Die Österreicher kürzen ihr Weihnachtsbudget

Unter dem Baum liegen vor allem Gutscheine, Bücher und Spielsachen, 52 Prozent haben noch keine Geschenke besorgt

Wien/Linz - Die Österreicher wollen sich bei den Ausgaben für Weihnachtsgeschenke heuer etwas zurückhalten. Männer stehen stärker auf der Kostenbremse als Frauen. Unter dem Baum dürften am Heiligen Abend vor allem Gutscheine, Bücher sowie Spielsachen für die Kinder liegen. Das zeigt eine Umfrage des Linzer Instituts "market".

Die Sparneigung steigt

61 Prozent planen, etwa gleich viel Geld für Präsente auszugeben wie im Vorjahr, 30 Prozent weniger. Damit ist die Sparneigung gestiegen. Ihr Weihnachtsbudget aufzustocken, fassen nur drei Prozent ins Auge, wobei vor allem die Jüngeren die Spendierhosen anhaben und die Älteren den Euro lieber zweimal umdrehen.

Und was wird unter dem Christbaum liegen? 50 Prozent der Befragten wollen Gutscheine verschenken, 42 Prozent Lesestoff, 36 Prozent besorgen Spielzeug für die Kinder. Ein Viertel macht es sich einfach und überreicht am Heiligen Abend ein Geldkuvert. Kosmetikartikel und Parfüms rangieren mit 22 Prozent ebenfalls im vorderen Feld. Handys oder Smartphones, Computer oder Spielekonsolen sowie Fernseher oder Stereoanlagen bringt das Christkind eher selten. Im Vergleich zu den Vorjahren sind Bücher, E-Books und Hörbücher als Geschenke auf dem Vormarsch, Bekleidung, Unterwäsche und Kosmetika eher rückläufig.

37 Prozent freuen sich über Gutscheine

Vergleicht man das mit den materiellen Wünschen der Österreicher, bleibt die Reihung bei den Spitzenreitern im Wesentlichen gleich: 37 Prozent der Befragten gaben an, sie würden sich über Gutscheine freuen. 29 Prozent hoffen, Bücher unter dem Baum zu finden, 14 Prozent Kosmetika oder Düfte. 22 Prozent wäre Bargeld am liebsten. Technik-Präsente - egal ob Handy, PC oder Fernseher - haben mehr Leute auf dem Wunschzettel stehen als auf ihrer Einkaufsliste.

Wie genau sich die Absichten der Befragten mit der Wirklichkeit decken, ist offen: 52 Prozent haben bisher nämlich noch so gut wie keine Präsente besorgt. Nur sieben Prozent sind was Geschenke betrifft schon 100-prozentig für das große Fest gerüstet. (APA, 16.11.2012)

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18 Postings
Die 273 Euro sind aber schon pro Beschenkten!?

klassische umverteilung

Österreicher kürzen ihr Weihnachtsbudget

dafür geben sie mehr für licht aus:

http://derstandard.at/135026160... -Millionen

Tz Tz Tz

… keine Lust mehr auf Geschenke. Pöse Konsumenten. Kein Herz für die Wirtschaft!?

Da wird man wohl die Löhne kürzen müssen und ein paar Stellen ganz streichen, um wieder auf einen ordentlichen Gewinn zu kommen. Unangenehm.

Wir kürzen es nicht, es wurde gekürzt, und nicht von uns.

einfache rechnung:

gehts den menschen gut - gehts der wirtschaft besser!

Es ist nicht Ausdruck von Sparneigung, wenn man sich ganz banal nichts mehr leisten kann!

Dank immer weiter steigender Lebenshaltungskosten bei gleichbleibendem Lohn, ist zwangsläufig irgend wann kein Geld mehr zur Verfügung, um auch noch Geschenke zu kaufen!

Das Einzige, das in der derzeit noch ehrlichen Gesellschaftsmasse unaufhaltsam im Steigen begriffen ist, ist die Wut! Auch daraus wird sich wieder einer finden, der sich irgend wann an der Gesellschaft als Ganzes rächen wird (ganz im Sinne Robespierrres, Hitlers oder Stalins; alle drei wurden in den ersten Jahrzehnten ihres Lebens wie der letzte Dreck behandelt) - jede Gesellschaft macht sich ihre Tyrannen und manchmal ihren Untergang ganz allein und selbst! Keiner wird zum Verbrecher geboren!

Leider

ist an ihren Worten was dran.

beim Punsch sicher nicht!

Ein guter Punsch geht sich immer noch aus ;-)

Oder vielleicht sogar selbst gemacht, kommt noch günstiger. Zum Beispiel ein Caipirinha Punsch, gesehen bei den Rezepten auf www.adventguide.at

Beim Punsch geht dem Österreicher sichtlich das Geld nicht so schnell aus!

Warum das Euro-Fest von der Kirche derart vereinnahmt wird habe ich nie verstanden...

Unglaublich, dass 48 Prozent schon Geschenke besorgt haben! Ich meine, es ist grad einmal der 16. November.

"gute Schenker" sind das ganze Jahr über wachsam, und ein Geschenk macht nur dann wirklich Freude, wenn es sich der/die Beschenkte im Laufe des Jahres irgend wann einmal gewünscht hat, aber nicht gekauft, weil .....(zig Gründe).
Daher kaufen viele schon länger davor und hüten "den Geschenkeschatz" ;-)

das ist auch sehr intelligent, weil am 21. geht bekanntlich die Welt unter. Wär ja blöd, sich davor noch dem Einkaufsstress auszusetzen..

ich lasse mir Weihnachten von niemandem verderben, basta.

"50 Prozent der Befragten wollen Gutscheine verschenken"

50 Prozent der Befragten haben also einen relativ hohen Depplevel erreicht. Was soll denn an Gutscheinen so gut sein? - Da kann man gleich Bargeld verschenken, wenn man sowas komisches verschenken will.

Denn das Bargeld kann der Beschenkte wenigstens für das verwenden was er will. Und ist nicht an irgendwelche Gutschein-Fristen oder bestimmte Händler, die diese Gutscheine einlösen, gebunden.

Noch besser wär es etwas zu schenken was gar nichts kostet: Zeit oder Zuneigung. Oder sowas. Oder irgendwas symbolisches ohne realen Wert. Ach so, das schädtigt dann ja unsere arme Wirtschaft.

schuß ins knie

auf der einen seite löhne kürzen und personal entlassen und auf der anderen seite die preise erhöhen kann nicht lange gut gehen. unsere familie verzichtet dieses jahr gänzlich auf geschenke und spendet etwas für wohltätige zwecke.

nachdem ich in den letzten jahren

zu meinem größten mißfallen vor allem socken und krawatten unter dem christbaum entdecken mußte, habe ich heuer meinen einzigen wunsch rechtzeitig und energisch deponiert.

(rum, rum, du allein, sollst meines lebens wonne sein)

Rumkugerln? ;-)

recht so

wenn die wirtschaft nicht weiß wanns genug
muss es ihr der konsument sagen.
leute entlassen,
lohnkürzungen,
steuermilliarden nehmen,
irgendwann hat das sein end
und es steht bald bevor.

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