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Pro Jahr sollen 100 Lehrlinge zum Gleisbautechniker ausgebildet werden.
Seit 1. Juni können GleisbautechnikerInnen ausgebildet werden. Dem ging eine jahrelanger Konzipierungsprozess voraus. Für den neu geschaffenen Lehrberuf arbeitete ein Expertenteam aus Bahnbaufirmen ein Berufsbild aus, welches dann innerhalb der ÖBB und mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft abgestimmt wurde.
Der fertige Entwurf wurde dann vom Bundes-Berufsausbildungsbeirat abgesegnet, die Beschlussfassung ans Wirtschaftsministerium übermittelt und dort als Grundlage für die Verordnung herangenommen.
Rund drei Jahre dauerten die Vorbereitungsarbeiten dafür, erklärt Diplompädagoge Günter Hell, Leiter des Lehrlingswesens in der ÖBB, auch wenn das Berufsbild im Tätigkeitsfeld jenem Lehrberuf gleicht, den es in der Schweiz und in Deutschland schon gibt. "Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften des Kinder- und Jugendschutzgesetzes und den Vorgaben der Bahnbaufirmen sind die Gegebenheiten in Österreich nicht vergleichbar mit denen in der Schweiz oder in Deutschland. Dadurch musste das Berufsbild komplett neu konzipiert werden", sagt Hell.
Bisher wurde die Arbeit, die künftig von den GleisbautechnikerInnen erledigt wird - die vom Schienenwechsel bis hin zur Pflege der Gleisumgebung reicht - von Hilfskräften ausgeführt, die im Zuge der Erwachsenenbildung ausgebildet wurden. "Mit dem Lehrberuf des Gleisbautechnikers schließen wir die Lücke zwischen angelernten Hilfskräften und den akademisch ausgebildeten Fachkräften", ist Hell überzeugt. "Der Lehrberuf GleisbautechnikerIn entstand, um den ständig wachsenden Aufgabengebieten gewachsen zu sein, vor allem in den Bereichen der Wartung und Instandhaltung der Gleisbauanlagen."
Denn in den nächsten Jahrzehnten stehen "gewaltige Infrastrukturprojekte zur Umsetzung an. Kaum einem anderen Verkehrsmittel wird in der Zukunft mehr Bedeutung zugemessen werden als der Bahn", sagt Hell. "Ständig neue technische Anforderungen sowie die rasante Entwicklung auf dem Bahnbausektor erfordern immer mehr fachspezifisch ausgebildetes Personal, welches für den Neubau von Bahnstrecken, aber auch für den einwandfreien Zustand des bestehenden Schienennetzes verantwortlich ist." Das Spezialwissen, das der Leiter Lehrlingswesen ÖBB für notwendig hält, umfasst den Umgang mit modernsten Baumaschinen, Lasern und GPS-gesteuerten Vermessungsgeräten. Zudem müssen die FacharbeiterInnen eine hohe Kompetenz in den Bereichen Sicherheit, Kommunikation und Technik, aber auch Interesse am System Eisenbahn inklusive der Betriebsvorschriften mitbringen.
Damit erklären sich auch die Anforderungen, die an Lehrlinge gestellt werden: "Sie müssen sich auf technische Dinge verstehen, handwerklich geschickt, belastbar und einsatzbereit sein", fasst Hell zusammen, "außerdem müssen sie bereit sein, ihren Dienst auch an verschiedenen Einsatzstellen zu verrichten und gerne im Freien arbeiten." Die Streckentauglichkeit wird durch einen Arzt überprüft.
Die Grundausbildung zum Gleisbautechniker findet in den bundesweiten Lehrwerkstätten statt und wird durch Ausbildungsmodule an der Bauakademie Guntramsdorf und der Gleisbau-Übungsschulanlage in St. Pölten/Wörth ergänzt. So erlernen die angehenden GleisbautechnikerInnen nicht nur wie man mit den speziellen Werkzeugen und verschiedenen Materialien arbeitet, sondern erhalten auch "Ausbildungsinhalte in Bautechnik, Vermessungstechnik, Metalltechnik, Schweißtechnik, Grundlagen der Elektrotechnik und vieles mehr", erklärt Hell. "Nach der zweijährigen Grundausbildung werden die Lehrlinge ihren Praxiseinsatz bei dem ihrem Wohnort nächstgelegenen ÖBB Infrastruktur Standort absolvieren, um die Kenntnisse, die sie bereits erlernt haben, zu vertiefen und zu festigen."
Die Karrieremöglichkeiten, die Hell für ausgelernte GleisbautechnikerInnen - mittelfristig sollen das an die 100 Personen jedes Jahr sein - sieht, sind dabei mannigfaltig, und die Chance, einen Job zu bekommen, "ist in keinem anderen Beruf so groß wie in diesem neuen Lehrberuf. Bei erfolgreicher Absolvierung der Ausbildung erwartet die Lehrlinge ein abwechslungsreiches Arbeiten im Team am Gleis - generell ein Job mit Aufstiegschancen im Bereich Fahrweg - vom Gleisaufseher, Gleismeister bis hin zum Bahnmeister", sagt Hell und verweist auch noch auf die Möglichkeit zur "Lehre mit Matura". (Guido Gluschitsch, derStandard.at, 18.11.2012)
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Was stört sie daran? Das eine deutsche Berufsbezeichnung genommen wurde? Wenn Züge auch in Österreich schon 230 km/h fahren wärs vielleicht gut wenn qualifiziertes Personal die Betreuung/Überwachung übernehmen würde. Die Zeit der Dapfloks, Schienenschwellen ist leider schon vorbei.
Also es gibt viele technische Begriffe,deren metaphorische Bildlichkeit für ein kompliziertes Gebilde steht, welches somit mit einem kurzem Wort auf den einfachen Punkt gebracht wird.
Der Gleisbauch.
Ein in seiner Form bauchförmig geführtes Gleis.
Es ist aber dabei nicht wurscht,ob die Schienen, auch Geleise genannt, nach unten,oder auch zur Seite bauchen.
Nach unten gebauchte Geleise fallen in die Subgruppe der Hängebäuche, also das Hängebauchgleis. Seitlich ausbauchende Geleise wiederum bezeichnet man als Stehbauchgeleise. Nach oben bauchende Geleise gibt es nicht und werden deswegen auch nicht bezeichnet. Waschbrettbauchgeleise bezeichnen die direkte Fahrt auf den Schwellen im Falle des Gleisbruches!
All das muss gelernt werden!
Resi
Gleisbautechniker, ob mit oder ohne Bauch, sind kein Beruf mit Zukunft.
* Die ÖBB stellt immer mehr von der Schiene auf die Strasse und LKW-Transport und mit Buslinien um.
* Nebenbahnen werden reihenweise seit Jahren geschlossen und verfallen.
* Selbst großere Bahnhöfe wie der Wr. Westbahnhof verkommt in den nächstzen Jahren zu einem Regional-S-Bahnhof wo viele Gleisanlagen im Westen der Stadt verkauft und mit tollen Shopping-Malls zugepflastert werden.
Die Gleisbautechniker mit Bierbauch sind also schon tot bevor sie überhaupt gestartet haben.
Motto der ÖBB: Mit Lehre keine Karriere.
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