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Wien - Die Trafikanten haben für Montag,19. November zu einer Pressekonferenz geladen, um ihrem Ärger Luft zu machen und über allfällige Protestmaßnahmen zu informieren. Heute meldete sich auch der Chef des ehemaligen Tabak-Monopolisten Austria Tabak (nunmehr JTI), Hagen von Wedel, zu Wort und sprach von einer "politischen Nacht- und Nebelaktion". Ernst Gehring vom Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) bezeichnete die Gesetzesänderung gestern als "Sterbehilfe" für Trafikanten.
Im Kern ging es bei der Gesetzesnovelle darum, Geld für den Solidaritätsfonds der Trafikanten zu beschaffen. In den kommenden drei Jahren wird die Industrie nun verpflichtet, den Topf zu füllen. 2013 müssen die Hersteller je 1.000 Stück Zigaretten 50 Cent abführen, 2014 dann 30 Cent und 2015 zehn Cent. Der ursprüngliche Änderungsentwurf sah vor, dass Hersteller billiger Zigaretten entweder die Preise auf mindestens 3,81 Euro pro Packung anheben oder 3 Euro je 1.000 Stück Zigaretten in den Solidaritätsfonds einzahlen. Ein höherer de facto Mindestpreis hätte für die Trafikanten höhere Handelsspannen bedeutet.
"Die nun gesetzlich bestimmte Dotierung des Solidaritätsfonds für Trafikanten mag politisch gut gemeint sein, geht aber am Kern der Sache völlig vorbei", kommentiert Hagen von Wedel. Trafikanten-Obmann Peter Trinkl hatte sich bereits im Vorfeld dagegen ausgesprochen, von allen Herstellern ein paar Cent einzutreiben statt von einigen 3 Euro je 1.000 Stück oder eben einen Mindestpreis von 3,81 Euro je Packung. Von dem Geld aus dem Fonds profitieren nur etwa 400 bis 500 der 2.700 Trafiken, hatte er argumentiert. Der Rest schaue durch die Finger.
Das Geld aus dem Fonds soll nun vor allem zur "Strukturbereinigung" verwendet werden, also für Stilllegungsprämien bei chancenlosen Trafiken bzw. als "Überbrückungshilfen" für jene, die nach einer Strukturbereinigung wieder wirtschaftlich arbeiten werden können. Betroffen sind insbesondere Trafiken in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland, da ihnen der Zigaretten-Schmuggel aus dem benachbarten Ausland besonders zusetzt.
Die Auswirkungen dieser Novelle auf die Konsumenten sind noch nicht klar. In der Branche wird vermutet, dass die Industrie die Abgabe nicht in Form höherer Preise für Raucher weitergibt, sondern selber schluckt. Erhöhen jedoch die Marktführer (Philip Morris, Austria Tabak) die Preise, ziehen die anderen nach. (APA, 16.11.2012)
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Passend dazu: "Wir rauchen diesen Scheiß nicht, denn wir wollen uns nur das Recht erhalten, es an Junge, Schwarze, Armen und Dumme weiterzuverkaufen"
Die armen abhängigen Raucher finden hier ihren Hauptfeind - die Trafikanten sind nur ihre Handlanger
http://bit.ly/mS1olE
..nach fast 22 Jahren rauchfrei. Abgesehen von 5 Kilo mehr und ca. 5 Monaten Depressionen, kann ich jetzt nur ein positives Fazit abgeben. Es war alles andere als leicht aufzuhören. Aber man fühlt sich weniger getrieben, auch Langsteckenflüge sind jetzt wieder viel entspannter. Meine Lungenfunktion hat sich erheblich verbessert, Husten gibt es keinen mehr und die Finger sind auch nicht mehr gelb. Erst jetzt merke ich wie sehr man andere (und da gerade Kinder) mit dem Rauchen belästigt. Ein Gusto ist nur noch beim Fortgehen da, jedoch gibts seither kein Kopfweh am nächsten Morgen. Ohne Moralapostel sein zu wollen, kanns nur jedem raten es zu versuchen, auch wenns schwer ist. Selbst meine Frau konnte sich noch nicht durchringen...
Ich bin Raucher, na und?, wann bekomme ich meine bronzene Ehrenverdienstnadel der PVA? Ich bin mir bewusst das Rauchen sicher nicht gesund ist, ich will aber in garkeinem Fall 100 Jahre alt werden, wer will schon 20 Jahre (1/5 seines Lebens) in einem Altenheim verbringen? Sterben müssen wir alle, und der Tod kommt nur sehr selten über Nacht, meistens ist er immer qualvoll und dauert sehr lange, Rauchen hin oder her.
Ich bin Nichtraucher, na und?
Sterben müssen alle mal, aber mir ist es nicht egal wenn mir euer stinkender Qualm das Leben verkürzt.
Ich will gerne 100 Jahre werden.
Würden Raucher nur für sich entscheiden wäre es mir egal, aber in Österreich kann man diesen Gestank nicht vermeiden. In fast jedem Wirtshaus stinkts, und jetzt reichts!
In der Praxis sieht's dann so aus, wie im Alt Wien: Gesteckt voller Raucher-Bereich, im Nichtraucher-Bereich herrscht gähnende Leere.
Sucht euch doch eure eigenen Wirtshäuser, da könnt ihr euch dann gegenseitig erzählen, wie schön und gesund euer Leben ist. Das Problem ist nur, daß kein Wirt von euch leben kann.
Denn derzeit besteht der überwiegende Anteil an zahlenden Gästen nun mal aus Rauchern - finden Sie sich damit ab und erzählen Sie mir gelegentlich, wie ich als Nichtautofahrer dazu komme, ständig Auspuffgase inhalieren zu müssen. Straßen muß ich nämlich benutzen - Wirtshäuser, in denen geraucht wird, nicht.
möchte nicht, dass Menschen rauchen. Er will aber auf die Einnahmen nicht verzichten.
Ein Verbot fördert die Heimlichkeit (lehrt die Geschichte). Also versucht man's hinten rum. So lange alles einschränken und reduzieren, bis die Raucher sagen "wo geht's denn überhaupt noch?" und hören gefrustet auf.
Dann hätte der Staat erreicht, was er wollte. Ehrlich ist so eine Vorgehensweise jedoch nicht.
Nicht so unnachgiebig, bitte!
Wenn ich Berichte über Jugendliche lese, die sich dem Kampftrinken hingeben, könnte man auch fragen, warum der Staat Alkohol nicht auch verbietet.
Der Mensch hat einen freien Willen und möchte die Ausübung dieses Willens auch verteidigen. Dieses Recht sollten wir bewahren und nicht ständig auf Verbote pochen.
Die Förderung von eigenstndigem Denken und Erziehung zu Rücksichtnahme sollten aber die größten Ausrutscher verhindern.
Wer verbietet Ihnen das Rauchen?
Sie dürfen weiterhin rauchen bis sie umfallen, nur dort nicht wo sie andere vollstinken. Der Mensch hat einen freien Willen. Und es ist mein Wille, dass meine Atemluft nicht stinkt.
Die Förderung von eigenständigem Denken und Erziehung zu Rücksichtnahme hat bei qualmenden Süchtlern 100 Jahre versagt. Deshalb brauchen wir ein Rauchverbot, um dieser dummdreisten Rücksichtslosigkeit endlich etwas entgegen zu setzen.
Mit dem gleichen Argment könnte man Alkohol verbieten: wie komme ich dazu, von Besoffenen angepöbelt/belästigt/angegriffen zu werden?
Ich bin nur dagegen, alles zu verbieten. Wobei mir klar ist, dass es immer Ausrutscher geben wird. Aber eben auch bei Verboten.
PS: Bin Nichtraucher!
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