Umsatz- und Gewinneinbußen für Linz Textil

16. November 2012, 11:32

Die Erlöse sanken auf 108,6 Millionen Euro, das Management spricht von einer atypischen Marktsituation

Linz - Die börsenotierte Linz Textil Holding AG hat in den ersten drei Quartalen 2012 Umsatz- und massive Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Die Erlöse sanken von 122,7 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 108,6 Millionen (- 11,4 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde von 9,7 auf 4,2 Millionen Euro mehr als halbiert. Das Management erklärt das mit einer atypischen Marktsituation 2011.

Gestiegene Rohstoffpreise

Ein Vergleich der heurigen Zahlen mit dem Vorjahr sei nur bedingt möglich, heißt es im aktuellen Aktionärsbrief. Im ersten Quartal 2011 hätten gestiegene Rohstoffpreise zu einer Marktsituation geführt, die sich positiv auf die Preise und in der Folge auch auf das Ergebnis ausgewirkt habe. Ab dem zweiten Halbjahr 2011 sei dieser Effekt aber nicht mehr gegeben gewesen.

Der Beschäftigtenstand per 30. September hat sich gegenüber diesem Datum im Vorjahr um 12 Personen auf 643 Personen erhöht. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 lag die Belegschaftsstärke allerdings noch bei 677. Dieser Abbau wird mit Anpassungen an die veränderten Marktbedingungen begründet.

Neue Infrastrukturzentrale

Größere Investitionen standen im dritten Quartal nicht an. Die für das Jahr 2012 budgetierten Vorhaben wurden großteils schon vorher realisiert: So wurde beispielsweise eine neu errichtete Infrastrukturzentrale in Betrieb genommen und in Maschinen zum weiteren Ausbau im Bereich der Luftdüsentechnologie in der Spinnerei investiert. Im dritten Vierteljahr fand lediglich in der Baumwollspinnerei Landeck die Erweiterung der Open-End-Kapazität des Maschinenparks statt.

Die Bilanzsumme beträgt aktuell 134,5 Millionen Euro, zum 30. September 2011 lag sie bei 142 Millionen Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres von 71,8 auf 75,7 Prozent gestiegen. Das Grundkapital der Linz Textil Holding AG beträgt 6,0 Millionen Euro und setzt sich unverändert aus 300.000 Stückaktien zusammen. Der Kurs je Aktie lag zum 30. September bei 500 Euro gegenüber dem Kurswert von 430 Euro zum Stichtag 31. Dezember 2011. (APA, 16.11.2012)

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