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vergrößern 800x816Links hervorgehoben: Die mögliche Uralt-Galaxie MACS0647-JD, deren Licht vom Galaxienhaufen MACS J0647+7015 gebündelt wurde.
Washington - Die Weltraumteleskope "Hubble" und "Spitzer" haben einen vielversprechenden Kandidaten für die bislang fernste Galaxie erspäht. Das Objekt MACS0647-JD ist vermutlich 13,3 Milliarden Lichtjahre entfernt, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA berichtete. Wenn das Licht 13,3 Milliarden Jahre brauchte, um zu uns zu gelangen, bedeutet dies zugleich, dass dieses Objekt bereits etwa 420 Millionen Jahre nach dem Urknall bestand.
Auf seinem Weg zu uns hat das Licht des Objekts den großen Galaxienhaufen MACS J0647+7015 passiert, der als Gravitationslinse fungierte - anders wäre es gar nicht erst sichtbar gewesen. Die Galaxie sei möglicherweise zu weit entfernt, um ihre Entfernung mit einem existierenden Teleskop exakt zu bestimmen, erläuterte die NASA. Erst das im Bau befindliche "James Webb"-Weltraumteleskop werde voraussichtlich dazu in der Lage sein.
Die Astronomen glauben, dass das Objekt eine Ausdehnung von nur 600 Lichtjahren hat - das wäre näher an den Dimensionen großer Kugelsternhaufen als an denen von Galaxien. Zum Vergleich: Die Milchstraße besitzt einen Durchmesser von rund 150.000 Lichtjahren, selbst die Kleine Magellansche Wolke kommt noch auf etwa 7.000.
Vermutlich handele es sich bei dem Objekt um einen "Baustein" für etwas, das erst später zu einer eigentlichen Galaxie anwuchs, schreiben die Wissenschafter, die ihre Entdeckung im Dezember im Fachblatt "The Astrophysical Journal" vorstellen werden. In den gut 13 Milliarden Jahren, die zwischen dem jetzt beobachteten Zustand von MACS0647-JD und dessen tatsächlicher Gegenwart verstrichen sind, dürfte dieser Baustein den Astronomen zufolge dutzende bis vielleicht sogar tausende Verschmelzungsprozesse mit anderen Sternenansammlungen erlebt haben. (APA/red, derStandard.at, 17. 11. 2012)
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Andere Frage ( bin kein Physiker): man sagt, in den ersten Millionen Jahren nach dem Urknall habe es nur Plasma gegeben. Also wäre das Älteste, was wir mit Teleskopen sehen können, milchige Wolken.
Sind Technologien ( z.B. Radioteleskope?) bekannt, mit denen wir durch diesevWolen durchsehen könnten?
Auf gut deutsch: Werden wir jemals den Urknall beobachten können?
Hm, ich als astrophysischer Banause finde die Diskussion hier im Forum sehr spannend und auch lehrreich. Frag mich nur, warum Leute hier rote Stricherln vergeben, wenn einige andere Leute sich abmühen, etwas besser zu veranschaulichen, was mir zB durchaus dienlich ist.
hat sich ja ausgedehnt, während das Licht zu uns gedüst ist.
Wer sich selbst ausrechnen will, wie weit Entfernt das Objekt nun ist, hier ein Online-Rechner: http://www.astro.ucla.edu/~wright/C... oCalc.html
Wichtig ist die Angabe des redshift "z". Laut NASA ( http://www.nasa.gov/mission_p... ecord.html ) ist Wert 11.
Die anderen Werte sind komplizierter zu bestimmen (svor allem Hubble-Konstante H(0)).
Gibt man für H(0) den Wert 58.5 an, kommt man ungefähr (eher grob, weil ich die anderen Werte einfach belassen habe) auf die richtigen Werte:
* The light travel time was 13.203 Gyr.
* The comoving radial distance ... is 31.824 Gly
MACS0647-JD ist also heute ~ 32 Milliarden Lichtjahre entfernt.
Wie kommen Sie auf den Wert 58.5 für den Hubble-Parameter? Mir ist zwar bewusst, dass der Wert zu Beginn kleiner war, aber so klein? Abgesehen davon kann auch H(0) nur mit einem großen Unsicherheitsfaktor bestimmt werden. Sie müssen auch in Betracht ziehen, dass das Universum nach dem derzeitigen Modell zu Beginn stärker gekrümmt war und sich danach abgeflacht hat, sodass wir heute von einem "flachen Universum" sprechen. Wenn Sie die Entfernung genau bestimmen möchten, müssten Sie genau wissen, wie sich Dichte und Krümmung des Raumes im Laufe der Zeit verändert haben. Auch angesichts der Präsenz dunkler Energie eine wie ich meine unmögliche Aufgabe.
Ich habs nur sehr grob angepasst, so dass die Zahlen zu "13,3 Milliarden Lichtjahre" und zu den "420 Millionen Jahre" passen.
Hab ich eigentlich geschrieben, auch dass gerade H(0) kompliziert zu bestimmen ist. Und nicht ohne Grund habe ich von einer ungefähren - sogar "eher groben" - annäherung geschrieben.
Das Universum dehnt sich aber nur für uns aus. Wenn man vom Photon ausgeht, dann dürfte sich der Raum zum Zeitpunkt der Aussendung des Photons stillstehen, und zwar bis es auf die Erde auftrifft. Für das Photon selbst vergeht ja keine Zeit, also dehnt sich der Raum auch nicht aus...
Zumindest hätte ich Einstein so verstanden...
Für da Photon vergeht keine Zeit, da es mit Lichtgeschwindigkeit reist (der Effekt wurde ganz 'real', also nicht nur theoretisch, nachgewiesen anhand von Partikeln, die in der oberen Atmosphäre durch kosmische Strahlung entstehen - und die ohne Zeitdilatation keine Chance hätten, die Erdoberfläche zu erreichen).
An der Tatsache, dass für die Photonen keine Zeit vergeht, scheitert auch der Versuch, die spektrale Rotverschiebung durch 'Licht-Ermüdung' zu erklären - Photonen altern nicht und zerfallen nicht von selbst (haben keine Halbwertszeit).
Zitat: "Das Objekt MACS0647-JD ist vermutlich 13,3 Milliarden Lichtjahre entfernt, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA berichtete. Wenn das Licht 13,3 Milliarden Jahre brauchte, um zu uns zu gelangen, ..."
Also, wenn das Licht 13,3 Mrd Jahre bis zu uns gebraucht hat, dann ist das Objekt (schlecht) geschätzt 35-40 Mrd Lichtjahre von uns entfernt. Ein Objekt könnte nur in einem statischen(!) Universum so viele Lichtjahre von uns entfernt sein, wie sein Licht Jahre zu uns gebraucht hat. Der Beobachtungshorizont ist ca. 42 Mrd. Lichtjahre entfernt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Beob... gshorizont
In der Kosmologie gibt es sehr viele verschiedene Entfernungsmaße, je nach dem welche Parameter man vergleicht. Was am ehesten davon einer physikalischen Entfernung entspricht ist die comoving distance. Jedoch wird in der Astronomie meist nur die Rotverschiebung z angegeben, welche oft in die light-travel distance übersetzt wird um sie anschaulicher zu machen. Mehr dazu findet man hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Dist... smology%29
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