die verkaufen alles, was sich zu geld machen lässt.

Jaja und bei GoogleMail werden auch keine persönlichen Informationen weitergegeben ;)

Teste ich jetzt mal eine Woche aus.

Kann man schön customizen. Wobei es halt doch sehr ungewöhnlich ist anfangs, eine neue suchmaschine zu verwenden. wenn man nicht zufrieden ist mit den suchergebnissen, kann man nach der suchanfrage noch ein !g dazuschreiben, dann sucht man automatisch auf google.

Betreffend Qualität der Suchergebnisse. Zu denken gibt v.a. auch diese Unterseite von duckduckgo. http://dontbubble.us/ Was für Ergebnisse bekommt man eigentlich auf Google? Google ist ein wenig wie ein guter zuredner. man findet genau die Informationen, die einem gefallen. das mag zwar oftmals nett sein, aber wenn es dann um politik oder Weltanschauung geht, setzt google einen das vor, was einem sowieso schon gefällt.

Posting 1 bis 25 von 41
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.