Bank Austria verhandelt ATF-Anteilsverkauf an Kasachen

16. November 2012, 15:09
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Wien/Rom/Astana (APA) - Die Bank Austria ist angeblich in Verhandlungen um einen Verkauf von Anteilen an ihrer kasachischen Tochterbank ATF Bank. Die ATF wird, wie die meisten anderen Osttöchter, im UniCredit-Konzern von der Bank Austria gesteuert. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise, dass bereits innerhalb von Wochen ein Vertrag fixiert werden könnte. Als möglicher Käufer wird ein kasachischer Investor kolportiert.

Ein Sprecher Bank Austria sprach auf APA-Anfrage von einem "Marktgerücht", das man grundsätzlich nicht kommentiere.

Die kasachische Tochterbank ist die Bank Austria wie berichtet schon ziemlich teuer gekommen. Weil sich die Geschäfte dort schlecht entwickelten, wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Abschreibungen auf den Firmenwert nötig. Zuletzt im 3. Quartal 2011. In Summe lagen die Firmenwertabschreibungen auf die ATF bei rund 1 Mrd. Euro. Zudem musste mehrmals Kapital nachgeschossen werden.

Die ATF steht im UniCredit-Konzern schon länger auf dem Prüfstand. Wer als Käufer der kasachsichen Bank oder von Teilen davon in Frage kommt, wurde bisher nicht bekannt.

Zur Erinnerung: Vor fünf Jahren hatte die Bank Austria die damals drittgrößte kasachische Bank für 1,6 Mrd. Euro gekauft. Dann schlug die Krise zu, schon nach dem ersten Jahr wurde mit Abschreibungen auf den Firmenwert begonnen.(APA, 16.11.2012)

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