Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Es bedurfte eines Schotten, um auf den Punkt zu bringen, warum amerikanische Moralvorstellungen Europäern manchmal so fremd sind. Der Pädagoge Colin Greer, er leitet in New York die liberale New World Foundation, schreibt in einem Essay von einer Scheinheiligkeit der Neuen Welt. "Das Besondere an Amerika ist ein Maß an puritanischen Standards, von dem wir wissen, dass es sich auf die meisten Menschen gar nicht anwenden lässt."
Wenn dann ein Prominenter dem Pilgerväter-Ideal nicht entspreche, werde er von verbalen Scharfrichtern geradezu drakonisch bestraft. Dazu, doziert der schottische Gelehrte, geselle sich eine ausgeprägte Lust am voyeuristischen Blick durchs Schlüsselloch, sodass sich die Petraeus-Saga vor aller Augen zu einer wahren Seifenopernserie entfalte.
So what? Staatsgeheimnisse sind offenbar nicht verraten worden. Die Strategie in Afghanistan ändert sich nicht, bloß weil John Allen, der US-Kommandant am Hindukusch, Jill Kelley "Sweetheart" nannte, was auch gutgelaunte Kassiererinnen im Supermarkt laufend zu ihren Kunden sagen - die sie gar nicht kennen.
Die hausinternen Ermittlungen der CIA gehen mittlerweile in eine andere Richtung: Der Generalinspekteur des Geheimdienstes will herausfinden, ob Petraeus - der am Freitag im Kongress in einem mehrstündigen Hearing hinter verschlossenen Türen zum Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi aussagte - steuerfinanzierte Privatjets, Chauffeure oder Wohnungen für seine Romanze mit Broadwell missbrauchte.
Fast nebenbei ist etwas Wichtiges deutlich geworden: akuter Reformbedarf. Der Electronic Communications Privacy Act, der den Umgang mit persönlichen E-Mails regelt, stammt aus dem Jahr 1986. Demgemäß hat der Autor einer E-Mail diese "aufgegeben", wenn sie noch nicht versendet, aber 180 Tage alt ist. Um sie lesen zu dürfen, braucht das FBI nicht einmal die Genehmigung eines Richters.
Er sehe die Affäre eher durch die französische Brille, bemerkt David Brooks, New York Times-Kolumnist und eine der tolerantesten Stimmen im öffentlichen Chor. "Das Ganze ist Privatsache." Man solle sehr talentierte Leute ihre Arbeit auch dann machen lassen, wenn sie sich im Privaten beschämend verhalten hätten. "Es gibt nämlich nicht so viele sehr talentierte Leute." Selbst der greise TV-Prediger Pat Robertson verteidigt Petraeus: "Der Mann ist in einem fernen Land, er ist einsam, und da kommt diese gut aussehende Frau, die sich ihm in die Arme wirft. Ich meine: Er ist ein Mann!"
Allerdings kollidieren in diesem Fall zwei alte amerikanische Traditionen: das Puritanische und der Heldenkult um Soldaten; und der ist in der Gründungsgeschichte verwurzelt: George Washington befehligte die Rebellenarmee, die gegen die britische Krone die Unabhängigkeit erkämpfte. Ulysses Grant zog bloß ins Weiße Haus ein, weil er sich als Bürgerkriegsgeneral Abraham Lincolns empfohlen hatte. Und Colin Powell wäre nicht Außenminister geworden, wäre er nicht Stabschef im Golfkrieg gewesen. Nach Umfragen haben 78 Prozent der Amerikaner Vertrauen ins Militär. Mehr als in jede andere Institution.
Damit verbinden sich Erwartungen, denen kaum ein Uniformträger gerecht werden kann. Petraeus hat eifrig mitgestrickt an dem Heroenbild, indem er oft und gern mit Reportern plauderte. Umso tiefer ist der Sturz vom Podest - und umso gebannter verfolgt das Land das Spektakel der Entzauberung von "King David". (Frank Hermann, DER STANDARD, 17.11.2012)
Alexander: Bombenattentat auf New Yorker Börse geplant
US-Regierung ernennt neuen Beauftragten für umstrittenes Gefangenenlager - 46 "unbefristete" Häftlinge
US-Präsident verliert nach Kontroversen deutlich an Zustimmung
Der Senat stimmte mit überwältigender Mehrheit für das Vorhaben Obamas
US-Präsident: Einer der brillantesten Köpfe seiner Generation
US-Präsident und Chinas Staatschef streben neues Kapitel der Beziehungen an
Senator Lautenberg 89-jährig gestorben - Republikanischer Gouverneur darf Nachfolger berufen
Rücktritt von Tom Donilon
Absender droht mit Waffengewalt - Verdächtiger aus dem Bundeststaat Texas
US-Diplomaten: Versuch, Spannungen abzubauen - Verteidigungsminister Hagel kritisierte zuvor China
Washingtoner Außenministerium sieht Al-Kaida geschwächt
Verteidigungsminister Hagel beschwichtigend in Sachen Ausgabenkürzungen
US-Polizei vereitelt Giftanschlag auf New Yorks Bürgermeister Bloomberg - Offenbar Zusammenhang mit Debatte um Waffengesetze
Zeitung: 52-Jähriger soll Robert Mueller ablösen - Comey arbeitete unter Bush im Justizministerium
Erwachsene, offen homosexuelle Betreuer bleiben ausgeschlossen - Monatelanger Streit beendet
Für "gesundes, stabiles und verlässliches Verhältnis" - Zuletzt gab es Spannungen zwischen den Großmächten
Republikanerin hatte sich um US-Präsidentschaftskandidatur bemüht
Insgesamt seien vier eigene Staatsbürger ums Leben gekommen
Die Bombe hätte 2010 neben dem Wrigley-Field-Baseballstadion hochgehen sollen
Parteiübergreifendes Votum nach wochenlanger Debatte
Er hatt im Mai 2009 in einem Krankenhaus für Soldaten aus Wut fünf Kameraden erschossen
US-Präsident will mit Strategiewechsel das 9/11-Trauma überwinden: "Alle Kriege gehen einmal zu Ende"
Ordenspangen auf dem A-Dress herumlaufen, sind mir immer schon suspekt gewesen. Solche enormen Anhäufungen von Blech links und rechts auf der Brust zeugen möglicherweise von einer gewissen infantilen Eitelkeit.
(Dabei gab es gerade in den USA bedeutende Generäle, die auf den lächerlichen Ordensaufputz völlig verzichteten: Ulysses S. Grant trug z.B. grundsätzlich keine Orden auf der Uniform, Eisenhower beschränkte sich auf ein einziges schmales Ordensbändchen.)
…
- Gen.Carter Ham,der ehem.Leiter Africom
- Konteradm.Charles M.Gaoutte,Kommandant der 3.Trägergruppe
- Cmdr.Joseph E.Darlak,Kommandant des US-Raketenkreuzers Vandegrift
- Brigadegen.Jeffry A.Sinclair,Kommandant der 82.Airborne Afghanistan
- Der russ.Verteidigungsminister
- Gen.Petraeus
Obama ist jetzt mit der vertuschten Bengahzi-Geschichte wundervoll "lenkbar" u.Petraeus kann sich nach dem Ausscheiden aus der CIA endlich auf den 5. berufen!
…
FS3-NACHLESEN:
http://tinyurl.com/bfretzr
http://tinyurl.com/bkdlcxx
http://tinyurl.com/azheckz
http://tinyurl.com/bfebmu6
…
PS: Inzwischen wurde auch gegen einen Gen.im Ruhestand, William E.Ward (Ex-Kommandeur des Africa Command) wg. "Überhöhter Spesen"(!) ein Verfahren eingeleitet…
Liess nach, er war eben noch nicht im Ruhestand. Alles harmlos, er ist sehr weich gefallen. Statt ca 230000 USD Pension pro Jahr nur ca 200000. Wow.
Ja, der Fall wurde nun nach der Wahl beendet, richtig. Aber was das mit dem russischen Verteidigungsminister zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht.
Gibt es noch einen Zusammenhang zu General Entacher?
…"demokratischen" Regeln und gegen die Konstitution:
http://rt.com/usa/news/... c-foia-192
Und nicht nur das (bestinformierteste) FS3 ist bereits dieser Ansicht, sondern die Spatzen schreien es bereits von allen Dächern:
http://tinyurl.com/c9muku2
"Sexuelle" Verfehlungen? Lachhaft!
Die Auflistung des ehem.russ.Verteidigungsministers in der Liste der US-Geschaßten war übrigens kein Fehler, sondern ganz bewußt, da der gute Mann seine Kompetenzen überschritt u.sich in inneramerikansiche Angelegenheiten aktiv einmischte, worauf er ebenfalls aus seinem Amt entfernt werden mußte.
Schließlich gibt es ja noch eine "übergeordnete" Direktive - und die ist international. Wo kämen wir nur hin, wenn da ein paar ahnungslose…
usw.usf…
…Landungsschiffes "USS Fort McHenry" u.Cpt.Ted Williams, v.der "USS Mount Whitney" wurden wg. "Fehlverhaltens" vorläufig suspendiert.
Natürlich beeeilte sich das DoD sofort festzustellen, daß "keinesfalls militärische", sondern ausschließlich "persönliche Gründe, usw-usf." für die disziplinarischen Maßnahme verantwortlich seien.
Williams war übrigens kurzfristig als Ersatz für den im Juli suspendierten stellvertretenden Kommandeuer des Trägers USS Eisenhower -Cpt. Robert Gamberg- abkommandiert worden, welcher…
…ebenfalls wg. eines angeblichen "Verhältnisses" mit … v.Dienst suspendiert worden war.
Der russ.Minister hatte übrigens seine Kompetenzen etwas überschritten, indem er in internen US-Angelegenheiten mitgemischt hatte.
Ist Patraeus in Uniform aufgetreten? Ist der so auf seinen Nick "P4" geil? Mag ich nicht glauben. Er ist noch immer der intelleginteste (Ex-)General der jüngeren Geschichte, der lauter super Leute um sich scharen kann. Und anscheinend ein trauriger Held des Unterleibes.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.