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"Die schwache Wirtschaftslage in der Eurozone hat das Wachstum in Osteuropa weiter untergraben." Kasia Zatorska, Ökonomin beim unabhängigen britischen Analysehaus Lombard Street Research, erwartet vor allem in den nahe gelegenen Volkswirtschaften Tschechien und Ungarn, dass die anhaltende Rezession in der Eurozone auch dort die Wirtschaft wird schrumpfen lassen. Auch die Volkswirte der Economist Intelligence Unit haben in ihrem aktuellen Wirtschaftsausblick die Wachstumsaussichten für 2013 auf 2,6 Prozent gesenkt. Kein Wunder also, dass etwa die Journalisten des Fondsportals Citywire davon reden, dass nur "wirklich Mutige" in Osteuropa investieren.
Doch Wachstum in Osteuropa ist sehr ungleich verteilt. Die zentral gelegenen Staaten werden den Abschwung in der Eurozone am deutlichsten spüren. Doch weiter entfernt von der Eurozone ist es etwa das konsumgetriebene Wachstum in der Türkei oder das ölreiche Russland, das Investoren anlockt. "Es kommt auch auf das lokale Wachstum an. In der Türkei, Polen und Russland finden wir sehr dynamische Unternehmen", sagt Tom Wilson, Fondsmanager des Schroder ISF Emerging Europe Fonds. Tatsächlich sind gerade diese Länder für viele Osteuropafonds sehr bedeutend. So machen die drei Länder Russland, Polen und die Türkei mehr als 90 Prozent des Index MSCI Emerging Markets Europe 10/40 aus. Dieser und andere MSCI-Produkte sind für die meisten Osteuropa-Fonds die Referenz.
Und die 90 Prozent im Index - also Russland, Türkei und Polen - haben die vergangenen fünf Jahre gar nicht einmal so schlecht weggesteckt, zeigen etwa Daten des Internationalen Währungsfonds. Zwischen 1,55 Prozent (Russland) und 3,7 Prozent (Türkei) pro Jahr sind die Länder seit 2009 gewachsen. Zum Vergleich: Sowohl Tschechien als auch Ungarn sind geschrumpft, Österreich und Deutschland sind unter einem Prozent pro Jahr gewachsen, Italien und Spanien gar um über ein Prozent pro Jahr geschrumpft (siehe Grafik).
Marcus Svedberg, Chefökonom des Vermögensverwalters East Capital, sieht daher "viele Gründe, um optimistisch zu sein". Denn gerade Länder wie die Türkei könnten dank ihres starken privaten Sektors auch trotz der Probleme in Europa weiter wachsen.
Doch Investoren kaufen bekanntermaßen nicht das Wirtschaftswachstum, sondern Anleihen, Aktien oder Derivate. Und dort hat sich die Wachstumsstory oft nicht übersetzt. So hat etwa die türkische Lira Anlegern einen Strich durch die Rechnung gemacht, die seit 2008 immer noch über 20 Prozent gegen den Euro abgewertet hat. Besonders in den vergangenen zwölf Monaten haben osteuropäische Aktien deutlich Boden verloren gegenüber den Aktien der Industrienationen (Chart von Bloomberg). Ein Grund: Ausländische Banken kürzen weiter ihre Ausleihungen an Osteuropa. Dieser Prozess drückt auf die Kapitalmärkte der Region, weil Banken aus Österreich, Frankreich, Belgien oder Schweden stets wichtige Geldgeber waren. Im zweiten Quartal 2012 waren es laut Schätzungen ungefähr 0,8 Prozent des BIP.
Doch ein zweiter Grund für die rasche Abwärtsbewegung sind die deutlichen Konzentrationen in Osteuropa. Viele Kapitalmärkte sind verhältnismäßig klein und enthalten nur wenige unterschiedliche Wirtschaftszweige. Zwei Drittel des gesamten Index MSCI Emerging Europe bestehen nur aus Finanz- und Energiewerten. Wenn einer der beiden Sektoren Probleme hat, dann drückt das den Aktienmarkt der Region. "Die Märkte müssen sich noch entwickeln. Natürlich hoffen wir, dass sich die Märkte noch verbreitern und wir mehr Unternehmen aus anderen Sektoren wie Konsumgüter an die Börsen in Osteuropa bekommen", sagt Wilson. (Lukas Sustala, derStandard.at, 16.11.2012)
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Natuerlich genuegt der Tuerkei ein Wachstum von knapp 3 % nicht. Bei Laendern mit einen hohen Bevoelkerungswachstum u einem grossen Nachholbedarf sollte d Wachstum mindestens bei 6 % liegen um in 50 Jahren an d uebrige Europa anschliessen zu koennen. Dieses Wachstum wurde von der Tuerkei in den letzen 10 Jahren im Durchschnitt nicht erreicht.
Genauso im Argen liegt der Ausblick fuer Russland, die sinkenden Gas u Erdoelpreise haben dort bereits heuer ein zweimaliges revidieren der Wachstumszahlen fuer 2012 u fuer die kommenden Jahre mit sich gebracht.
Im Klartext: Die 1% von 49 USD pro Kopf in Oesterreich sind noch immer mehr wie die 3 % der Tuerkei oder jene von Russland.
Im Grund kommt es ja aufs Geld der einzelnen an, und nicht auf % !
Nun muessten Sie sich schon wieder ueberlegen auszusteigen.
Einstieg bei 2.55 TL zum Euro dann 15% Zinsen jaehrlich und Ausstieg bei 2.30 TL zum Euro Gewinn 22 % im Jahr!
Es geht bei der Türkei nicht einmal um die Absolutwerte pro Kopf, sondern um Prozentwerte pro Kopf. Man sollte korrekterweise das Wachstum des Pro-Kopf-BIP (statt nur einfach BIP) eines Landes angeben, alle anderen Daten sind logischerweise sinnlos. Stattdessen werden aber der Einfachheit halber (und komischerweise) in den Medien immer nur die Gesamt-BIP-Zahlen präsentiert. Bei Ländern mit geringem Bevölkerungswachstum (Westeuropa usw.) ist das ok, aber bei schnell wachsenden Ländern kommen dabei falsche (d.h. zu gute) Ergebnisse heraus.
Den Geburtenkollaps sollte man aber nicht übersehen?
Glauben Sie, dass es in den vergreisten Gesellschaften Westeuropas künftig viel Aufbruchsstimmung/Innovation usw. usf. geben wird oder die Probleme der Verschuldung geringer werden?
Ich denke Gesellschaften mit hoher Geburtenrate sind die Zukunft, da gibt es neue Städte, neue Forschung, neue Industrien usw. usw. Eine reine pro-Kopf Betrachtung verdeckt die eigentlichen Entwicklungen
Die Aermsten Laender der Welt haben alle eine hohe "Geburtenrate" die reichsten eine niedrige, u da wird sich auch in Zukunft nichts aendern.
Arme Laender
Dem Rep Kongo Geburtenrate 44
Simbabwe 30
Liberia 38
Somalia 44
Niger 53
Reiche Laender
Deutschland 8
Japan 9
Niederlande 11
Daenemark 11
Schweiz 10
Anscheinend stimmt da irgendetwas nicht mit Ihren Ueberlegungen.
Und weiter? Warum sollte die Höhe des BIP/Kopf interessieren? Das ist im Gegensatz zu der erwartenden Rendite eher irrelevant.
Die prosperierenden Nationen (etwa England während des Kolonialismus) hatten immer Geburtenüberschüsse, während Geburtenmangel Stagnation und Niedergang bedeutet.
Fazit: Lieber in Saudi Arabien, Israel, USA als in Europa, Japan, Russland investieren. Osteuropa hat trotz des niedrigen BIPs eine dramatische Bevölkerungsreduktion. Brasilien, Andere Schwellenländer wie Türkei, Indien, Indonesien stehen da ganz anders da.
Na dann wuensch ich Ihnen viel Glueck mit Investitionen in jenen Laendern die eine hohe Geburtenrate und ein niedriges BIP pro Kopf haben.
Wahrscheinlich ist Ihr Produkt schon wieder ueberholt bis die Fabrik endlich abbezahlt ist.
Oder Sie hoffen d diese ueberalteten bankrotten Laender noch einige Zeit durchhalten und diesen billigen Schrott kaufen.
Mit einem monatlichen Einkommen von 300 Euro bis 500 Euro der meisten Arbeitnehmer, in den Laendern Tuerkei und Russland, u den Abwertungen in der Tuerkei wird der Aktionaer vieler Erzeugerfirmen lange warten bis er Gewinn macht. In den letzten 4 Jahren hat der Aktionaer in der Tuerkei, im Durchschnitt nur verloren.
Trotz neuer Boersenhochstaende in Istanbul. Diese ist ja bekanntlich in TL und diese Waehrung wurde von 1.95 zu 2.30 TL abgewertet.
Von dem Schwerpunkt Gazprom in Russland wollen wir erst gar nicht reden die haben von 20 auf 6.93 Euro verloren. Oder heuer von 10.44 auf 6.80 !
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