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Neue Bedingungen für die Nutzung des Android SDK.
Parallel zur Freigabe von Android 4.2 hat Google auch wieder eine neue Version des zugehörigen Software Development Kits veröffentlicht - der Webstandard berichtete. Wie sich nun herausstellt, hat Google in diesem Zuge zum ersten Mal seit 2009 auch eine signifikante Änderung für die damit einhergehenden Nutzungsbedingungen vorgenommen - und diese lässt nun aufhorchen.
Wie CNET aufgespürt hat, hat Google nämlich unter Sektion 3.4 eine explizite Anti-Fragmentierungsklausel untergebracht. Wörtlich heißt es darin "Sie stimmen zu, dass sie keinerlei Aktionen setzen werden, die zur Fragmentierung von Android führen könnten. Dies beinhaltet - ist aber nicht beschränkt auf - das Verteilen, die Teilnahme an der Entwicklung oder irgendeine Form von Bewerbung eines abgeleiteten Software Development Kits."
Mit dieser Maßnahme scheint man also vor allem die Nutzung von modifizierten Versionen des offiziellen SDK - und etwaig daraus resultierende Kompatibilitätsprobleme bei damit erstellten Apps - verhindern zu wollen. Die Neuformulierung ist aber wohl auch ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Android-Derivate wie jene von Amazon, hier auch in Zukunft keine modifizierten Versionen des SDKs anzubieten - was die App-Entwicklung weiter auseinandertreiben würde.
Schon bisher gibt es eine ganze Reihe von Regeln, um eine Fragmentierung von Android zu verhindern. So ist etwa die Auslieferung des Play Stores und anderer Google-Apps an eine Fülle von Regeln und Kompatibilitätstests gebunden. (apo, derStandard.at, 16.11.12)
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derstandard ist hoffentlich für keinen die standardquelle für techinfo. Denn wie im Artikel zwar gesagt, dient die Klausel zwar gegen fragmentierung, doch bezieht sich diese nicht, wie dem artikel schwer zu entnehmen, auf die Google Androidversionen (zb 2.3 ; 4.0 ... ), sondern auf die bildung von Androidforks, so wie es baidu vor hat, was hier leider gar nicht erwähnt wird. Der Zusammenhang zwischen der Klausel und dem Acer Baidu Deal unter der Berücksichtigung des Zeitrahmens, ist kaum bestreitbar und daher würde es hier ein viel besseres Beispiel sein, als Amazon.
Offenheit und freie Verfügbarkeit war mit Sicherheit der wichtigste Grund, warum die Hersteller sich für dieses System entschieden haben.
Sie fühlten sich nicht herumkommandiert und reglementiert und konnten genau das daraus machen, was sie für richtig gehalten haben.
HTC baute Sense, Samsung TouchWiz und haben damit viele Unzulänglichkeiten des "Vanilla"-Android ausgebessert. Und den Kunden hat es gefallen.
Dann kamen die Journalisten und die ewige Kritiker und fingen an, über die Fragmentierung zu dozieren: was soll der Schmarrn?
Drei geschlossene Systeme haben wir ja schon: iOS, WP7/8 und Blackberry. Wer die Vorteile dieser Philosophie schätzt, hat sich längst entschieden.
Lasset doch Android seinen Weg gehen. Es läuft doch prima!!
Oder vielleicht doch die Unfähigkeit der Hardware-Hersteller eine ordentlich funktionierende Software bereitzustellen.
Ich hab mir vor 2 Jahren das SGS gekauft. Es war ein Graus, sobald ich mehr als 3 Apps öffnete, war das Ding laggy und ich konnte nichts damit anfangen. Deshalb musste ich mich nach Alternativen umsehen, welche ich in Custom ROMS gefunden hab. Nun hab ich die aktuellste Software mit CM 10 und siehe da. Nach nunmehr 2 Jahren ist die Hardware noch immer stark genug für die Software, sofern bei der SW ordentlich gearbeitet wurde. Allerdings musste ich meine Garantieansprüche aufgeben, um das Handy zu rooten. Dies möchte einfach Google in Zukunft unterbinden und das ist, wie ich finde, ein richtiger Schritt.
Gute Frage: was glauben Sie, kann man in diesem Fall Google zum Vorwurf machen?
Google will jetzt in eigenem Interesse und im Interesse eines großen gut funktionierenden Ökosystems dafür sorgen, dass es insgesamt besser funktioniert: und schon wieder sind Kritiker, Querulanten und Bedenkenträger als erste mit dem erhobenen Zeigefinger da...
Was hätten Sie denn an dieser Stelle vorgeschlagen? Kritisieren tun viele. Was wäre die ultimative Lösung?
Das Problem bei der Fragmentierung sind die Sicherheitslücken und die App-Entwicklung.
Viele Sicherheitslücken (z.B. die USSD-Lücke mit den Telefoncodes) sind nur auf Versionen unter der aktuellsten nutzbar, das Galaxy Nexus und das Nexus S waren also verschont. Selbiges gilt für einen Bug, der damals bei Android 2.3.3 und drunter auftrat und es ermöglichte, den Login-Token für den Google-Kalender auszulesen. Nexusse hatten zu der Zeit schon 2.3.4 und das war dort gefixt (Google hats dann eh Serverseitig für alle behoben, aber Nexusse waren eben nie betroffen).
Und App-Entwicklung: Viele Apps laufen immer noch mit dem Featureset von 2.2, damit man möglichst viele Kunden bedienen kann. Auch nicht so prickelnd.
Das ist das normalste von der Welt. Es ist einfach ein Ökosystem, das sich zurzeit immer noch sehr schnell entwickelt.
Aber schon seit Android 4 hält sich der sichtbare Fortschritt in Grenzen. Das einzige, was man zwischen 4.0 und 4.2 als echte Innovation verbuchen kann, ist "Butter": und das ist von der Funktionalität her eher "nichts" - nur eben ein Wenig Betriebssystem-Tuning, welches das Verhalten der Oberfläche ein Wenig verbessert.
Aus einer Tatsache wird ein Problem gemacht. Auch hier schlagen die Wellen der Empörung hoch, wenn angekündigt wird, dass ein Modell nicht auf Android 4.x.x hochgerüstet wird.
Das Galaxy S2 meiner Freundin wurde von 2.3.6 auf 4.0 hochgerüstet: sie merkte nichts.
Es wird so getan, als ob der Sprung von 2.3.6 auf 4.0.4 Welten bedeuten würde. Tut es aber nicht. Ein Wenig hier ein Bisschen da... Die meisten Android Nutzer wüssten gar nicht, dass sie ein Problem haben, würde man hier in der Presse ständig an die große Glocke hängen.
Deshalb war in den Foren der Ruf zu vernehmen "Google muss da durchgreifen!!!" Wozu?
Es gibt so wenige Sachen, die mein Galaxy Nexus besser kann, als der NexusOne.
Wären da nicht die Sicherheitslücken, würde ich das 100% unterschreiben! Es stimmt nämlich, das sich die meisten Kunden absolut nicht dafür interessieren, ob auf ihrem Androiden 2.3.3 oder 4.1 läuft! Aber das mit den Sicherheitslücken muss Google echt besser in den Griff bekommen!
"Das Galaxy S2 meiner Freundin wurde von 2.3.6 auf 4.0 hochgerüstet: sie merkte nichts."
Eben, weil Samsung weiterhin seine UI übers System klatscht. Bei einem Nexus S hätte das anders ausgesehen.
"Es gibt so wenige Sachen, die mein Galaxy Nexus besser kann, als der NexusOne."
Von der höheren Auflösung, der flüssigeren Bedienung und Android 4.2 mal abgesehen halt. Alles Kleinigkeiten.
Android steht unter der Apache License. Damit kann es quasi beliebig weiterentwickelt werden.
Das Android-SDK, das man braucht, um Applikationen FÜR Android zu erstellen, hat eine eigene Lizenz, die jetzt um diese nette Zeilen ergänzt wurden.
Ist es nicht technisch möglich, ein eigenes SDK für Android zu entwickeln? Die verfügbaren APIs müssen ja eh im Source Code von Android enthalten sein.
ENTWEDER ich kann meinen Fork in der Garage herstellen, oder ich kann es NICHT. - Und wenn Letzteres der Fall sein sollte, wäre Android nicht offener als Windows (dessen Source Code man unter gewissen Bedingungen auch einsehen darf, aber das deswegen noch lange nicht "open source" ist).
Die Frage ist, ob nicht auch dies von diesem Ausdruck gedeckt wäre. Wenn ja, ist Android ein geschlossenes System.
Sehen Sie: Wenn Sie sich gegen die "Fragmentierung" wenden, dann verbieten Sie materiell die Entwicklung durch Andere, weil das dann "Fragmentierung" darstellen könnte. Und dann haben Sie ein geschlossenes System.
Worin EXAKT liegt denn nun mein "Unwissen" womit du dich auf deinem hohen Ross bedrängt fühlst? ;)
Oder trollst du nur gern in Foren?
Na, was für Lizenzen sind da im Spiel? (Ist übrigens witzig, wie sich der ganze Android-Aufbau zur GPLv2 des Kernels verhalten soll.) Bitte, bitte, nicht so schüchtern!
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