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vergrößern 533x800Blick auf den Orionnebel. Das untere Bild zeigt die räumliche Verteilung der Sterne vor dem Hintergrund des Nebels. Im Zentrum der blauen Linien erreicht die Sterndichte ihr Maximum: Dort liegt das Zentrum des zweiten Sternhaufens, der Astronomen nun Rätsel aufgegeben hat.
vergrößern 591x744Wien - Der 1.350 Lichtjahre von uns entfernte Orionnebel ist eine produktive Geburtsstätte von Sternen. Unter allen bekannten Stern-"Kreißsälen"der Milchstraße liegt dieser Emissionsnebel der Erde am nächsten und ermöglicht dadurch der Wissenschaft, den Prozess der Sternentstehung besser zu verstehen. Der Orionnebel wurde so zum "goldenen Standard", wie es die Universität Wien nannte. Viele klassische Sternentstehungsmodelle nehmen ihn als Basis.
Neue Beobachtungen, an denen auch Wiener Astronomen beteiligt waren, zeigen nun aber, wie massereich neben dem sich gerade im Nebelinneren bildenden Sternehaufen ein zweiter Haufen aus etwas älteren Sternen ist, der vor dem Orionnebel liegt. Die Forscher rätseln, wie dies mit ihren Modellen in Einklang zu bringen ist und fürchten, "etwas Fundamentales noch nicht verstanden zu haben". Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics"erschienen.
Der Orionnebel, in klaren Winternächten sogar mit freiem Auge erkennbar, wurde schon vor rund 400 Jahren vom französischen Astronom Nicolas-Claude Fabri de Peiresc entdeckt. In den vergangenen Jahrzehnten fand man im Bereich dieses Gasnebels eine Vielfalt an werdenden Sternen und sternähnlichen Objekten - von massereichen Objekten mit mehreren Dutzend Sonnenmassen bis hin zu sogenannten Braunen Zwergen, die zu wenig Masse haben, um durch Wasserstofffusion zu eigentlichen Sternen zu werden.
Jüngste Beobachtungen am spanischen Calar Alto Observatory, mit dem Canadian-French Hawaii Telescope (CFHT) und dem Sloan Digital Sky Survey (SDSS) haben nun zu einer überraschenden "Perspektiven-Korrektur" geführt. Die Wissenschafter haben nämlich festgestellt, wie massereich ein zweiter, bereits bekannter Haufen aus etwas älteren Sternen ist, "der von uns aus gesehen vor dem Orionnebel steht", berichtet Joao Alves, Leiter des Instituts für Astrophysik der Universität Wien. Diese Masse ist nicht gleichförmig verteilt, sondern um den Stern Iota Orionis konzentriert, der die südliche Spitze des "Schwerts des Orion" bildet.
Es zeigte sich, dass es sich im Bereich des Orionnebels in Wirklichkeit eine komplizierte Mischung aus zwei Sternhaufen sowie einigen damit nicht zusammenhängenden Sternen ist. "Für mich ist das größte Rätsel, warum der etwas ältere Sternhaufen, der Iota-Orionis-Haufen, so nahe an dem jüngeren Haufen liegt, der sich im Inneren des Orionnebels noch bildet", sagte Alves.
Es sei noch völlig offen, wie diese neuen Beobachtungsbefunde mit gängigen Modellen der Sternhaufen-Entstehung zu vereinbaren sein werden. "Wir scheinen etwas Fundamentales noch nicht verstanden zu haben. Die Bildung von Sternhaufen ist wahrscheinlich der dominante Weg zur Sternentstehung im Universum, aber wir sind weit entfernt davon, genau zu wissen, warum", rätselt der Wissenschafter. Für Hervé Bouy vom Centro de Astrobiologia in Madrid müssen die Astronomen ihre Vorstellungen von den Beobachtungsgrößen revidieren, die sie bisher für die zuverlässigsten Indikatoren der Stern- und Sternhaufen-Entstehung hielten. (APA/red, derStandard.at, 18. 11. 2012)
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Ich fürchte, da hab' ich jetzt etwas nicht ganz verstanden:
Es gibt, auf Sichtlinie zum "derzeitigen" Sternentstehungsgebiet im Orionnebel einen etwas älteren Sternencluster. Gut, aber warum steht das im Widerspruch mit den gängigen Theorien zur Sternentstehung? Ist der ältere Cluster so nahe dran, daß man davon ausgehen müsste, daß er bei seiner Bildung den Rest der Wolke zerstört hätte, oder wo liegt das Problem?
Vielleicht kann da mal jemand, der sich besser auskennt, aushelfen?
Die Theorie der Sternentstehung eines Sterns wird hier an sich nicht angetastet, sondern nur die Behauptung aufgestellt, dass die Erkenntnisse zur Sternentstehung in Sternhaufen (und damit auch die Sternhaufenentstehung), welche man aus gewissen Beobachtungsgrößen von Sternen gewinnt, zu Fehlinterpretationen führen können (...was für ein Satz).
Ich habe die Arbeit noch nicht gelesen, aber ich nehme mal an, dass es um Probleme bei der IMF und der Altersbestimmung geht (wenn man plötzlich 2 Sternhaufen betrachtet).
"Wir müssen unsere Vorstellungen von den Beobachtungsgrößen revidieren, die wir bisher für die zuverlässigsten Indikatoren der Stern- und Sternhaufen-Entstehung hielten"
http://astro.univie.ac.at/
http://www.youtube.com/watch
Ja, danke, daß Sterne in Gruppen/Haufen entstehen war mir klar, auch danke für den link zur 'univie' (der YouTube-link liefert bei mir leider etwas seltsame Resultate?), aber das beantwortet nicht meine Frage:
Wo liegt der Widerspruch zu den bisherigen Theorien?
Ups, ich meinte eigentlich dieses Video:
http://www.youtube.com/watch?v=3... re=related
Das ist sozusagen (noch) "state of the art" in der Modellrechnung von offenen Sternhaufen und hier gibt es weder zwei kollabierende Wolken, noch zwei verschiedene Sternhaufen als Endprodukte.
Die Frage ist, wie 2 Sternhaufen so nahe beisammen fast gleichzeitig entstehen können. Die derzeitigen Modellrechnungen (siehe Video) gehen zur Zeit von nur 1 kollabierenden Wolke aus und sie erzeugt auch nur 1 Sternhaufen. Außerdem hat sie nur 500 Sonnenmassen (zu wenig), knapp 1pc Durchmesser (zu klein), ist berandet (es gibt keinen "Rand"), sphärisch (unwahrscheinlich) und rotiert nicht (ditto), also da gehen viele Idealvorstellungen ein.
Nach derzeitigem Kenntnisstand erzeugen die Modelle offenbar nur 1 Sternhaufen (bitte um Korrektur, falls ich mich irre). Klar, man könnte ein Modell mit 2 benachbarten Molekülwolken rechnen, aber das würde wohl wiedermal die Rechenzeit sprengen und man müsste wohl auch weitere Vereinfachungen annehmen.
Ah, Danke! So langsam klingelts bei mir...
Ich hatte ursprünglich eher in die Richtung gedacht, daß ein (junger) Sternencluster durch seinen Strahlungsdruck die Gaswolken in seiner Umgebung "verbläst" und darum im Nahbereich längerfristig keine anderen Cluster entstehen könnten.
Was ist jetzt das Rätsel? Die Sternhaufen liegen zu nahe beisammen? Wenn ich mir das Universum als Ganzes anschau, kann ich mich dann trauen einen "Mindestabstand" zwischen Sternhaufen zu definieren? Ich halt das für sehr mutig - und sie wurden eh enttäuscht, wie man sieht...
…gelblichen Licht erstrahlen.
Astronomen meinen hingegent, daß es irgendwelche "Schockwellen" v.Supernovae "sein müßten", die da -natürlich ein WEITES- Frequenzspektrum im Gas durch Kompression z.Aufleuchten brächte.
Komischer Weise leuchten aber 90% aller "planetaren" Nebeln nur im Frequenzbereich v.ionisiertem Sauerstoff, was wiederum eher einer Anregung durch Elektrizität zuzuschreiben ist, als irgendwelchen, mechanisch-gravitativen Erklärungsversuchen.
Die Astronomologen haben die Physiker mit ihren "heiß-Gas"-Theorietscherln leider dermaßen viral angesteckt, daß 50 Jahre erfolgsarmes Basteln mit Fusion die Folge sind. Es ist nunmal *unnatürlich*, ein Gas in ein entsprechend enges Volumen z.pressen um so dann Fusion zu erreichen!
Der Orionnebel ist kein planetarischer Nebel. Dort haben sehr wahrscheinlich SN stattgefunden (ist aber auch nicht der Grund für das Leuchten des Nebels), aber all das hat nichts mit planetarischen Nebeln zu tun.
Außerdem leuchten die planetarischen Nebel ebenfalls in den Wasserstofflinien (sogar noch stärker als in der verbotenen O Linie):
http://www.capella-observatory.com/Planetary... eIndex.htm
Foto anklicken und nach "RBG", "H-alpha" Ausschau halten. Der H-alpha Beobachtung wird meistens die Farbe rot zugeschrieben, [OIII] wird oft blau oder grün dargestellt.
…können, weil irgendwann, irgendeine Schockwelle von einer angeblichen SN irgendwo durchgbraust ist und so den Barnardnebel dort u.a. "in Aktivität" versetzten.
Kein Wort von Elektrizität.
Und auch ihnen wünscht das FS3 viel Spaß beim Versuch ihre Leuchtstoffröhre zu Hause mit ihrer Fahrradpumpe zum Leuchten bringen zu wollen. Die Astro-"Physik" zeigt ihnen den Weg!
in welchem paralleluniversum das F S § wohl lebt? jedenfalls muss es da echt interessant sein, wenn NEON gelb statt rot leuchtet ...
aus wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Neon :
"Wie andere Edelgase zeigt Neon bei Gasentladungen ein charakteristisches Linienspektrum. Da die Linien im sichtbaren Spektralbereich vorwiegend im roten bis gelben Bereich sind, erscheint das Gas bei einer Entladung in einer typischen roten Farbe."
Fällt Dir auch was zum Thema ein?
FS3 hat schon was dazu zu sagen, halt in seinem unverkennlichen Stil...
Du könntest z.B. antworten, daß Du auch nicht glaubst, daß sich Gas aus dem Nichts heraus zusammenballt, komprimiert und eine Fusion startet. Dann wüßte ich, daß Du mit Interesse liest, was hier gepostet wird.
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