Gorenje in den roten Zahlen

16. November 2012, 11:56

Der slowenische Haushaltsgeräte-Produzent hat erstmals nach 2009 ein Minus erlitten, der Nettoverlust liegt bei 6,4 Millionen Euro

Velenje - Der slowenische börsennotierte Haushaltsgeräte-Produzent Gorenje hat die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012 in roten Zahlen abgeschlossen. Der Nettoverlust betrug 6,4 Millionen Euro. In der gleichen Vorjahresperiode verzeichnete das Unternehmen noch ein Nettogewinn von 7,8 Millionen Euro. Der Umsatz war mit 929,5 Millionen Euro um 2,7 Prozent niedriger im Vorjahresvergleich ausgefallen, wie Gorenje am Freitag mitteilte.

Krisenbedingt schwierige Marktbedingungen

Erstmals nach dem Jahr 2009 hat Gorenje ein negatives Ergebnis verbucht. Die anhaltenden krisenbedingten schwierigen Marktbedingungen hätten sich im dritten Quartal noch zugespitzt, was in Form einer noch schwächeren Nachfrage resultierte, teilte Gorenje mit. Der Absatz auf einigen der wichtigsten Märkte des Unternehmens (Niederlande, Frankreich, Slowenien, Ukraine, Tschechien, Slowakei) stagnierte. Zu negativen Auswirkungen auf das Ergebnis kam es auch wegen der mit Produktionsverlagerung verbundenen gestiegenen Logistik- und Transportkosten, hieß es.

Trotzdem rechnet Gorenje damit, im Gesamtjahr 2012 schwarze Zahlen zu schreiben. Die Aufträge, die bereits seit September steigen, werden nach Erwartungen des Unternehmens auch im letzten Quartal den Aufwärtstrend fortsetzen. Zu Jahresende sollen auch Maßnahmen zur Kostensenkung sowie die Produktionsverlagerung von Finnland nach Tschechien positive Auswirkungen auf das Ergebnis haben, argumentiert das Unternehmen. (APA, 16.11.2012)

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