Rund 2000 Jordanier protestieren in Hauptstadt gegen Regierung

Auslöser gestiegene Energiepreise

Amman - In der jordanischen Hauptstadt Amman sind am Freitag etwa 2000 Demonstranten aus Protest gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Die Kundgebung nahe der zentral gelegenen Husseini-Moschee verlief friedlich, wie ein Reuters-Korrespondent berichtete. In Sprechchören forderten die Demonstranten "den Fall des Regimes". Unbewaffnete Polizisten trennten den Protestzug von einer kleineren Gruppe von Demonstranten, die König Abdullah ihrer Unterstützung versicherten.

Auslöser der Proteste sind die zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise in dem westlich orientierten Königreich. Die Muslim-Brüderschaft hat als größte Oppositionsgruppe zur Teilnahme an den Kundgebungen aufgerufen. Die Führungsspitze nahm an den Kundgebungen aber nicht teil.

Die Proteste wecken Erinnerungen an den Beginn der Unruhen im benachbarten Syrien. Dort entwickelten sich die anfangs friedlichen Demonstrationen zu einem Bürgerkrieg. In anderen Ländern des Arabischen Frühlings wie Ägypten, Tunesien und Libyen stürzten Regierungen. (APA, 16.11.2012)

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