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Wien/Brüssel - Die "ländliche Entwicklung", die Art der EU-Agrarförderungen, auf die Österreich besonders setzt, steht immer mehr im Fokus der Brüsseler Sparbemühungen für die kommenden Jahre 2014 bis 2020. Denn fast alle Länder in der EU haben ihren Schwerpunkt bei den Agrarförderungen auf Direktzahlungen gelegt (siehe Grafik). Deshalb ist es mit jedem EU-Sparvorschlag, der derzeit präsentiert wird, fraglich, ob und wie die "ländliche Entwicklung" zu halten ist.
Trotzdem hat sich die Koalition darauf festgelegt, dass sowohl Nettozahlerposition als auch "ländliche Entwicklung" die No-Gos für die Budgetverhandlungen nächste Woche sind. Dies ist insofern erstaunlich, als die "ländliche Entwicklung" unter der Hand viel Kritik ausgesetzt ist:
Moniert wird vor allem, dass diese Art der EU-Förderung "kofinanziert" werden muss. Das heißt, die EU-Mittel von derzeit rund 585 Millionen Euro pro Jahr müssen von Bund, Ländern und manchmal auch Gemeinden so bezuschusst werden, dass sie sich in etwa verdoppeln. Bei den Direktzahlungen kommt dieser Mechanismus nicht zum Tragen, weshalb die in der Finanzkrise klammen EU-Staaten Direktzahlungen bevorzugen. Österreich jedoch hat nicht einmal beim Schnüren heimischer Sparbudgets (2012 und jetzt 2013) die Mittel angetastet. Diese Förderschiene, sagen Befürworter, sei wichtig für den Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen und mit ein Grund, weshalb die Bioproduktionen in Österreich so hoch ist.
Doch kommt es im Rahmen der "ländlichen Entwicklung" stellenweise zu Überförderung. So gibt es in Österreich so viele Forstwege, dass damit, hintereinandergelegt, bis zum Mond gefahren werden könnte, hat Gerhard Heilingbrunner vom Umweltdachverband errechnet. Häufig und unnötigerweise sind diese Feldwege auch noch asphaltiert worden. Die in den Wegebau fließenden Gelder seien eigentlich im Umweltschutz zu verwenden, kritisierte er kürzlich.
Sollten die "ländliche Entwicklung" bestehen bleiben, müsste sie breiter aufgestellt werden, ist die Meinung der Arbeiterkammer. Statt dass die Gelder nur an die Bauern fließen, sollten damit andere beschäftigungswirksame Projekte auf dem Land, zum Beispiel in der Pflege, gefördert werden.(Johanna Ruzicka, DER STANDARD; 17./18.11.2012)
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Analog zu vielen Vorpostern: Meiner Meinung nach laufen viele Förderungen im ländlichen Bereich, und da vor allem im Agrarbereich, in eine falsche Richtung.
Ziel der Übung muss es sein Leistungen für das Gemeinwohl abzugelten, und sonst nix. Jetzt dienen Förderungen häufig dazu bestimmten Interessensgruppen Einkommen zu sichern.
Aber mit welcher Begründung soll gerade Landwirten ein Einkommen gesichert werden? Warum nicht Friseuren oder kleinen Einzelhändlern, wem auch immer? Sind die weniger wert oder haben die schlichtweg eine schwächere Lobby? Die Frage ist die Antwort!
Sind das daher nicht kosten des sozialstaats, also soziale Hilfe? Ich fordere hier eine neue Definition. Steuergeld ist Steuergeld.
Die Queen erhält jährlich 250 Mill. Steuergelder, also Soziale hilfe. Einzelne Landwirtschaftliche Betriebe erhalten Steuergeld, umgelenkt über Eu-Fonds, in höhe von Hunderttausenden. Natürlich nur die großen. Warum soll da der Schrebergärtner für seine erdbeer- und karottenernte nicht auch ein wenig Sozialhilfe einfordern?
http://www.raiffeisen.at/eBusiness... -1-NA.html
Das ist einer der ganz grossen Empfänger von Fördermittel unter dem Titel "ländliche Entwicklung". Dieser "schlaue Graf" steckt diese Mittel,die er vom österreichischen Staat bekommt, weil der Staat den EU Mitteln immer einen Grossteil zuschiessen muss, dann gleich in seine 21.000 HA Land in Rumänien ein. Vor ca. 2 Jahren soll er mit seinem Rumänienprojekt beinahe pleite gegangen sein ... Wer hat ihn gerettet? Richtig! Die EU Agrarförderung cofinanziert vom Land Steiermark!! Da ging es um Millionen Euro und nicht um Peanuts!!!
Bauern sind da nur eine Minderheit die aber teiweise so tut als wäre sie alleine auf der Welt. Die astronomischen Förderungen auf Kosten der Steuerzahler betrachten diese Leute als selbstverständlichste Sache der Welt. Unsere Welt ist aber in den letzten Jahrzehnten vielfältiger geworden und die Menchen sind in vielerlei Berufen tätig und haben eben andere Interessen und daran hat sich jetzt alles zu orientieren. Wenn den Bauern irgendetwas nicht paßt dann können sie sich ja einen anderen Beruf suchen. Die Lebensmittelversorgung ewig raunzenden Abzockern zu überlassen ist ein schwerer Fehler. Sie gehört in die Hände der Allgemeinheit und muß in jedem Fall sichergestllt werden.
Sie können ja auch bauer werden. Pachten sich ein paar hektar und schliessen sich einem maschinenring an. Damit brauchen Sie auch kein übermässiges startkapital. Mir ist es lieber, ein paar raunzende kleinbauern bekommen das geld ( wodurch auch das ländliche gebiet indirekt gefördert wird) als irgendwelche agrargrosskonzerne, die sich einen nasenrammel um die umwelt kümmern.
Was sehen Sie im Wald: Forstautobahnen. Oft sogar asphaltiert, 8m breit, inklusive Kanal und für 35-Tonnen LKW ausgelegt. Das ist, wohlgemerkt, keine Strasse. Sondern eben ein Forstweg (Holzweg), schaut aber wie eine Autobahn aus.
Und jetzt raten Sie mal, wer diesen Unfug in jeden kleinen Wald mindestens alle 100m eine Forstautobahn zu bauen, bezahlt.
Das ist unsere EU-Subventions-Wirtschaft. Bedenken Sie bitte weiters, dass mehr als 50% aller EU-Ausgaben in diese völlig überflüssigen Agrarsubventionen fliessen. Da werden dann Firmen wie der Getränkehersteller Rauch in Vorarlberg mit Millionen Agrar-Euros gefördert, weil die das coffeinhaltige Zuckerwasser von Red-Bull abfüllen. Gratulation.
Die Gelder, die für ländliche Entwicklung nach Österreich fließen, werden völlig intransparent, vorwiegend vom "Lebensministerium" verteilt, wahrscheinlich ist auch Nikis Homepage ein Projekt der ländlichen Entwicklung. Keiner weiß so recht, wer oder was da alles "gefördert" wird.
stellt man fest, das Land ist am O.sch!
Verweiste Dorfkerne, schäbig bis lächerliche EFH Siedlungen am Rand; praktisch keine Infrastruktur, kaum Arbeitsplätze, rückläufige Bevölkerung, Überalterung, überschuldete mit x Aufgaben überforderte Gemeinden,.....
So ist es........die gut ausgebildeten jungen Menschen wandern ab, und ich kann es ihnen nicht verdenken. Meine Tochter, HTL-Bautechnikerin hat längst unseren Graben verlassen und lebt und arbeitet in einer Stadt. Und genau genommen bin ich sogar froh darüber dass sie nicht mehr zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem PKW auf z.T. schlecht geräumten Straßen im Winter pendeln muß.
Zur ländl. Entwicklung gehört die funktionierende Infrastruktur. Und sehr bei sehr vielen Hofzufahrten müssen die dort lebenden Bauernfamilien zusätzlich zu den öffentlichen Fördermitteln zuzahlen, und da reichen manchmal die Ausgleichzahlungen mehrerer jahre nicht aus.
Gratuliere zu Ihrer Tochter. Und besonders dazu, dass die Tochter das offensichtlich das Glück hatte, Eltern zu haben, die sie nicht mit allerlei Geschwafel über Heimatliebe und Tradition an einer freien Entwicklung gehindert hat.
Gerade bei Bauern scheint das nicht so selbstverständlich zu sein. Da ist für viele noch immer das höchste Ziel, dass die Kinder neben dem Hof ihre Häuser bauen.
Es wird wahrscheinlich auch so kommen.......bis jetzt ist es doch so dass gerade in Bergbauerngebieten viele Höfe nur mit verschiedenen Einkommensformen gehalten werden. Und wenn der Nebenerwerb abhanden kommt, dann wird es sehr eng. Und dann kann es durchaus passieren dass allein schon wegen des Auspendelns, die Bewirtschaftung ausgegeben wird. Und auch die jungen werden das nicht mehr mitmachen, ihr Leben allein auf ein paar Hektar ausrichten.
Wenn die sich wirklich "Sorgen um die ländliche Entwicklung" machen würden, müssten auch gesamtheitliche Fragen aufgeworfen werden. Was ist mit den Kleinbauern, was ist mit den potentiellen Konsumenten vor Ort, wenn permanent Nebenbahnstrecken zugesperrt, Postbuslinien (100% ÖBB-Tochter ohne die VC dafür benutzen zu können !!!) ausgedünnt werden, ein RCA-Terminal nach dem anderen zugesperrt wird und die Unternehmen vor Ort wieder auf die Strasse gezwungen werden, und, und, und...
Ich teile deine Meinung zu 200 %. Ländliche Entwicklung bedeutet, Entwicklung der Grossbauern zu noch grösseren Bauern. Ländliche Entwicklung bedeutet Förderung des Fressens der kleinen Bauern durch noch grössere Bauern usw. Was da alles von manchen Agrarfunktionären herum romantisiert wird, ist echter Bullshit, man kann das auch Verarschung nennen!!!
(inkl. all ihren verschiedenen Bewohnern: Kleinbauern, Handwerker, Arbeiter, Angestellte, etc.) für ihre "Anliegen" bzw. Geldbeschaffungsmachenschaften in Geiselhaft nimmt.
Auf die Spitze getrieben haben es ja die Tiroler mit ihren unrechtmässigen Landenteignungen. Dort ist man so unverfroren, auf Verwaltungsgerichtsentscheide zu scheissen. Wohlwissend, dass ihnen nichts geschieht. Da ist es schön langsam an der Zeit, den Europäischen Gerichtshof einzuschalten !!!
http://www.raiffeisen.at/eBusiness... -1-NA.html
der "versehrte" Herr Graf Bardeau - beinahe pleite gegangen in Rumänien vor etwa 2 Jahren, aufgefangen mit Millionen Euro aus dem Titel Agrarförderung bzw. Förderung aus dem Titel ländliche Entwicklung! Ich kenne diese Geschichte von einer leitenden Raiffeisenmitarbeiterin ....
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