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Rom - Italiens Premier Mario Monti hat am Freitag sein erstes Jahr im Amt gefeiert, musste jedoch scharfe Kritik seitens seines Vorgängers Silvio Berlusconi hinnehmen. Der Medienzar kritisierte die seiner Ansicht nach rezessiven Auswirkungen der Sparmaßnahmen des Fachleutekabinetts, das ihn vor genau einem Jahr mit dem Ziel der Rettung Italiens abgelöst hatte.
"Die Resultate nach einem Jahr unter der Führung eines Technikerkabinetts sind verheerend. Die EU unter deutscher Hegemonie zwingt uns ihre Politik auf. Dabei denkt Deutschland nicht ans allgemeine Wohl, sondern lediglich an seine eigenen Interessen. Dieser Trend muss rückgängig gemacht werden", sagte Berlusconi.
Der Medienzar appellierte an die christdemokratische UDC wieder in die Mitte-rechts-Allianz zurückzukehren, von der sich die Partei im Jahr 2008 getrennt hatte. Dieser Schritt sei notwendig, um einen Sieg des Linksblocks bei den Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr abzuwenden. Berlusconi signalisierte auch die Bereitschaft, sich der föderalistischen Oppositionspartei Lega Nord wieder zu nähern.
62 Prozent der Italiener sprachen sich gegen eine Regierung "Monti Zwei" aus, ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SWG. Dezeit wird in Italien über eine mögliche Weiterführung des Fachleutekabinetts heftig spekuliert. Laut Umfrage ist das Vertrauen der Italiener in die Regierung Monti um einen Prozentpunkt auf 36 Prozent gegenüber einer ähnlichen Umfrage gestiegen, die vergangene Woche durchgeführt worden war. Den Tiefpunkt hatte Monti im Juli erreicht, als seine Popularität auf 34 Prozent geschrumpft war. Bei seiner Amtsübernahme hatten gut 70 Prozent der Italiener auf Monti vertraut. (APA, 16.11.2012)
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Italien ist im Wahlkampf und dadurch sind die Kritiken sowohl der einzelnen Exponenten der Mitte-Rechts wie auch der Mitte-Links-Koalition verstaendlich.
Sowohl Berlusconi wie auch Bersani, stellvertretend fuer ihre Parteien (PdL und PD) haben Monti unterstuetzt, und das war gut so - als Konkurrenten haetten sie nicht mal ein Viertel dessen zustande gebracht.
Jetzt liegt es daran den Kleinparteien den Wind aus den Segeln zu nehmen und den Populisten wie Pepe Grillo, Antonio di Piestro und Maroni den Weg zu den "dicken Aesten" zu versperren
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