Rio, wir wollen kommen!

16. November 2012, 17:23
2 Postings

Sportminister Darabos verkündet neue Förderung für Medaillenkandidaten und Talente

Wien - "Das Geld ist da." Ein Satz, den man dieser Tage nicht mehr allzu oft hört. Norbert Darabos, Minister für Landesverteidigung und Sport, tätigte ihn am Freitag, als er das "Projekt Rio 2016" präsentierte. Dieses Projekt soll dazu führen, dass Österreichs Sportler bei den Sommerspielen in vier Jahren besser abschneiden als heuer in London, wo im Medaillenspiegel bekanntlich nur der geteilte letzte Platz herausgekommen ist (0/0/0).

Das Sportministerium stellt zwanzig Millionen Euro, sprich fünf Millionen jährlich, zur Verfügung. Der Kader der zu Fördernden wird insgesamt siebzig Sportler umfassen, von denen 25 aus dem zuletzt schon sehr erfolgreichen paralympischen Bereich stammen. Einerseits soll ein Elitekader mit Medaillenanwärtern, andererseits ein Hoffnungskader gebildet werden, der Talente umfasst, denen in Rio eine Top-10-Platzierung zuzutrauen ist.

Das Geld ist da, sagt Darabos, weil diverse andere Projekte ausgelaufen sind, etwa eine Förderung für die Auster, das Hallenbad in Graz-Eggenberg. Neu ist die Höhe der Förderungen. Fünf Millionen im Jahr durch siebzig Sportler ergibt pro Mann oder Frau und Nase eine nette Summe. Es wird aber nicht einfach dividiert, sondern auf besondere Bedürfnisse eingegangen. So könnte ein hoffnungsvoller Schwimmer auch ins Ausland ausweichen, wenn er in Wien nicht ordentlich trainieren kann - gar nicht das schlechteste Beispiel.

Neu ist auch, dass das Projekt tatsächlich auf vier Jahre ausgelegt ist. Sportler müssen nicht jedes Jahr neu ansuchen. Und wer kurzfristig nicht erfolgreich oder gar verletzt ist, fällt nicht sofort um Förderungen um. Eine Evaluierungskommission mit Hans Holdhaus an der Spitze wird noch heuer in Absprache mit den knapp sechzig Fachverbänden die Kader erstellen. Darabos betont, dass dabei auch das ÖOC eingebunden sein soll. Dinko Jukic, obwohl derzeit gesperrt, ist für das Projekt, wie Holdhaus betont, "natürlich ein Kandidat". (fri - DER STANDARD, 17.11. 2012)

Share if you care.