Geplante europäische Mondmission steht vor dem Aus

Nur acht ESA-Mitgliedsstaaten unterstützten das Projekt "Lunar Lander"

Berlin - Die geplante europäische Mondmission steht vor dem Aus. "Deutschland hätte das Projekt gern umgesetzt", sagte Peter Hintze (CDU), der Koordinator der deutschen Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, am Freitag zu "Spiegel Online". Deutschland sei bereit gewesen, sich mit 45 Prozent der Kosten zu beteiligen. Doch nur acht Mitgliedsstaaten der europäischen Raumfahrtorganisation ESA hätten das Projekt unterstützt: "Die ganz großen waren nicht dabei", kritisierte Hintze. Davor hatte der "Tagesspiegel" über die Probleme bei der europäischen Mission "Lunar Lander" berichtet.

Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLR) verwies auf Anfrage auf ein ESA-Ministertreffen in der kommenden Woche in Neapel. DLR-Sprecher Andreas Schütz zeigte sich skeptisch: "Wir gehen davon aus, dass wir nicht die notwendigen Mittel bekommen werden, um die Mondmission weiter verfolgen zu können."

Der Raumfahrtkonzern Astrium hatte sich um einen Auftrag für den Bau des "Lunar Landers" bemüht. Koordinator Hintze hatte ursprünglich das Ziel einer unbemannten Mission zum Mond bis 2015 ausgegeben. (APA, 16.11.2012)

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