Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Amman - In der jordanischen Hauptstadt Amman sind am Freitag etwa 2000 Demonstranten aus Protest gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Die Kundgebung nahe der zentral gelegenen Husseini-Moschee verlief friedlich, wie ein Reuters-Korrespondent berichtete. In Sprechchören forderten die Demonstranten "den Fall des Regimes". Unbewaffnete Polizisten trennten den Protestzug von einer kleineren Gruppe von Demonstranten, die König Abdullah ihrer Unterstützung versicherten.
Auslöser der Proteste sind die zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise in dem westlich orientierten Königreich. Die Muslim-Brüderschaft hat als größte Oppositionsgruppe zur Teilnahme an den Kundgebungen aufgerufen. Die Führungsspitze nahm an den Kundgebungen aber nicht teil.
Die Proteste wecken Erinnerungen an den Beginn der Unruhen im benachbarten Syrien. Dort entwickelten sich die anfangs friedlichen Demonstrationen zu einem Bürgerkrieg. In anderen Ländern des Arabischen Frühlings wie Ägypten, Tunesien und Libyen stürzten Regierungen. (APA, 16.11.2012)
Für Militärübung - Könnten aber länger stationiert bleiben
Seit sechs Tagen würden an den vier inoffiziellen Übergangsstellen zur süd-syrischen Provinz Deraa keine Flüchtlinge mehr ins Land gelassen
Nach den hunderttausenden irakischen Flüchtlingen, die Jordanien nach 2003 aufgenommen hat, kommen nun immer mehr Menschen aus Syrien. Jordaniens Außenminister Nasser Judeh beschreibt die Position seines Landes in einem schwierigen Umfeld.
Jordaniens König: vier Jahre Chance auf Nahost-Frieden
80 Prozent der Flüchtlinge, die aus Syrien nach Jordanien kommen, leben in privaten Unterkünften - Aber auch die sind nicht winterfest
Bündnisse erreichen 90 von 150 Sitzen im Unterhaus. Muslimbrüder nahmen nicht teil
Jordanien ist für die USA ein wichtiger Ausgangspunkt für einen Einsatz in Syrien, falls es gilt, die syrischen Chemiewaffen zu sichern. Nördlich von Amman befindet sich ein Special-Forces-Trainingszentrum der jordanischen Armee - mit einem US-Direktor
Muslimbrüdern reichen Reformen des Königs nicht
Abdullah II. kündigt Reform an
Behörden: Verschwörerzelle ausgehoben
Wegen steigender Treibstoffpreise gehen tausende Jordanier auf die Straße - Ein Toter und dutzende Verletzte
Die USA und 17 andere Länder nehmen an der großangelegten Militärübung "Eager Lion 12" in Jordanien teil
Gericht sprach Dahabi der Geldwäsche und des Machtmissbrauchs für schuldig
Frühpensionist war hoch verschuldet
Elf Verdächtige verhaftet - Extremisten wollten sich Waffen aus Syrien beschaffen
Abgeordneten unterstützten das Kabinett von Ministerpräsident al-Khasauneh
Großdemonstration der Opposition für Freitag angekündigt
Jordaniens Abdullah II.: "Besseres Gleichgewicht" zwischen Legislative und Exekutive
Größte Oppositionspartei kritisiert Mangel an Reformen
Unwissen bei Lizenzvergabe für zwei Spielcasinos wurde von den Abgeordneten geglaubt
Dem König wird nichts passieren, weil pro- westlich. Außerdem kann er die Jordanier gegen die Palästinensermehrheit ausspielen.
Nach außen hin wirkt Jordanien ein bisschen wohlhabender und wohl geordneter als der Nachbar im Norden, aber der Schein trügt, zumal die Lebenserhaltungskosten für einen Durchschnittsjordanier sehr hoch sind.
Und es gibt noch, will man der Gerüchteküche in Amman glauben, einen weiteren Grund für Qatars kalte Schulter gegenüber Jordanien: Der Emir hätte gerne eine der Schwestern des Königs (Prinzessin Iman) für seinen Sohn und Kronprinzen gehabt. Eine Haschemitin (Nachkommin des Propheten) wäre halt doch eine Aufwertung für die qatarischen Scheichs (bei denen es sich ja doch eher um neureiche Emporkömmlinge handelt). Doch die jordanische Königsfamilie ging wohl nicht darauf ein, arrangierte Ehen sind in ihren Reihen längst passé (und der Erbprinz hat auch schon 2 Ehefrauen, was ihn für eine moderne/emanzipierte Haschemitin sicher nicht attraktiver macht). Wie gesagt, dies sind Gerüchte, Offizielles gibt es dazu nicht.
ich bin bestimmt kein Freund von Verschwörungstheorien und bin auch davon überzeugt, dass der Aufstand in Syrien in erster Linie syrische Ursachen hat und auf Assads falsche Reaktion auf die zunächst friedlichen Demonstrationen zurückzuführen ist (König Abdullah reagiert hier Gott sei Dank anders). Aber es ist natürlich auch so, dass Qatar und die Saudis hier aus ganz eigenen Interessen mitmischen. In Jordanien geht nun aber die Mär um, dass die Saudis und Qatar ihre sonst üblichen jährlichen Hilfszahlungen an das Land eingestellt haben (was eine der wesentlichen Ursachen für die massiven Preiserhöhungen und die daraus folgenden Unruhen ist), weil sich Jordanien im Syrienkonflikt eher heraushalten will.
lesen Sie die Leitartikel der jordanischen Zeitungen, da können Sie sowas (alle paar Tage in einer anderen Zeitiung) nachlesen - es ist wohl Dauerthema in den Ammaner politischen Salons (politische Gesprächszirkel, die sich um bestimmte politische Größen gebildet haben, meist ehemalige Minister, die gerne wieder etwas werden wollen - oft, indem sie sich gegen die aktuelle Regierung positionien). Manche westliche Korrespondenten vor Ort haben wohl auch schon davon gehört (hier in Bezug auf die Saudis):
http://themedialine.org/news/news... wsID=36476
Ich sage nicht, dass es stimmt, aber es ist schon seltsam, dass die Golfstaaten so plötzlich ihre jährlichen Hilfszahlungen eingestellt haben (auf die Jordanien dringend angewiesen ist)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.