Kindle und Co.: E-Reading ist kein Lesen?

16. November 2012, 10:02

Das Verschwinden von Büchern aus Papier könnte Folgen auf Denk- und Erholungsprozesse haben

Die Pessimisten dieser Welt prophezeien schon seit Jahrzehnten den Untergang der Lesekultur. Mit dem Aufkommen der E-Books bekam die Diskussion rund ums Lesen neues Feuer. Doch wie Slate richtig schreibt, ist das Lesen ein so wichtiger Bestandteil unseres Lebens, dass eine Änderung dieses Umstands kaum vorstellbar ist. Das Lesen wird uns noch einige Zeit erhalten bleiben. Spannend wird die Diskussion um die Zukunft der Lesekultur bei der Wahl des Mediums. 

Umblättern

Den Akt des Lesens selbst bezeichnet Slate Autor Piper als "Verwandlung". Mit jeder Seite, die ein Mensch umblättert und dadurch an neuem Wissen gewinnt, verändert er sich. Dies hat sich in zahlreichen Sprüchen manifestiert: Im Englischen wird beispielsweise die Redewendung "Turning the page" ("Die Seite umblättern") auch als Synonym für Veränderungen verwendet. Dass Bücher so einen starken Einfluss auf Menschen und ihr Leben hat, ist nicht zuletzt dem Format zu verdanken. Ein Gegenstand, den man leicht halten, überall hin mitnehmen kann, hat bis heute noch starken Einfluss auf die Wissenschaft, beim Lehren und Lernen und auf das persönliche Befinden einzelner Personen. 

Selbsterfahrung

Dieses "Halten" des Buches und das Fühlen des Buchrückens, des Einbands, sind zwar wesentliche Bestandteile des Lesens, werden aber nach und nach durch elektronische Lesegeräte ersetzt. Autor Andrew Piper hält diese Entwicklung für eine bedenkliche. Er schreibt, dass Bücher den Menschen in seiner Einzigartigkeit bereichert haben. Neue Lesegeräte hingegen wären ohne Rückgrat, wie Quallen. Das Gelesene ließe sich nicht fassen. Dass der Sinn des Berührens hier völlig verloren geht, könnte Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit haben. Welche, das sei laut Piper noch lange nicht klar. Er meint, dass nur durch das Fühlen eine Selbsterfahrung oder Selbsterkenntnis möglich wäre. Erst da könne Denken und kreatives Denken entstehen. Die bloße Berührung mache den Text reichhaltiger und verleihe ihm erst Multidimensionalität: So sehr ein Buch einen für die Welt öffnet, so sehr wird die Welt auch in ein Buch heruntergebrochen.

Das Ende des "Fassens"

Das Experimentieren mit unterschiedlichen Formaten des Buches hat lange Tradition. Im 20. Jahrhundert bekam dieses Experimentieren einen Höhepunkt. Experimentelle Bücher wurden besonders zwischen den beiden Weltkriegen ein Thema: Bücher aus Sandpapier, Pappe, Holz und Metall bekamen eine Chance, haben sich aber nie durchgesetzt. Das Buch, wie wir es heute kennen, hatte bereits eine so große Masse an Menschen erreicht, dass ein Zurückrudern nicht mehr möglich war. Was man heute mit dem elektronischen Buch erlebt, sei hingegen etwas anderes, denn hier wird nicht mit der "Berührung" und der Erfahrung mit solcher experimentiert. Elektronische Bücher lassen sich nicht "fassen". 

Besorgt um die Zukunft

So wie Bücher geschlossene Systeme sind, die sich als Ganzes transportieren, verbergen oder weitergeben lassen, so offen sind elektronische Bücher aufgrund der Vernetzung einzelner Geräte. Wo diese Bücher tatsächlich sind, sei nicht klar, denn sie sind physisch nicht vorhanden. Sie seien außerhalb unserer Reichweite, wir können sie nicht fühlen. Der Bildschirm hält uns von dieser Welt fern. Er sei eine Schranke, die uns nicht in die Welt der Texte eindringen lässt. Doch das Bedürfnis nach Berührung und dieser Fühlbarkeit sei in einer modernen Welt unabdingbar und dringend notwendig. Alleine die Tatsache, dass man Seiten nicht mehr umblättert, stört den Autor. Das ständige Drücken von irgendwelchen Buttons sei damit keinesfalls zu ersetzen. Vielmehr würde die Interaktion mit dem Digitalen den Menschen stressen, weshalb eine Erholung beim Lesen nicht so gut funktioniere wie mit einem Buch aus Papier. Ein "echtes" Buch sei wie ein Totem, das uns vor Rastlosigkeit schützt, uns beruhigt und uns visionäre Gedanken einflößt und uns mit Ideen versorgt. (red, derStandard.at, 16.11.2012)

Links:

Slate

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Posting 526 bis 575 von 878
sehr ambivalente einstellung zu dem artikel!

1. halte ich viel von neuen medien und von der möglichkeit, auf einfach, billige, schnelle und umweltschonende art und weise zu texten zu kommen, zu denen ich sonst nicht gekommen wäre. und ich glaube auch, dass es vor allem auf den INHALT ankommt und weniger auf der Medium (früher musste man steinplatten oder schriftrolle mitschleppen bzw. in höhlen gehen um zu lesen und das fällt weg).

2. liebe ich es aber andererseits, mich in ruhe mit einem "echten" buch auf die couch oder in den liegestuhl zu werfen und ich kann der argumentation mit dem "fühlen" persönlich doch auch was abgewinnen.

ICH jedenfalls werde mir auch in zukunft die für mich WICHTIGEN bücher gebunden kaufen. nennt mich "altmodisch" o. "romantisch". is ma wuascht ;-)

what a load of bullshit

und die Bildunterschrift erst: "Lesen könnte in Zukunft Auswirkungen auf die Kultur und Denkprozesse haben"

in Zukunft? wirklich?

Es ist immer das selbe. Generationen, die aufgrund fehlender Erfahrung mit technischem oder anderwertigem Fortschritt keinen Bezug zu aktuellen Entwicklungen haben, sehen (oft) nur Gefahren und Nachteile darin.

Ist ja das selbe bei Videospielen, damals beim Einführen der Bankomat- und anderer Karten... beliebig fortsetzbar.

Man suchte auch verzweifelt nach Argumenten, als Gutenberg den Buchdruck einführte oder Luther die Bibel übersetzte...

"gehen sie mit einem guten buch ins bett - oder wenigstens mit jemandem, der kürzlich eines gelesen hat." (werbeslogan eines deutschen buchverlages)

tut mir echt leid um euer bettleben, ihr elektonikkastelgucker da draußen

Abgesehen davon das der Artikel schwach ist...

ist diese entweder-oder-debatte lächerlich: lesen ist lesen. Es ist ja nicht so, als hätte ich alle Bücher weggeworfen, nachdem ich mir einen Kindle gekauft habe. Ich kaufe, lese und verschenke nach wie vor "echte" Bücher, und schmöckere immer noch in Bibliotheken, Buchgeschäften und Flohmärkten. Aber seitdem ich den Kindle hab, lese ich doch mehr, und es ist auch billiger: auf Amazon gibt es meines Wissens nach ca. 7,000 deutsche Klassiker und ca. 15,000 englische Klassiker GRATIS. Gerade im Urlaub hat sich mein Kindle als besser erwiesen: ich kann nun soviele Bücher mitnehmen wie ich will, ohne 10kg im Gepäck. Trotzdem hab ich mir alleine letzte Woche 3 "echte" Bücher gekauft. Kindle-user machen ja keine Bücherverbrennung.

Seid ich einen e-Reader habe

lese ich viel mehr. Es geht um den Inhalt, nicht den Container. Der Artikel ist Schwachsinn.

Seit, nicht seid.

und seitdem es bewegliche bilder zu sehen gibt ..

ist unsere gesellschaft in chaos, terror, elend und verzweiflung aufgegangen ..

hoppla ... das haben wir ja jetzt alles! hilfe! das kino ist schuld! das fernsehen ist schuld! .. aber moment .. vorher war es ja auch nicht anders .. phuuu .. jetzt bin ich beruhigt :-)))))

e-book ausdrucken, binden und lesen !

In Bibliotheken wird interessanterweise folgende Beobachtung gemacht:

eZeitschriften: die Artikel werden online recherchiert und gelesen.
ebooks: die Bücher werden online recherchiert, ausgedruckt und daheim gelesen.

Einige neugierige Bibliothekare stellten Untersuchungen an, warum das so ist.
Kurze Texte werden eher elektronisch gelesen als lange - das ist schon länger bekannt.
Auf die Frage, warum sie die eBücher ausdruckten kamen Argumente wie:
- liest sich angenehmer
- ich kann auf den Blättern herumschmieren und Notizen machen
- ich bin das so gewohnt

Gut, Kindle spielt schon in einer anderen Liga, weil das Schriftbild besser ist, aber generell zeigt es ein interessantes Bild, das sich vermutlich ändern wird.

Die wissenschaftlichen Werke und Lehrbücher in den Unibibliotheken sind immer PDF. PDF ist nur sehr eingeschränkt für Reader geeignet, da es ja "fix" formatiert ist und nur schlecht auf den üblichen 6 Zoll geräten darstellbar, und so lange Texte will man nicht an einem herkömmlichen Bildschirm lesen - das ist nicht augenschonend.

Ja, darum passt das Beispiel nicht ganz in die Kindle-Diskussion, interessant ist es trotzdem.

Auf den Inhalt eines Buches kommt es an!

Und nicht auf das Aussehen des Buches (Papier, e-reader) bzw. die Darstellung des Textes. Was den von Slate angesprochenen "Stress" bei Lesen betrifft, so ist dieser beim e-reader geringer, da man z. Bsp. die Schriftgrösse anpassen kann wie es einem am angenehmsten ist! Aber logische Argumente können einen "Papierfreak" wohl nicht überzeugen.

Upps, der Autor heißt natürlich Piper und nicht Slate!

Ist das ein Versuch...

ein Weltbild zu installieren, dass e-Bücher für die Gourmants und "echte" Bücher für die Gourmets unter den Lesern sind?

Nicht schlecht. :-)

ups...
mit weichem "d" schlemmt es sich besser...

also wenn mann oder frau im bett am rücken liegend über längere zeit hinweg bücher liest, dann kriegt mann oder frau bei dieser art zu lesen irgendwann ein scheußliches doppelkinn. habe ich selbst schon gesehen. und fängt bei mir jetzt auch schon an.

ist das bei e-books auch so?

Vorurteile?

Ziemlich sicher!
Lesen = Lesen = Lesen

vorurteile?nein.

mit einem jederzeit abrufbaren nahezu unendlichen angebot ist lesen genausowenig lesen wie mp3 hören mit dem allmählichen eintauchen in die geheimnisse einer platte vergelichbar ist.da wird dann bei jeder komplexeren stelle einfach zum nächsten buch weitergeklickt.einem greifbaren gegenstand bringt man nunmal mehr wertschätzung und geduld entgegen als einer gesichtslosen datei.

"Könnte Folgen haben"

Da mutmaßt
ein Autor.

Das macht es nicht zum "könnte",
es heißt nur,
dass jemand es glaubt.

Genauso
"könnte" ich Hitler erschossen haben
und hab ihn dann
durch einen Roboter ersetzt.

Glauben mag's jemand,
an der Möglichkeit
ändert das nichts.

hmmm

schätze eine ähnliche diskussion gabs als von schriftrollen auf kodices umgestellt wurde...

eine ähnliche diskussion gab´s beim umstieg von platte oder cd auf mp3, es hieß die platte als gesamtkunstwerk würde an bedeutung verlieren.und es hat sich als wahr erwiesen.

symphonien

haben auch an bedeutung verloren..

da möchte ich widersprechen.
zu der zeit als die ersten symphonien entstanden sind waren sie nicht so bedeutungvoll wie in der gegenwart.
noch dazu waren sie damals nur einem relativ elitären kreis zugängig - von dem nur ein teil sich der größe der werke bewußt wurde.
eine 5. beethoven ist mittlerweile von mehr bedeutung für die welt als in ihrem erstaufführungsjahr.

Und erst der Skandal! Von sorgfältig handgeschriebenen Manuskripten zum Buchdruck! Vom wertvollen Pergament zum billigen Papier!
Vom Ledereinband zum Leineneinband! *schröcklich*

;)

Schöne philosophische Sichtweise ...

aber ich habe beim Lesen dieses Textes gute 20 mal mein Mausrad berührt, die Maus gehalten und etwas gestreichelt, mit bewußt gemacht dass meinem kleinen Finger etwas zu viel Druck ausgesetzt wird, mein Rücken in der Lehnposition zu durchgebogen ist, mich aufgerichtet, auf dem Sessel herumgerutscht, bemerkt dass meine Kontaktlinse langsam trocken wird und daraufhin meinen Lidschluß vermehrt und dabei ruhig den Inhalt verfolgt. Dass waren mir für einen Zeitvertreib genug Reize, ganz zu schweigen von der Tipperei jetzt gerade. Ich werde mir folglich diesen Artikel besser merken da ich interagiert habe.
Ganz nebenbei hat mich ein Buch zuletzt so gefesselt dass ich es nicht aus der Hand legen konnte - so viel zum Schutz vor Rastlosgikeit.

Dieselben Tätigkeiten

führen Sie aber jedes Mal aus, wenn Sie am Computer arbeiten. Insofern geht eine spezielle Erfahrung des Lesens von gebundenen Texten eindeutig verloren.

Sie haben noch keine Eierpad , da ist nichts mehr mit Streicheleinheiten für die Maus ...

Ohgott - ein weiterer Untergang - wiedermal - aber macht nix - wegen grad einmal einem Monat bis zum Gesamtuntergang machen wir jetzt kein Theater - oder?

Also seit ich meinen Kindle habe lese ich mehr als zuvor!

Und durch die vielen Gratis e-books die im Kindle-shop angeboten werden lese ich jetzt auch Bücher, die ausserhalb meines üblichen Lesespectrums liegen. Einen Unterschied zum Lesen eines Buches aus Papier sehe ich überhaupt nicht, ausser, dass die ausgelesenen Bücher nicht in meiner Wohnung herumkuglen.

Sie haben einen Kindle? Seien Sie froh dass man ihnen die Bücher nicht weggenommen hat.

Da wurde mal so eine Erfindung gemacht: Ich glaube, man nennt es Bücherregal.

Ich habe aber nichts gegen E-Books - nur mit schönen bibliophilen Ausgaben können die aus meiner Warte keinesfalls konkurrieren. Und irgendwelche Billigsdorfer-Taschenbücher sind ohnehin nicht mein Ding.
Alles in allem würde ich sagen, das ist keine Entweder/Oder- sondern eine Sowohl/Als auch-Angelegenheit.

ein buch ist ein buch!

genau, auch auf einem e-book reader. stimme voll zu :)

Satz unterm Bild

Das Kindle hat eine Revolution eingeläutet: Lesen könnte in Zukunft Auswirkungen auf die Kultur und Denkprozesse haben

WTF
WTF
WTF auch auf die Gefahr mich zu wiederholen WTF

Seitdem ich meinen kindle habe, lese ich so viel wie noch nie zuvor in meinem leben. Soviel zum thema.

Artikel wohl nicht gelesen

und so lange es strom gibt...

wovon der kindle dank e-ink zum glück ziemlich wenig verbraucht.

ich

Ärgere mich immer wenn sich ein Buch nicht gscheit brechen lässt und ich mit einer Hand verhindern muss, dass es zuklappt

Nach jahrelanger Skepsis habe ich mir vor ein paar Wochen so ein Trum gekauft, da die diversen Reader auch preiswert sind. Ich kann mittlerweile nur eine allgemeine Empfehlung aussprechen und freue mich schon auf den nächsten Urlaub, wo ich nicht wieder kiloweise Bücher schleppen muss. ;D

Mein Gott, diese Weltuntergangsprophezeier.

So gesehen müsste ja schon der Buchdruck verwerflich sein. Denn ein "echtes" Buch ist für mich ein von HAND geschriebenes und gebundenes Buch, direkt aus der mittelalterlichen Schreibstube eines Klosters (auch Scriptorium genannt).

Was ändert sich an den im Artikel beschriebenen haptischen Erfahrungen und unterbewussten Abläufen (wie zB dem Umblättern), wenn das Buch die selbe Form hat und sich lediglich in der Schrift (-art) unterscheidet?

PS: Das "echte" Buch wäre wohl das ägyptische Totenbuch.

Also eine Handschrift ist ja doch was sehr persönliches, da kommt auf jeden Fall noch eine weitere Erfahrungsstufe hinzu. Ich finde vor allem das Lesen von AUTOGRAPHEN sehr interessant, und bei Werken, die mir sehr viel bedeuten sind, mach ich das schon gerne, wenn ich die Gelegenheit dazu habe.

Das ist aber in etwa so ein Unterschied wie das Lesen auf einem Kindle und einem iPad: Am eigentlichen Prozess ändert die Schriftart nicht viel.

Und das, was der mittelalterliche Mönch über (standardisierte) Handschrift an Persönlichkeit in ein Buch legt, finde ich in meinen Büchern in Form von (eigenen) handschriftlichen Notizen und Markierungen. Das Prinzip (Haptik, Umblättern, "Schönheitsfehler" wie Verschmutzung, Kritzelei, Rückstände im Papier) bleibt aber das gleiche.

Also ich habe gerade "Unser Mann in Havanna" auf meinem Kindle gelesen. Mir war nicht bewusst, wieviel ich dadurch verloren habe. Jetzt muss ich es unbedingt noch einmal lesen, als echtes Buch!

Haben Sie das Buch auf Deutsch gelesen?
Woher hatten Sie das...auf Amazon finde ich nur die englische Version.

Ich wollte das Buch immer schon mal lesen.

Wobei ich bei Graham Greene sowieso das englische Original empfehle.

Sofern man sie lesen kann, ist man mit der Originalsprache sowieso fast immer besser bedient.

Nein, war auf Englisch. Aber dass es das auf Deutsch gar nicht als Kindle-Version gibt, wundert mich dann doch. Dann müssen sie eben auf das traditionelle Buch zurück greifen. Wie im Artikel steht, ist das ja eh viel besser ;)

Posting 526 bis 575 von 878

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